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Die Ukraine hat den Films "Brüno" wegen seiner direkten Darstellung von Homosexualität untersagt.

Neun der 14 Mitglieder der im Kulturministerium angesiedelten Zensurbehörde stimmten für das Verbot. "Der Film enthält künstlerisch ungerechtfertigte Darstellungen von Genitalien und sexuellen Beziehungen und zeigt homosexuelles Handeln und homosexuelle Perversionen in einer sehr realistischen Art", heißt es in einem Schreiben des Kulturministeriums an den Filmverleiher. Außerdem werde in dem Film "Sadismus" gezeigt, der "die Moral der Bürger schädigen könnte".

Die Ukraine hat 1991 nach dem Ende der Besatzung durch die Sowjetunion das Verbot von Homosexualität aufgehoben. Allerdings ist das Thema weiterhin umstritten: So erklärte ein Parlamentsausschuss im vergangenen Jahr, dass Schwule "die nationale Sicherheit" bedrohen würden und "Homosexualismus, Lesbiertum und andere sexuelle Perversionen … nicht mit den moralischen Prinzipien der Gesellschaft in Einklang zu bringen sind" (queer.de berichtete).

Die Pseudo-Dokumentation "Brüno" konnte an seinem Premierenwochenende in den USA und Großbritannien Platz eins der Kinocharts erobern. In Deutschland erreichte die Komödie den zweiten Rang. (dk)

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Kameramann klagt gegen Brüno

Der Comedian Sacha Baron Cohen bekommt Ärger. Sein Filmteam soll einen schwulen Mann verletzt haben.
Aus Brüno wird Freddie Mercury

Der britische Comedian Sacha Baron Cohen soll in einem Film den Frontmann der Band Queen verkörpern.

18 Kommentare

#1 herve64Profil
  • 16.07.2009, 11:54hMünchen
  • Nun ja, verbieten würde ich den Film auch. Allerdings nicht mit diesen homophoben Begründungen, sondern eher allein schon wegen der Geschmacklosigkeit, einer schwulen österreichischen Figur einen Satz mit dem sinngemäßen Inhalt, "der berühmteste Österreicher seit Adolf Hitler" werden zu wollen, in den Mund zu legen. Es kann ja wohl wirklich nicht angehen, dass man Schwule auf diese Art und Weise mit der Nazi-Barbarei gleichsetzt! Schließlich sind nicht wenige Schwule aus Gründen ihrer sexuellen Orientierung ebenfalls in den Gaskammern gelandet. Von der ursprünglich beabsichtigten Queer-Bashing-Szene mal abgesehen. Und GERADE von einem jüdischen Comedian hätte ich in dieser Hinsicht mehr Sensibilität erwartet.
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#2 fipsAnonym
#3 Melvin
  • 16.07.2009, 12:15h
  • Lieber Dennis Klein,
    diese "Satire" ist ja fast noch besser, als die von Sascha !

    "Der Film enthält künstlerisch ungerechtfertigte Darstellungen von Genitalien und sexuellen Beziehungen und zeigt homosexuelles Handeln und homosexuelle Perversionen in einer sehr realistischen Art ..." Mist, jetzt habe ich mich vor Lachen verschluckt (urgh, würg ...)

    "So erklärte ein Parlamentsausschuss im vergangenen Jahr, dass Schwule "die nationale Sicherheit" bedrohen ..." Teufel aber auch, Boys & Girls, müsst Ihr doch nicht machen. Ich meine "nationale Sicherheit bedrohen" und so'n Scheiß!

    Dennis, weißt du ob eine Fortsetzung dieser ukrainischen Satire geplant ist (die DVD MUSS ich einfach haben)

    Ja manchmal überholt die Realität die Satire.

    Habe mich jedenfalls köstlich amüsiert über Leute, die sich endgültig zum Narren machen.
    More, more, more, please!

    Melvin
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#4 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 12:19hberlin
  • Antwort auf #1 von herve64
  • genau hingucken: hier wird ein parteifreund von herrn haider zitiert... und der war bekannter maßen eine schwuchtel. So funktioniert satire: böser blick auf die ausrutscher der anderen!
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#5 hwAnonym
  • 16.07.2009, 12:34h
  • Antwort auf #4 von stromboli
  • Eine Zitat aus dem Nationalen Widerstand.
    Da ist dann alles drin.

    Von von der Leyen bis herve

    thread zum CSD 2009 von user "Heinz_OH":

    "..Vom völkischen Gedanken her kann natürlich nur die Familie das erstrebenswerte Ideal sein, also auch nur eine nicht-homosexuelle Beziehung. Wenn ich für Toleranz gegenüber Homosexuellen plädiere, dann bedeutet das nicht, daß ich eine völlige Gleichstellung für erstrebenswert halte. Die Familie gehört unterstützt, eine Gleichstellung homosexueller Beziehungen zur Familie halte ich für nicht notwendig. Und das ist ja auch nicht diskriminierend. Es gibt ja auch Menschen, die eben keine Familie gründen — aus welchem Grunde auch immer. Sie werden natürlich (weil sie nicht, wie die Familie, besonders gefördert werden) höher besteuert. Genau wie bei Alleinstehenden sehe ich das auch bei Homosexuellen. Sollen sie in ihren vier Wänden ihrem Verlangen nachgehen. Aber ich finde, es muß auch nicht unbedingt sein, daß sie sich in exhibitionistischer Art präsentieren auf irgendwelchen Straßenfesten etc. So etwas stört nur die öffentliche Ordnung."
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#6 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 12:51hberlin
  • Antwort auf #5 von hw
  • eujeujeu, oh jemine... da kommts aber heftig. Das wollen wir unserm herve aber nicht unterstellen siehe seinen beitrag zu "Mach mir den Brüno".
    der mann leidet nur an ironie & humor. Denn der ist, wenn man/n selbst über sich lachen kann.
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#7 Melvin
  • 16.07.2009, 14:30h
  • Bei aller "Blödelei" meinerseits ... let's get serious:

