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Eine etwas andere römische Münze aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. ist bei einem US-Auktionshaus für 13.500 Dollar verkauft worden – darauf sind zwei Männer beim Geschlechtsakt zu sehen.

Das 3,8 Gramm schwere Zahlungsmittel zeigt einen liegenden Mann mit einem erigierten Penis, der auf einen Mann blickt, der "mit ihm Liebe macht", wie der Katalog des Chicagoer Auktionshauses Harlan J. Berk blumig umschreibt. Gleich daraufhin wird gezeigt, wie wichtig diese rund 2.000 Jahre alte Münze in einer heteronormativen Welt ist: "Auf weniger gut erhaltenen Münzen könnte die Figur auf der Couch für eine Frau gehalten werden, aber das Geschlechtsorgan auf unserer Münze beweist, dass es sich um einen Mann handelt."

Die Münze gehört zu Spintria-Serie, die in der Zeit von Kaiser Tiberius angesiedelt werden. Normalerweise zeigen diese Zahlungsmittel kopulierende heterosexuelle Paare in verschiedensten Stellungen. Auf der Rückseite befinden sich jeweils römische Zahlen zwischen Eins und 16, die Experten zufolge eine Wertangabe in der Währung As darstellen könnten. Die schwule Münze zeigt die Zahl Zwölf an. Es wird vermutet, dass derlei Münzen als Zahlungsmittel in Bordellen verwendet wurden. (dk)



37 Kommentare

#1 CarstenFfm
#2 Adrian
#3 fipsAnonym
#4 Absurde LogikAnonym
#5 michelleAnonym
#6 HannesGastAnonym
  • 13.07.2009, 15:23h
  • Hm, also ich hab mir das Bild von der Münze angeguckt, und irgendwie sieht die nichtliegende Person (also die ohne Penis) mehr nach einer Frau aus als nach einem Mann.
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#7 CalibanAnonym
#8 VolumeProProfil
  • 13.07.2009, 15:36hMönchengladbach
  • Antwort auf #6 von HannesGast
  • Da kann ich Dich beruhigen. Auf römischen Münzen wurden Frauen, wenn sie überhaupt dargestellt wurden, immer mit sehr langen Haaren dargestellt. Da beide Personen hier kurzhaarig sind, ist eindeutig davon auszugehen, dass es zwei Männer sind, die sich miteinander vergnügen.

    Also erstaunlich finde ich die Münze an sich nicht. Homosexuelle Prostitution im Rom der Antike ist hinlänglich bekannt. Auch waren Schwule dort vor Einführung des Christentums als "staatlich" speziell geförderte Religion durch Kaiser Theodosius, der direkt nach seiner Amtseinführung ein Massaker an Schwulen und Lesben verüben ließ, eigentlich recht anerkannt. Die Anerkennung von Schwulen wurde durch die griechische Kultureinflüsse nach Rom gebracht.
    Das spiegelt sich ja auch in der Bezeichnung "griechisch" für den heißgeliebten Analverkehr wieder.
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