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Die Regierung der Provinz Saskatchewan will die 2005 für ganz Kanada beschlossene Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben teilweise rückgängig machen.

Standesbeamte sollten nach Ansicht der regierenden konservativen Saskatchewan Party die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren ablehnen dürfen, falls die Zeremonie ihre "religiösen Gefühle verletzt". Derzeit wird geprüft, ob diese Änderung im Einklang mit der in der kanadischen Verfassung verankerten Grundrechtecharta steht, berichtet der Fernsehsender CBC.

Das kanadische Parlament hat 2005 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Mehrere Provinzen hatten aber bereits zuvor gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt, nachdem Gericht festgestellt hatten, dass Schwule und Lesben durch ein Eheverbot diskriminiert werden würden.

Saskatchewans Justizminister Don Morgan erklärte, man werde nun Gerichten zwei Versionen eines neuen Gesetzes zur Prüfung vorlegen. Die erste würde jedem Standesbeamten die Möglichkeit geben, Homo-Ehen abzulehnen. Bei der zweiten Version könnten neue Standesbeamte bei ihrer Amtseinführung festlegen, ob sie gleichgeschlechtliche Paare trauen wollen oder nicht.

Dem Vorstoß vorausgegangen ist ein Gerichtsverfahren gegen einen Standesbeamten, der sich geweigert hatte, ein schwules Paar zu trauen. Er begründete die Ablehnung mit seinem christlichen Glauben. Daraufhin wurde er von einem Menschenrechtstribunal zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 Dollar (1.500 Euro) verurteilt. Ein Berufungsverfahren läuft gegenwärtig.

In Kanada sind bereits jetzt Pfarrer und andere Geistliche von der Pflicht ausgenommen, eine Hochzeit für Homo-Paare anzubieten. Derlei Eheschließungen werden dort – anders als in Deutschland – auch ohne eine standesamtliche Hochzeit anerkannt.

Die ländliche Prärieprovinz Saskatchewan hat knapp über eine Million Einwohner. (dk)



71 Kommentare

#1 SmartiSaar
  • 08.07.2009, 13:51h
  • Da ist doch totaler Schwachsinn. In Kanada ist die Ehe seit 2005 für verschieden und gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Punkt. Das weis also auch jeder Standesbeamte. Wenn ein Standesbeamter jetzt seinen Glauben vorschiebt um gleichgeschlechtliche Paare nicht trauen zu müssen dann könnte er genau so gut sagen sein Glaube verbietet es ihm Paare zu trauen die einem anderen glauben angehören als seinem oder sein Glaube verbietet es ihm Paare zu trauen die überhaupt keinem Glauben angehören. Zudem unterstehen in Kanada genau wie bei uns die Standesämter der staatlichen Ordnung und nicht einer religiösen Ordnung. Keine Religion hat sich über den Staat zu erheben das gilt auch für Kanada. Wenn dieser Standesbeamte keine gleichgeschlechtlichen Paare mehr trauen will dann muß er halt seinen Job aufgeben.
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#2 goddamnedliberalAnonym
  • 08.07.2009, 13:59h
  • Ein Standebeamter, der sich mit einem Priester verwechselt, der eine religiöse Zeremonie abhält, hat seinen Beruf verfehlt...
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#3 Adrian
  • 08.07.2009, 13:59h
  • "Ich sag's doch immer: SETZT ENDLICH ÜBERALL IN DER WESTLICHEN WELT DIE STRIKTE TRENNUNG VON STAAT UND RELIGIONEN DURCH!"

    Diese "aber-"gläubigen Kleingeister haben sich aus dem weltlichen Gesetzgebungsverfahren genauso herauszuhalten, wie aus Justiz (ich möchte nicht vor einem Richter stehen, der hinter sich an der Wand ein Kruzifix hängen hat!!! Er soll nach weltlichen Gesetzen Recht sprechen und nicht nach sog. "Gottesgesetz"!!) und Bildung.

    ENTMACHTET DIE KIRCHEN!
    ENTZIEHT IHNEN DAS PRIVILEG DER KIRCHENSTEUER, DIE DURCH UNSERE FINANZÄMTER ALS ZWANGSABGABE EINGEZOGEN WIRD!
    VERBIETET IHNEN UNSERE KINDER (JA, AUCH ICH HABE KINDER) IN EINEM ABERGLÄUBISCHEN SINNE ZU ERZIEHEN!

