Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10724

In Neuseeland haben Geschworene einen 31-jährigen Ungar wegen Totschlags verurteilt, weil er einen 69-jährigen Tauchlehrer umgebracht hatte, der dem Touristen offenbar zuvor sexuelle Avancen gemacht hatte.

Der schwule Ronald James Brown hatte den Angeklagten Ferdinand Ambach im Dezember 2007 in einer Bar in Auckland getroffen und tranken Bier miteinander. Später kauften sie sich in einem Laden mehr Alkohol und gingen in Browns Wohnung, der den Touristen offenbar für schwul hielt. Nach Mitternacht kam es zu einem Streit und Nachbarn riefen die Polizei. Den Beamten bot sich ein Bild des Schreckens: Das Opfer lag am Boden mit schweren Kopfverletzungen. Außerdem hatte Ambach dem 69-Jährigen den Hals eines knapp drei Kilogramm schweren Banjos in den Rachen gerammt. Der Täter war noch in der Wohnung und versuchte offenbar in einem Rausch, das Bett des Opfers aus dem Fenster zu werfen.

Drei Tage nach dem Vorfall starb Brown an seinen schweren Verletzungen. Im Verfahren erklärte die Staatsanwaltschaft, dass Ambach sein Opfer wissentlich und heimtückisch umgebracht hatte und plädierte deshalb auf Mord. Die Verteidigung erklärte, der 31-Jährige sei durch die Anmache des Schwulen provoziert worden. Damit machte sich der Rechtsanwalt des Angeklagten die umstrittene "Gay Panic"-Verteidigung zunutze. Sie besagt, dass manche Heterosexuelle von einer Anmache durch Schwule so geschockt seien, dass sie nicht mehr für darauf folgende Taten verantwortlich gemacht werden könnte. Dies führte mehrmals zu spektakulären Freisprüchen, die von Homo-Aktivisten stets scharf kritisiert werden (queer.de berichtete).

Weiter erklärte die Verteidigung, es sei möglich, dass das Opfer dem Angeklagten Drogen oder Medikamente in dessen Getränk geschüttet haben könnte. Dadurch könne dessen Urteilsvermögen ausgeschaltet worden sein.

Ambach gab zu Protokoll, dass er sich praktisch nicht mehr an den Abend erinnern könne. Er habe Bilder im Kopf, nach denen Brown ihn in der Leistengegend berührt habe und ihm das unangenehm gewesen sei.

Vor der Beratung der Geschworenen machte Richterin Helen Winkelmann der Jury deutlich, dass nicht die sexuelle Orientierung des Opfers vor Gericht stehe: "Herr Brown war ein Homosexueller, aber er hat Informationen über seine Sexualität vor Freunden und Familie geheim gehalten. Das macht ihn nicht zum Schuldigen. Ihr Urteil muss auf dem basieren, was sie im Verfahren gehört haben."

Nach der Urteilsverkündung protestierten Familienangehörige des Opfers lautstark, berichten Lokalmedien. Es Verwandter nannte es eine "Schande", dass Ambach nicht wegen Mordes verurteilt wurde.

Das Strafmaß wird erst im August von einem Richter festgelegt werden. In Neuseeland kann in besonders extremen Fällen von Totschlag eine lebenslängliche Haftstrafe verhängt werden. In der Regel ist das Urteil aber weniger streng als bei Mord. (dk)



Mord nach angeblichen Homo-Übergriffen: 20 Jahre Haft

Ein Wiener Gericht hat einen 29-Jährigen zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er seinen Nachbarn mit zehn Messerstichen getötet hatte.
14-Jähriger tötete 15-jährigen Schwulen: Prozess geplatzt

Beim Prozess gegen einen Jugendlichen, der offenbar aus Schwulen-Hass einen Mitschüler erschossen hatte, konnte sich die Jury nicht auf ein Strafmaß verständigen.
15-jähriger Schwuler getötet: Prozess gegen Mitschüler beginnt

In Kalifornien wird einem Jugendlichen der Prozess gemacht, der einen schwulen Mitschüler umgebracht hatte.
#1 axel fAnonym
  • 09.07.2009, 19:41h
  • Ich fordere ein sofortiges Verbot aller Musikinstrumente!

    Musikinstrumente sind Waffen und jeder Musiker ist ein potenzieller Mörder!

    **sarkasmus ende**
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Adrian
  • 09.07.2009, 20:48h
  • Es ist wieder so ein Vorfall, der mich aufregt und ich möchte das gern erläutern.

    Unter Heterosexuellen gibt es regelmäßig dieses "Abchecken" ob er oder sie als (Sex-) Partner/in in Frage kommt. Besonders Frauen beklagen sich manchmal darüber, dass ihr "Nein!" häufig von Männern "überhört" bzw. mißachtet wird.

    Neulich las ich erst wieder in einem anderen Online-Forum die Schilderung einer jungen heterosexuellen Frau, die genervt von unerwünschter Anmache durch Männer, sehr gern in schwulen Clubs tanzen ging. Sie genoß es dort ausgelassen tanzen zu können, ohne dadurch gleich als "Luder" oder "Schlampe, die es drauf anlegt" zu gelten.

    Dass selbstverständlich auch schwule Männer ihre eigenen Chancen auf sexuelle Kontakte im Alltagsleben abchecken, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Völlig weltfremd finde ich es daher von heterosexuellen Männern, mit Panik zu reagieren, wenn ein schwuler Mann sie attraktiv findet. Nicht immer ist es ja auch so eindeutig ob jemand schwul oder hetero ist.

    Wenn es sich um erwachsene Männer handelt, dann ist es doch wohl jedem möglich (verbal) und höflich Grenzen zu setzen, in der Art: "Ich fühle mich zwar geschmeichelt, dass Sie mich attraktiv finden, allerdings stehe ich ausschließlich auf Frauen." Punkt! (Natürlich habe ich jetzt die "Idealform" des Umgangs miteinander dargestellt, das stimmt schon).

    Mir ist es aber durchaus ernst:
    Es ist zumutbar, höflich einen Versuch der Kontaktaufnahme abzulehnen (und selbstverständlich hat der andere, das auch zu akzeptieren).

    So etwas aber "...Damit machte sich der Rechtsanwalt des Angeklagten die umstrittene "Gay Panic"-Verteidigung zunutze. Sie besagt, dass manche Heterosexuelle von einer Anmache durch Schwule so geschockt seien, dass sie nicht mehr für darauf folgende Taten verantwortlich gemacht werden könnte. Dies führte mehrmals zu spektakulären Freisprüchen, die von Homo-Aktivisten stets scharf kritisiert werden (queer.de berichtete) ..." halte ich in unserem "aufgeklärten" 21. Jahrhundert für einen anachronistischen Skandal!

    Es wird Zeit, dass Homosexualität als selbstverständlicher Bestandteil einer jeden Zivilgesellschaft endlich zur Kenntnis genommen wird und das damit umzugehen gelernt wird, möglichst schon in der Schule!

    www.schule-der-vielfalt.de/

    Adrian
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SmartiSaar
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.07.2009, 15:10h
  • Ein Banjo als Mordwaffe - gehts noch? Was hat sich der Typ dabei gedacht? Da sträuben sich bei mir die Nackenhaare!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 archibaldAnonym
  • 10.07.2009, 19:57h
  • "Gay Panic", na da schau an...
    Wäre es eigentlich auch "Gay Panic", wenn ich aufgrund von klerikalfaschistischen Äußerungen durch die Lande renne und Kirchen anstecke?
  • Antworten » | Direktlink »