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  • 10. Juli 2009, noch kein Kommentar

Sie ist ausgebildete Konzertpianistin, spielte jahrelang in New Yorker Underground-Clubs und ist ein Star der Anti-Folk-Szene der USA: Regina Spektor. Ihre neues Album: "Far".

Von Carsten Weidemann

"Es kommt mir vor, wie eine dieser Geschichten, in denen jemand einen Wanderstab und einen Beutel nimmt, sein Dorf verlässt und rausgeht, um die Welt zu entdecken… und dann wieder nach Hause kommt." So betrachtet Regina Spektor das Abenteuer, das "Far" für sie wurde.

Die Reise führte sie an viele Orte und in musikalische Partnerschaften mit drei innovativen Produzenten, denen sie auf ihrem Trip begegnete: Mike Elizondo (Dr. Dre, Eminem), Jeff Lynne (ELO, Traveling Wilburys) und Garrett "Jackknife Lee" (R.E.M., Weezer). Und dann kehrte sie schließlich nach Manhattan zurück und hatte ihren Beutel prall gefüllt mit neuen Möglichkeiten, die sie David Kahne (Paul McCartney, The Strokes) präsentierte, der schon Spektors vorherigen Triumph "Begin To Hope" produzierte.

Youtube | Video zum aktuellen Album. Song: ''Laughing With''

Mit "Far" kann auch der Hörer zu einem abenteuerlustigen Dorfbewohner werden, der einen Sprung ins Unbekannte wagt und die Chance ergreift, neue Erfahrungen zu sammeln. Dabei kann er sich einfach gehen lassen und unentdeckte Dinge am Wegesrand finden, bis er schließlich bereichert zurückkehrt. Und Spektor ist für ein solches Unterfangen mit Sicherheit der perfekte Scout, eine Künstlerin mit einem feinen Sinn für Details, sowohl in der Musik als auch in den Texten, und dem Talent, das Gewöhnliche zum Ungewöhnlichen werden zu lassen, und das Ungewöhnliche wiederum zum Teil des alltäglichen Lebens zu machen.

Wie zu Zeiten ihrer ersten Aufnahmen aus dem Keller ihres Colleges, besteht die Essenz von Spektors Musik noch immer in ihrem mal fragilen, mal kräftigen Pianospiel und ihrer eindrucksvollen Stimme, die an sich schon volle Arrangements im Ohr mitklingen lässt und ganze Welten von Klängen und Bildern hervorruft. "Eine unerschrockene Mischung aus Naivität und künstlerischer Weisheit", schwärmte der Londoner Guardian über ihre Talente. "Sie zieht die Worte mit einem solchen Entzücken auseinander, als hätte sie sie nie vorher in ihrem Leben ausgesprochen."