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Daniel Radcliffe wendet erneut Zaubertricks an, um das Böse zu besiegen. Der Schauspieler freut sich, dass er so viele schwule Fans unter den Muggels hat.

Von Christian Scheuß

Brauchen wir noch viele Worte über den Inhalt des neuen Harry Potter-Abenteuers verlieren? Sicherlich nicht, es ist auf allen Kanälen zu lesen: Lord Voldemort ist zurück, die Todesser sind verdammt hungrig und Dumbledore konzentriert sich eher darauf, Harry auf die kommende Entscheidungsschlacht vorzubereiten. Eine Art Onkel von Miraculix wird dazu engagiert, der dem 20-jährigen Daniel Radcliffe, der einen 16-jährigen Zauberlehrling spielt noch allerlei Säfterührerei beibringt.

Tja, und dann kommen neben den Feinden von außen auch noch die Triebe von innen in die Quere. Harry fühlt sich sehr heterosexuell und immer stärker zu Ginny Weasley hingezogen – was ihr Freund Dean Thomas überhaupt nicht lustig findet … und ihr großer Bruder Ron erst recht nicht. Ron hat allerdings genug mit sich selbst zu tun, seit Lavender Brown ihn mit Aufmerksamkeiten überschüttet. Gleichzeitig kocht Hermine vor Eifersucht, will aber ihre Gefühle auf keinen Fall zeigen.

Youtube | Offizieller dt. Trailer

Nur ein Schüler bleibt inmitten dieser knospenden Romanzen völlig unbeeindruckt. Er ist anders als die Anderen. Er will unbedingt Eindruck machen – und sei es mit dunklen Machenschaften. Während alle Welt verliebt ist, bahnt sich eine Tragödie an, die Hogwarts unwiderruflich verändern könnte. Wenn es nicht noch zwei weitere Kinofilme in der Pipeline gäbe.

Nein, wir sehen Daniel Radcliffe im Film nicht nackt auf Pferden sitzen, die Chance hätten wir vor drei Jahren im Theaterstück "Equus" gehabt, das im Londoner Westend lief. Und die verrücktspielenden Hormone der Teenager reichen gerade mal für sehnsüchtige Blicke und zarte Küsse. Und dennoch gibt es genug homophiles im Umfeld der neuen Fantasyschlacht zu entdecken. Da wäre zum Beispiel der Schauspieler Freddie Stroma, der sein Debüt am Zauberer-Esstisch gibt. Stroma modelte vor Hogwarts ganz weltlich für Unterhöschen. Dank Youtube können wir ihn leicht bekleidet bewundern.

Daniel Radcliffe gibt sich derweil betont gayfriendly. In einem Interview mit dem Magazon "Moviefone" gesteht er, dass er sich seines "schwulen Gesichts" bewusst sei. Er habe viele schwule Freunde und er würde öfter für Gay gehalten, wenn er mit Leuten zusammentreffe. "Das ist prima. Es ist immer gut, sie im Unklaren zu lassen", lacht er.

Nicht zuletzt gibt es mit dem väterlichen Dumbledore auch in der Story einen inzwischen offiziell schwulen Charakter. Buchautorin J.K. Rowling hatte während einer Lesung vor ein paar Jahren diese kleine Sensation verraten. Wie der neue Aspekt dieser schillernden Romanfigur in der Kinoadaption umgesetzt wird, das bleibt erst einmal unser kleines Zaubergeheimnis.

Youtube | Eigenartiger Zaubertanz von Freddie Stroma


59 Kommentare

#1 Absurde LogikAnonym
  • 16.07.2009, 17:20h
  • Tja, und so wird die Harry-Potter-Story erwartungsgemäß endgültig zu einem Machwerk heteronormativer Zwangssexualisierung der jungen Zuschauer, in dem schwule Jungs - dem *natürlichen entwicklungspsychologischen Lauf entsprechend* keinen Platz haben! Daran ändert auch alles "gayfriendly"-Gefasel von Mr. Radcliffe nichts. Aber halt: Wir haben ja Brüno!
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#2 seb1983
#3 alexander
#4 Tim_ChrisProfil
  • 16.07.2009, 18:49hBremen
  • Antwort auf #1 von Absurde Logik
  • Wie sollte denn die Handlung ablaufen, damit sie nicht zu einem Machwerk heteronormativer Zwangssexualisierung wird? Sollte sich Harry in Ron verlieben? Hermine in Gini?
    Mit Dumbledore gibt es bereits einen, wenn auch eher versteckten, Schwulen und an Prof. Snape hätte sicher auch jeder Psychiater seine helle Freude am Aufdecken unterdrückter Sexualität oder unterwürfiger Anbetung. Ein interessanter Charakter, der für meine Begriffe mehr als nur das Unheimliche repräsentiert.
    Es ist ein Märchen bei dem, zumindest in den Büchern, das Mystische im Vordergrund steht und keineswegs die sexuelle Entwicklung der Hauptdarsteller.
    Schaut man sich die Nebendarsteller an, dann kann man sicher in einige homosexuelle Gefühle interpretieren.
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#5 Absurde LogikAnonym
  • 16.07.2009, 19:15h
  • Antwort auf #4 von Tim_Chris
  • Selbstverständlich spielen Erotik und Sexualität insbesondere in der massenwirksamen Verfilmung eine wichtige Rolle. Und warum verdammt nochmal kann sich da nicht mal ein Junge in einen Jungen verlieben? Entweder man stellt alle sexuellen Identitäten gleichberechtigt dar und erweckt nicht immer und überall den Eindruck, dass es nur eine einzige Identität gibt, oder man lässt es ganz bleiben mit der Darstellung von Sexualität/sexueller Identität! Es ist freilich kein Zufall, dass das so ist, und ändern wird es sich nur dann, wenn wir das endlich konsequent einfordern und Bewusstsein dafür schaffen! Solange wir das aber nicht tun, kann man sich auch jede geheuchelte Empörung über die zunehmende Homophobie und homophobe Gewalt gerade unter jungen Menschen sparen.
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#6 bebachterAnonym
#8 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 00:12h
  • Antwort auf #4 von Tim_Chris
  • wer glaubt wird selig und wer nicht, der wird in den schwulen himmel

    oh oh gott welche wichtigen dinge werden da beschrieben........dinge die die welt nicht brauch

    guts nächtle und bis zom nächschte mol in diesem komischa theatr.

    als next für ohgout adele
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#9 syndonymAnonym
#10 Der NordenAnonym