    "So erklärte ein Parlamentsausschuss im vergangenen Jahr, dass Schwule "die nationale Sicherheit" bedrohen würden und "Homosexualismus, Lesbiertum und andere sexuelle Perversionen … nicht mit den moralischen Prinzipien der Gesellschaft in Einklang zu bringen sind"

    Die Herrschaften, die solchen Schwachsinn verzapfen, sollten anfangen sich - nach langer Isolation - in der Welt umzusehen, dann könnten sie u.a. folgendes lernen:

    Wo Homosexuelle als Bereicherung und nicht als Bedrohung empfunden werden, blüht das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben von Städten, *Stadtteilen und Staaten.

    Wer Menschen, wegen ihrer sexuellen Identität, verteufelt und ausgrenzt hat einen potenziellen "Unruhe-Herd" am Hals, der sich (wir leben schließlich in einer globalisierten Welt) immer wieder entladen wird.

    Gesellschaftlich anerkannte Schwule und Lesben sind eine enorme Bereicherung für die Kultur und Wirtschaft eines Staates, denn (Klischee oder nicht), das Potenzial dieser Bevölkerungsteile ist beträchtlich.

    *Vor einigen Tagen sah ich bei "TIMM-TV" eine hochinteressante Dokumentation über San Franciscos "Castro" Stadtteil, von dem einst ("Harvey Milk") die weltweite Schwulen- und Lesbenbewegung entscheidende Anstöße erhielt und später die hocheffektive und von den Regierungen gefürchtete militante "Act Up" Bewegung (Widerstand gegen Tatenlosigkeit von Offiziellen beim Kampf gegen AIDS, weil man idiotischerweise davon ausging, das beträfe "ja nur" schwule Männer und für diese "Perversen" müsse man keine Steuergelder verschwenden, die seien ja selbst Schuld an ihrem Schicksal).

    Dieser Stadtteil "Castro" also war vor dem verstärkten Zustrom von Gays and Lesbians ein heruntergekommenes, konservatives Viertel. Milk und seine Mitstreiter verwandelten das "Castro" in ein Schmuckstück, in dem die Wirtschaft expandierte (und zwar nicht nur schwule Bars, Kneipen und Clubs, sondern alle Bereiche des täglichen Lebens). Als AIDS zu einer Panik und Lähmung der Community führte, entstand "Act Up" und erreichte mit aggressiven Akionen (Besetzungen von Rathäusern, Attackierung von untätigen Politikern usw.) ein Umdenken im Umgang mit HIV und AIDS.

    Dann erholte sich die Community langsam aus ihrem Schock und es gab wieder viel Optimismus und Lebensfreude.

    Heute ist der "Castro" Bezirk wieder DAS BLÜHENDE Stadtviertel San Franciscos, mit der höchsten Sicherheit für seine Bewohner, in dem sich auch sehr viele, besonders heterosexuelle Senioren, sicher und wohl fühlen. Hier schicken Eltern ihre Kinder vorzugsweise zur Schule, weil sie wissen - auch für ihre Kinder ist dies der sicherste Stadtteil San Franciscos (soviel zum Märchen der schwulen Kinderschänder, eine üble Propaganda, um uns zu schaden).

    Und die Ukraine sollte dringend versuchen im 21. Jahrhundert anzukommen. In Jahrzehnten der Isolation ist offenbar der Blick für die Realität abhanden gekommen.

    Melvin
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#8 gatopardo
  • 16.07.2009, 15:13h
  • Antwort auf #7 von Melvin
  • Gleich um die Ecke bei Euch liegt der Stadtteil Chueca in Madrid, der durchaus mit dem Castro in SFO verglichen werden kann. Wo sonst gibt es eine solche Vielfalt an sicheren Orten wie hier, wo die Schwulen vor 30 Jahren einzogen und aus einem heruntergekommenen Drogenviertel eine heute sogar für Heteros attraktive bunt gemischte Restaurant-Einkaufs- und Vergnügungsmeile gemacht haben ?
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#9 fipsAnonym
  • 16.07.2009, 16:23h
  • Antwort auf #7 von Melvin
  • da es die hälfte deines beitrages ausmachte:

    castro ist mittlerweile eine cash-maschine für die immobilien-industrie.

    eine eigene krankheit oder des mitbewohner, des freundes oder lebensgefährten und du fliegst raus aus der timm-welt, wenn der mietanteil weg ist.

    de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung.

    www.indybay.org/newsitems/2008/05/20/18500524.php

    auch ein arbeitsloser schwuler lackierer ist ein wertvolles mitglied der gesellschaft.
    auch wenn mittelschichten, egal welcher sexuellen orientierung dies gerne ausblenden.

    die-linke.de/

    letztens hier gesehen:

    On July 9th, 2009 HIV and AIDS activists from all over the North East in the U.S. came together in D.C. to stage a protest in the Capitol Rotunda. They chained themselves together, had t-shirts, posters, news outlets organized, and a massive banner to call attention to their three major demands. These demands are: to lift the federal ban on needle exchange, increase funding to the AIDS Global Fund, and provide housing (support HOPWA). 26 people were arrested for unlawful gathering, disorderly conduct, and disturbing the peace (essentially a noise violation

    www.youtube.com/watch?v=709lhb9dzkE

    www.youtube.com/watch?v=j8t3JW9R9aQ
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#10 Rio ReisserAnonym