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Die breite Veranstaltungsreihe "Verdammt starke Liebe" präsentiert in Bochum eine vorbildliche Ausstellung über die staatliche Verfolgung von Schwulen und Lesben in den vergangenen 100 Jahren.

Von Carsten Weidemann

Vor genau 40 Jahren wurde in Deutschland Homosexualität legalisiert: Mit der Aufweichung des Paragrafen 175 mussten Schwule erstmals nicht mehr Verfolgung fürchten. Das Beratungszentrum Rosa Strippe eröffnet deshalb am 25. August eine Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe zur Homosexuellen-Verfolgung in Deutschland und im Ruhrgebiet. Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) wird an diesem Tag die Reihe unter dem Titel "Verdammt starke Liebe" ab 19 Uhr eröffnen. Die Moderation übernimmt Bettina Papenfuß vom WDR.

"Der seit fast dreißig Jahren bestehende Verein ,Rosa Strippe' leistet erneut einen wichtigen Beitrag zur Gedenkkultur in unserer Stadt, zur Wiedergutmachung für die Opfer sowie für die Gleichstellung und Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Gesellschaft", so OB Scholz. Lange Zeit sei der Erforschung der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit und in den Anfangsjahren der Bundesrepublik wenig Beachtung geschenkt worden. "Verdammt starke Liebe" will diesem Trend erneut entgegenwirken.

Zwei Ausstellungen mit den unterschiedlichen Aspekten stehen im Zentrum von "Verdammt starke Liebe": Zum einen "Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg 1919 bis 1969" der Hamburger Initiative "Gemeinsam gegen das Vergessen - Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer" im Forum der Volkshochschule des Rathauses Bochum. Diese bedeutende Dokumentation ist für die Station in Bochum mit Beispielen aus dem Ruhrgebiet erweitert worden. Sie war bislang im Hamburger Rathaus zu sehen und wandert ab Herbst 2009 nach Berlin. Zum anderen "'Und trotzdem'. Lesben im Nationalsozialismus" im Café freiRAUM der Rosa Strippe (Kortumstraße 143). Auch diese Schau hat bereits eine beachtliche Reise hinter sich: Dem Publikum ist sie bislang in Hamburg, Halle/Saale, Würzburg und Magdeburg zugänglich gemacht worden.

Weitere Angebote des in NRW einmalig umfangreichen Programms bis Ende November sind Mitmach-Aktionen wie Stolpersteinputzen (28. August) und Kerzenentzündung zum Gedenken an den im KZ ermordeten Bochumer Friedrich Heintze (6. November). Das Schulprojekt "Schule ohne Homophobie" soll ferner zeigen, wie wichtige Aufklärungsimpulse gesetzt werden können und ermöglicht LehrerInnen und SchülerInnen, die eigene Schule gegen Diskriminierung und Homophobie zu sensibilisieren (5. Oktober).

"Verdammt starke Liebe" beinhaltet aber auch Filme über Aktivisten wie Harvey Milk (u.a. 1. September), den Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld oder zwei engagierte Lesben in Ost und West (11. September). Ergänzt wird das Programm durch Vorträge renommierter Forscher zur NS-Zeit (z.B. 12. September und 10. Oktober), zur bleiernen Adenauer-Zeit (26. September) und zur heutigen Lebenswirklichkeit von Schwulen und Lesben (2. Oktober). Portraits von Verfolgten mittels Film (u.a. 25. September) oder durch einen Stadtspaziergang (5. September) sind weitere Bestandteile. Am 23. Oktober ist die Präsentation des von Hubert Schneider, Susanne Schmidt und Jürgen Wenke veröffentlichten Buches "Leben im Abseits" über die in der NS-Zeit verfolgten Geschwister Wilhelm und Agnes Hünnebeck geplant.



#1 Katrin
#2 Axel FAnonym
  • 05.07.2009, 16:18h
  • Antwort auf #1 von Katrin
  • Und eine an:

    Wolfgang Schäuble (VDS, OD)
    Dieter Wiefelspütz(Internetzensur)
    Ursula von der Laien(Internetzensur)
    Volker Kauder(Hass auf ELP)
    Peter Gauweiler(Internierungslager für HIV-Positive)

    Ach, warum so ein aufwand: Gibt sicher auch Gruppenkarten, also eine an die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag und eine an die SPD-Fraktion im Bundestag
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#3 Daniel