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Der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton hat sich bei einer Konferenz in Washington für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ausgesprochen.

Direkt auf die Homo-Ehe angesprochen, antwortete der 62-Jährige: "Ja, ich persönlich bin dafür, dass Menschen das machen sollten, was sie wollen." Es sei falsch, die Ehe einem Teil der Bevölkerung zu verbieten. Er sagte, dass seine eigene Meinung zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe einem "Evolutionsprozess" ausgesetzt gewesen sei.

In den letzten Monaten haben mehrere demokratische Senatoren und Gouverneure ihre Meinung zur gleichgeschlechtlichen Ehe geändert und unterstützen nun die Ehe-Öffnung. Auch eine klare Mehrheit der demokratischen Wähler spricht sich für eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus.

In seiner Zeit als Präsident hat der Demokrat Clinton – wie heute auch Barack Obama – die gleichgeschlechtliche Ehe stets abgelehnt. Trotzdem galt er als Hoffnungsträger für Schwule und Lesben, konnte seine Versprechen aber nur teilweise umsetzen. 1996 hat er das das "Gesetz zum Schutz der Ehe" unterzeichnet, mit dem nur eine "Verbindung zwischen Mann und Frau" vom Bund als Ehe anerkannt wird. Deshalb werden schwul-lesbische Ehepaare, die etwa in Massachusetts oder Connecticut geheiratet haben, etwa bei der Bundeseinkommenssteuer wie Fremde behandelt. Clinton stand damals einem sehr konservativen Kongress gegenüber, den er mit der Unterschrift milde stimmen wollte. (dk)