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In Bielefeld wurde in der Nacht auf Freitag ein Brandanschlag auf ein gemeinnütziges Projekt der Aids-Hilfe verübt – noch gibt es keine Spur von den Tätern.

Jetzt ist ungewiss, ob die Tierpension "Hotel für alle Felle" fortgeführt werden kann. Im Sozialprojekt werden zurzeit 30 langzeitarbeitslose Menschen mit und ohne HIV in den Bereichen Tierpflege, EDV und Kundenservice geschult und praktisch angeleitet, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Durch den Anschlag ist das Dachgeschoss des Hauses in Bielefeld- Jöllenbeck jedoch völlig ausgebrannt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Gebäude abgerissen werden muss.

Seit Jahren gibt es Streit um den Standort des Sozialprojekts Tierpension. Bereits am 1. Standort des Sozialprojekts haben unbekannte Täter am 8. Juni 2007 einen Brandanschlag auf das Gebäude in Bielefeld-Oldentrup verübt. Die Brandstifter wurden nie gefasst.

Aber auch in Jöllenbeck stieß das Projekt von Anfang an auf vehementen Widerstand von Anwohnern. Nachbarn wehrten sich mit Transparenten entlang der Spenger Straße und sammelten auf dem Jöllenbecker Wochenmarkt Unterschriften gegen das Projekt. Außerdem leiteten sie juristische Schritte ein. Anfang Juni 2009 hat das Verwaltungsgericht in Minden ihre Klage gegen die Tierpension zurückgewiesen. Eine unzumutbare Lärmbelästigung läge nicht vor. Die Kläger haben inzwischen Widerspruch beim Oberwaltungsgericht in Münster eingelegt.

"Wir wissen nicht, wer den Brandanschlag verübt hat", erklärte ein Sprecher der Bielefelder Aids-Hilfe" Wir sind bestürzt und besorgt über das ungeheuere Ausmaß der Aggression gegen eine soziale Einrichtung und können nur hoffen, dass die Täter gefasst werden". (pm)



#1 SmartiSaar
#2 axel fAnonym
#3 Victor
  • 13.07.2009, 19:18h
  • Diese geballte Ladung an Dummheit, Ignoranz und Asozialität macht mich sprachlos (aber nur kurz).

    Seh'n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh'n wir uns in Bielefeld ... Sollte das Verhalten der Anwohner etwa charakteristisch sein für das Denken einer Mehrheit der Bielefelder Bürger? Dann allerdings würde ich sagen: "25 Jahre Aufklärung über HIV/AIDS durch AIDS-Hilfen u.v.a. sind an den offenbar nicht lernfähigen und (ich wiederhole es) zutiefst asozialen Ureinwohnern der Backpulver-Metropole wirkungslos abgeprallt.

    Bei soviel Dummheit und Bösartigkeit ... (ich habe mich selbst "zensiert" ... wenn ich wütend werde, schreibe ich schlimme Dinge).

    Victor
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 13.07.2009, 19:36hBremen
  • Unfassbar, wieviel Hass in Menschen stecken muss, dass sie zu so etwas in der Lage sind. Ich frage mich, ob sie wohl genauso abweisend und mit zwei Brandanschlägen reagiert hätten, wenn es sich um ein von Heten geführtes Tierasyl gehandelt hätte.
    Ich hoffe, der oder die Pyromane/n werden möglichst schnell gefasst und der Gerichtsbarkeit übergeben.
    Bielefeld rutscht damit bei mir auf den ersten Platz der unsympatischsten Städte.
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#5 Dennis
  • 13.07.2009, 22:22h
  • “Der Dritte Anschlag auf eine Einrichtung der AIDS HILFE Bielefeld”.

    . . . .

    Nachbarn wehrten sich mit Transparenten entlang der Spenger Straße und sammelten auf dem Jöllenbecker Wochenmarkt Unterschriften gegen das Projekt. Außerdem leiteten sie juristische Schritte ein. Anfang Juni 2009 hat das Verwaltungsgericht in Minden ihre Klage gegen die Tierpension zurückgewiesen. Eine unzumutbare Lärmbelästigung läge nicht vor. Die Kläger haben inzwischen Widerspruch beim Oberwaltungsgericht in Münster eingelegt.

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    Spenger Str 109 Bielefeld
    schaut man sich google maps an dann wird man feststellen das nur ein nachbar in ca 50 meter entfenung sein haus hat. und das war s dann auch. das hat mir die feuerwehr von bielefeld, die bei dem einsatz dabei war bestätigt.
    so wie es dargestellt wird ist diese argumentation wegen des lärmes an den haaren herbeigezogen.

    . . . . .

    Hat sich der Widerstand ausdrücklich auf Menschen mit HIV bezogen?
    In der Presse haben sie immer den Lärm in den Vordergrund gestellt. Aber in der Bezirksversammlung des Stadtteils hieß es dann: Sind denn die Bedürfnisse von 30 Aidskranken wichtiger als die von 50 gesunden Familien?

    . . . . .

    Was sind langzeitarbeitslose Menschen und wir – HIV Positive – in den Augen von Teilen der Bevölkerung in Bielefeld? Was sind das für Menschen die einen Entscheid des Mindener Verwaltungsgericht ignorieren, meinen das Gesetze – Entscheidungen – Urteile für sie nicht gültig sind, die sich außerhalb des Gesetzes stellen und zum 3. Mal zur “Selbstjustiz” greifen? Wie wäre die Reaktion gewesen wenn sich MENSCHEN in dem Haus befunden hätten?

    “Ach sind doch eh nur alles Sozialschmarotzer die keinen Bock haben zu malochen. Junkies und Schwule, AIDSler, Abschaum der Gesellschaft.”

    . . . . .

    Die Haltung bzw die Lösung von Teilen der Bevölkerung gegenüber Aidskranken ist bekannt: 3 Brandanschläge auf ein Hause, eine Einrichtung der AIDS Hilfe Bielefeld gegenüber von Menschen mit HIV und Langzeitarbeitslosen.

    Menschenverachtend, unlebenswertes Leben.

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    alivenkickn.wordpress.com/2009/07/13/brandanschlag-gegen-ein
    e-einrichtung-der-aids-hilfe-bielefeld/


    dennis is alivenkickn . . . .
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#6 Tim_ChrisProfil
#7 Lupo__Profil
  • 29.07.2009, 14:26hBielefeld
  • Nun, ich habe soeben mal mit dieser Einrichtung telefoniert, offenbar kann die Einrichtung Ihre Arbeit fortführen. Ich habe angeregt, daß man doch den örtlichen Marktplatz dafür nutzen könnte, eine Demonstration anzumelden, um über die Einrichtung zu informieren.
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