    G A Y - P O W E R !

    Adrian
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#4 stephan
  • 08.07.2009, 14:30h
  • Da haben wir es wieder einmal! Was würde passieren, wenn ein Beamter einen Verwaltungsakt nicht vollziehen würde, den er persönlich - z.B. aus politischer Überzeugung - für falsch hielte? Er würde mehrfach dazu angewiesen und schließlich aus seinem Amt entfernt - nehme ich doch an!

    Wenn es aber um Homosexualität geht, dann kommen plötzlich irgendwelche Politiker aus ihren Löchern und finden es durchaus verständlich, dass jemand Bedenken hat ... Das Parlament beschließt ein Gesetz und jeder Beamte darf dann noch einmal selbst überlegen, ob er das Gesetz gut findet und umsetzen will! Bei welchem Thema gibt es das sonst? Und was sagt uns dies über unsere Stellung in der Gesellschaft?
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#5 LorenProfil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.07.2009, 17:44h
  • Wenn man den Standesbeamten in Saskatchewan die freie Wahl läßt, ob sie schwule oder lesbische Ehepaare trauen sollen oder nicht, dann haben die ihren Beruf verfehlt und sollten bei den Katholen als Priester anheuern!
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#7 gerdAnonym
  • 08.07.2009, 18:14h
  • Das ganze dürfte klar verfassungswidrig sein und dürfte keine Chance auf Erfolg haben.
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#8 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 08.07.2009, 19:17h
  • Antwort auf #3 von Adrian
  • du hast vieleicht ein meinung schrecklich, ist direkt abstossend.
    wenn nach deiner ansicht nicht positiv schwul denkt der muß dann weg oder?

    Ein richter hält sich an das gesetzt und an sonst nicht anderem.
    du bist doch dumm
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#9 kaysiProfil
  • 08.07.2009, 21:06hBangor
  • Antwort auf #3 von Adrian
  • Wenn gay power heissen soll dass organisationen die trotz allem sehr viel für das wohl der Menschen tun und ein glauben auf dem Regeln die wir unserer Gesselschaft entwickelt werden zerstört werden will, möchte ich nicht ein teil davon sein. Heisst es ja aber zum glück nicht.

    Das ist jetzt einer der rumstänkert. Gut ich bin mir ziemlich sicher das das nicht durchkommt und wenn geht man halt zu nem anderen Standesbeamten du gute güte einen wird immer geben.
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#10 Adrian
  • 08.07.2009, 21:19h
  • Antwort auf #8 von norbertcdnkath
  • Trolle bewegen sich vor allem in Diskussionsforen und Newsgroups, aber auch in Wikis und Chatrooms, auf Mailinglisten und in Weblogs.
    Ziel eines Trolls ist es, Diskussionen auszulösen, nur um zu diskutieren, ohne wirklich am Thema interessiert zu sein, beispielsweise wütende Antworten, auch bekannt unter der englischen Bezeichnung Flames, zu provozieren, Menschen mit anderer Meinung zu diskreditieren oder eine Diskussion zu sabotieren, indem eine unangenehme Atmosphäre geschaffen wird. Hierbei werden gerne die Diskussionsmethoden der Rabulistik und der Eristik angewandt.

    Ein oft zitierter Spruch im Umgang mit Internet-Trollen lautet: „Don't feed the trolls!“ („Trolle bitte nicht füttern!“, Ursprung vom englischsprachigen: Don't feed the baboons „Paviane bitte nicht füttern!“).

    Damit ist ausgedrückt, dass keine Antwort auf Troll-Posts gegeben werden soll, um den dahinter stehenden Teilnehmern die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnen, nicht zu verschaffen. Das Ignorieren von Trollen birgt aber eine Gefahr: Personen, die nicht wissen, dass es sich um einen Troll handelt, könnten dessen unwidersprochene Aussage irrtümlich für wahr und korrekt halten.

    Manchmal wird den Trollen auch ein z. B. durch ASCII-Art ausgedrückter Fisch hingeworfen (z. B. ein roter Hering) oder ihnen werden virtuelle Kekse gereicht; man unterstreicht damit die Wertlosigkeit, die der Leser dem Beitrag zumisst.

    (Quelle: Wikipedia)
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