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Das Amtsgericht Berlin-Moabit hat drei Jugendliche verwarnt, weil sie Schwule bei einer Party erst beschimpft und danach verprügelt haben.

Wie die "taz" berichtet, sind die Jugendlichen offenbar aus Versehen bei einer schwul-lesbischen Geburtstagsfeier in Friedrichshain aufgetaucht. Einer der Beschuldigten gab zu, die Gäste als "Scheißschwuchteln" und "ekelhafte Arschficker" beschimpft zu haben. Vor Gericht erklärten sie, die Beschimpfungen seien ein Scherz gewesen.

Später haben sie zufällig zwei Gäste – einen 23-jährigen Transsexuellen und seinen 25-jährigen Begleiter – am Frankfurter Tor wieder getroffen. Die homophoben Jugendlichen hatten die Straßenseite gewechselt und liefen daraufhin direkt vor den Beiden her, worauf sie sich "verfolgt und bedroht" gefühlt und Notwehr angewandt hätten. Daraufhin kam es zu einer Schlägerei, bei der die Opfer Prellungen und Gehirnerschütterungen davontrugen.

Ein Vertreter der Nebenklage erklärte, es sei gut gewesen, dass der Richter den Vorgang als homophob eingeordnet hat. In der Urteilsverkündung wurden allerdings auch die Geschädigten kritisiert, als selbstbewusste Menschen hätten sie so einem Konflikt aus dem Wege gehen können.

Wegen ihrer Beteiligung bei der Schlägerei droht daher auch den Opfern Konsequenzen. Der 23-Jährige muss nach Angaben der "taz" 400 Euro gegen Einstellung des Verfahrens zahlen, der 25-Jährige wartet auf einen Prozesstermin. (pm)



21 Kommentare

#1 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 02.07.2009, 15:56h
  • Habe ich das jetzt richtig verstanden? Ein paar Jugendliche, die einen Transsexuellen und einen weiteren Mann beleidigten und körperlich angriffen, haben eine Verwarnung erhalten, während die Angegriffenen, da sie es wagten sich zu wehren, eine Geldstrafe bekommen? Irgendwo stimmt doch da was nicht.
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#2 RabaukeAnonym
  • 02.07.2009, 16:11h
  • Bitte wie? Was? Eines der Opfer muß womöglich 400 € Strafe zahlen????? "Eines der Opfer"? Das haut dem Fass den Boden raus!!!!!!! Verehrte Justzia! Wann "rollen" denn wieder LKW´s durch die Viertel? Wie weit ist es noch, bis es eine "Wiedereinführung" des traurigen "rosa Winkel" gibt? In diesem Staat ist doch nichts, rein gar nichts mehr "heilig". Das ist eine Sauerei!!!!!
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#3 Katrin
  • 02.07.2009, 18:42h
  • Das ist nunmal unsere Gerechtigkeit Schwulen und Transsexuellen gegenüber. Haut dir einer was auf die Fresse und du bist nicht ausgewichen, musst du löhnen. Fährt dir einer in die Karre und du bist nicht ausgewichen musst du löhnen. Schmeisst dir einer einen Stein in die Scheibe und deine Scheibe ist nicht ausgewichen musst du löhnen. Schimpft dich die Katholische Kirche einen Nazi musst du demnächst löhnen. Und dafür darfst du auch mehr Steuern zahlen.
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#4 Es geht um mehr!Anonym
  • 02.07.2009, 19:48h
  • Antwort auf #3 von Katrin
  • Genau, @Katrin, und welchen Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl, insbesondere derjenigen Parteien, die sich gegenüber uns als ach so schwulenfreundlich in Szene setzen, interessiert das???

    Wer macht die zunehmende Homophobie und homophobe Gewalt endlich auf nationaler Bühne zu dem zentralen Menschenrechtsthema, das es ist - ganz so, wie Barack Obama es in den USA bei jedem einzelnen Wahlkampfauftritt im vergangenen Jahr getan hat???

    Gerade den Parteien, die meinen, sie hätten die Stimmen der Gay Community schon in der Tasche, müssen wir deutlich machen, dass sie nicht eine einzige schwule oder lesbische Wählerstimme bekommen, wenn sie nicht endlich in Gestalt ihrer Spitzenleute bei jeder sich bietenden Gelegenheit gerade jetzt im Bundestagswahlkampf beharrlich und für alle sichtbar gegen die inakzeptable Schwulenfeindlichkeit, die sich insbesondere unter jungen Menschen wieder zunehmend breitmacht, aktiv Farbe bekennen. Wir brauchen endlich einen umfassenden nationalen Aktionsplan gegen Homophobie, der natürlich auch die explizite und besonders harte Bestrafung von Hassverbrechen, einschließlich homophober Hassrede und Beleidigungen wo auch immer, beinhalten muss. Schluss mit dieser skandalösen Ignoranz und Gleichgültigkeit im Angesicht einer beispiellosen heteronormativen Aggression, mit der gerade homosexuelle Jugendliche tagtäglich konfrontiert sind!

    Unsere Botschaft sollte klar sein - auch wenn der LSVD es wieder einmal verpasst, es so deutlich auszusprechen, wie die Realitäten es erfordern:

    Entweder ihr bekennt persönlich bei allen nationalen Wahlkampfauftritten Farbe, Spitzenkandidaten der Parteien zur Bundestagswahl, oder ihr könnt euch die schwulen und lesbischen Prozente, die ihr sowieso schon sicher in der Tasche glaubt (gell, meine Damen und Herren von den Grünen!), ganz schnell abschminken! Sexuelle Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung ist KEIN Randthema, sondern ein ganz zentrales Thema und muss endlich als solches behandelt werden! Auch und gerade jetzt im Wahlkampf!
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#5 Daniel
  • 02.07.2009, 20:09h
  • Antwort auf #1 von SuperMario
  • So ist es SuperMario, da stinkt was ganz gewaltig zum Himmel!

    Ich weiß auch nicht wieso mir "das" jetzt gerade wieder einfällt:

    "Ex-Republikaner soll ermitteln - Berlins superharte Staatsanwälte" ("taz" 20.01.2008)

    Der Leiter der Intensivtäterabteilung der Berliner Staatsanwaltschaft nimmt seinen Hut. Seine Abteilung bekommt einen nicht minder harten Kollegen: einen Ex-"Republikaner".

    Daniel
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#6 KameliendameEhemaliges Profil
  • 03.07.2009, 00:55h
  • So nach dem Artikel geh ich jetzt erstmal kotzen.
    Was will die Justiz eigentlich? Das man sich bei einem Angriff von selber auf den Boden legt damit die anderen in Ruhe zutreten können?????

    Eine Schande ist das!
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#7 jochenProfil
  • 03.07.2009, 01:25hmünchen
  • Antwort auf #6 von Kameliendame
  • ich geb dir recht.

    defensiv zu sein kann ja anfangs sinnvoll sein , unter umständen , unter umständen aber auch nicht.

    jedenfalls kann man sich nicht alles gefallen lassen.
    und dann 400 € oder einen prozesstermin bekommen. ... da kann man nur den kopf schütteln vor soviel lebensfremdheit.
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#8 ChristoferAnonym
  • 03.07.2009, 09:23h
  • die schwulen müssen mal anfangen zurückzuschlagen. es laufen rapper mit anti homo schildern über den csd und 100 000 homos lassen sie gewähren...halloo?
    und hat man je gehört: 5 Schwule verprügeln Nazi?
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#9 Daniel
  • 03.07.2009, 09:42h
  • Antwort auf #8 von Christofer
  • Ja!!! Christofer!

    Und an Euch, die ihr das jetzt lest und denkt: "Die haben gut reden ..." Niemand muss als einzelner gegen eine Horde wildgewordener Neo-Nazis "in die Schlacht" ziehen (das wäre aussichtslos und selbstmörderisch). Aber, wenn man in einer Gruppe ist und man bekommt es mit einigen Homophoben zu tun, dann zusammenhalten und sich solche "verbale Gewalt" nicht gefallenlassen (einmal mit Erfolg gemacht und du willst nie wieder ein stummes Opfer sein!!!).

    Wenn ihr merkt, dass irgendwo (in der S-Bahn oder so) die Stimmung kippt und es bedrohlich wird, weil angetrunkene homophobe Jugendliche oder andere zu pöbeln anfangen und tätlich werden:

    Sofort - falls anwesend - andere Fahrgäste lautstark auffordern per Handy die Polizei zu rufen oder auch ganz simpel "Würden Sie mir bitte zu Hilfe kommen, ich werde angegriffen, ja SIE dort in der Ecke meine ich, Sie sind doch ein kräftiger Mann, oder fürchten Sie sich vor ein paar angetrunkenen Jugendlichen?"

    Und ... das war von mir jetzt nur ein willkürlich konstruiertes Beispiel. Es gibt aber Verhaltensweisen, die man lernen kann, um auf (verbale) Gewalt zu reagieren.

    Hier einige Links:

    www.vielfalt-statt-gewalt.de/

    www.vielfalt-statt-gewalt.de/informationen/litlinks.html

    www.schule-der-vielfalt.de/

    www.schlau-nrw.de/

    www.maneo.de/highres/index.html

    www.lsvd.de/

    Gruss
    Daniel
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#10 ipodAnonym