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Eine katholische Lobbygruppe hat einen "Kreuzzug für die traditionelle Ehe" in drei US-Bundesstaaten gestartet, in denen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben verhindert oder rückgängig gemacht werden soll.

Die "Amerikanische Gesellschaft für die Verteidigung von Tradition, Familie und Eigentum" (TFP) hat angekündigt, mit Aktionen und Demonstrationen in den Staaten New York, Maine und Rhode Island zu beginnen. Maine hat bereits im Mai die Öffnung der Ehe beschlossen (queer.de berichtete), in New York und Rhode Island wird das derzeit in den Parlamenten diskutiert.

Die 1973 gegründete Gruppe sieht sich als Verteidiger traditioneller katholischer Werte und lehnt daher jede Anerkennung von Homosexualität ab. Bei ihrem "Kreuzzug" verteilen Mitglieder Handzettel mit der Aufschrift: "Zehn Gründe, warum homosexuelle ‚Ehe’ schädlich ist und warum sie abzulehnen ist". Darin wird aufgeführt, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen "unnatürlich" seien und einen schlechten Einfluss auf Heterosexuelle hätten. Es sei wichtig, dass moralisch agierende Menschen zu allen Zeiten gegen unchristliches Verhalten vorgingen, heißt es weiter. Daher sei der Begriff "Kreuzzug" auch gerechtfertigt.

"Wie Falschgeld ist auch die homosexuelle Ehe keine echte Ehe. Sie ist moralisch falsch, voller Sünde, erzürnt Gott und ist gegen das Naturgesetz", erklärte TFP-Sprecher John Ritchie. "Zu sagen, dass die Ehe etwas anderes ist als die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist einfach Realitätsverweigerung." Eltern würden es nicht befürworten, dass Homo-Aktivisten ihren Kinder erzählten, der "homosexuelle Lebensstil" sei in Ordnung. "Es ist Teil der Anstrengung der homosexuellen Bewegung, die sexuelle Revolution in die Durchscnittskultur zu holen und damit Gott und seine Gesetze aus dem öffentlichen Raum zu verbannen."

Die katholische Organisation hat über 130 Mitarbeiter und hat sich in den letzten Jahren vor allem mit Aktionen gegen Kinofilme hervorgetan, die nach Meinung der Mitglieder unkatholisch waren. So wurde 2006 rund 2.000 Demonstrationen vor Kinos in den ganzen USA abgehalten, die den Film "The Da Vinci Code – Sakrileg" zeigten. Dabei wurden die TFP von hochrangigen Bischöfen unterstützt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

57 Kommentare

#1 BigmusclebearistAnonym
  • 17.07.2009, 16:21h
  • "Wie Falschgeld ist auch die homosexuelle Ehe keine echte Ehe. Sie ist moralisch falsch, voller Sünde, erzürnt Gott und ist gegen das Naturgesetz."

    Das ergibt doch überhaupt gar keinen Sinn. Wie kann die homosexuelle Ehe Gott erzürnen, wenn er doch selber stockschwul ist.
    Der treibt's doch im Himmel mit all den anderen geilen Kerlen. Dann würde er ja selbst moralisch falsch und voller Sünde handeln und gegen seine eigenen Gesetze verstoßen.
    Gott der Sünde zu bezichtigen, das ist doch glatt Blasphemie, was die Katholiken da betreiben.
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#2 Adrian
  • 17.07.2009, 16:45h
  • Ich wünsche mir, dass viele Schwule und Lesben diesen Artikel von Dennis Klein lesen und VERSTEHEN!

    Wer hat uns schwulen Männern und lesbischen Frauen "den Krieg erklärt?"

    Wer hat den Schritt ins 21. Jahrhundert nicht vollzogen?

    Wer will sich nicht damit abfinden, dass Staat und Religionen strikt getrennt sein sollten?

    Wer meint seine "verschrobenen und veralteten Moralvorstellungen" der gesamten Gesellschaft (ob religiös oder atheistisch) aufzwingen zu können?

    Wehret den "Anfängen!"
    Stoppt religiöse Fanatiker!
    Wehrt Euch gegen die Unterwanderung von Parlamenten und Regierungen durch religiöse Fundamentalisten!

    Adrian

    P.S. Und jetzt habe ich sicher wieder unseren lieben Süd-Troll (Norbert) am Hals ...
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#3 hwAnonym
  • 17.07.2009, 16:48h
  • T-F-P

    P:

    "..Als einzige internationale Behörde [privat !!!] untersuchte die Federal Reserve 2002 die Finanzen des Vatikans im Hinblick auf die in den USA anfallenden Zinsen; mit dem Ergebnis, dass der Vatikan in den USA über rund 600 Millionen Dollar in Wertpapieren verfügte und weitere 273 Millionen in Joint Ventures mit amerikanischen Partnern investiert hatte. In Italien gibt es Zahlen dazu nur aus den sechziger Jahren, als die Regierung das Aktienvermögen des Vatikans auf 90 Milliarden Lire bezifferte; das entspräche heute 776 Millionen Euro. Curzio Maltese jongliert für seine Hochrechnung mit schwindelerregenden Zahlen und muss am Ende doch einräumen: „Ohne genaue Zahlen wird das Hab und Gut der Kirche zu einer metaphysischen, geheimnisumwitterten Größe.“

    Das gilt auch für die Geschäfte der Vatikanischen Bank IOR. Sie verwalte nach „vorsichtigen Schätzungen“ rund fünf Milliarden Euro als Einlagen und biete - bisher jedenfalls – „eine bessere Verzinsung als die besten Hedge-Fonds und einen unbezahlbaren Vorteil: das absolute Bankgeheimnis“. Sie unterliege keinen externen Kontrollen, gebe keine Scheckbücher aus und vollziehe ihre Transaktionen zum Großteil in bar oder in Goldbarren, „ohne eine Spur zu hinterlassen“. Als Johannes Paul II. Mafiosi exkommunizierte, sei die Mafia empört gewesen, weil sie ihr Geld doch bei der Vatikanbank gebunkert habe.

    Seit den Lateranverträgen – dem von Mussolini geschlossenen Konkordat – verfügt der Vatikan über umfangreiche materielle Privilegien, unter anderem Steuerfreiheit für das Eigentum und die Bewohner des Vatikans, Zollfreiheit für alle Importwaren, einen eigenen Bahnhof auf Kosten des italienischen Staats und staatliche Besoldung der Religionslehrer für den Religionsunterricht an allen weiterführenden staatlichen Schulen. Allein 700 Millionen Euro im Jahr zahlen Staat und Kommunen als Zuschüsse für kirchliche Bildungs- und Gesundheitsdienste. Seit 1990 behält der italienische Fiskus acht Promille der Einkommenssteuer für soziale Zwecke ein, die der italienischen Bischofskonferenz (CEI) zufließen; laut Maltese sprudelt damit „ein Geldstrom in die Kassen der CEI, der bald auf eine Milliarde Euro pro Jahr anschwillt“. Doch nur ein Fünftel dieser Summe wende die katholische Kirche tatsächlich für wohltätige Zwecke auf, vier von fünf Euro „dienen der Eigenfinanzierung“.

    Wenn man weiß, dass ein Viertel von Grund und Boden in Rom der Kirche gehören und dass sie in kirchlichen Immobilien in ganz Italien in großem Umfang Hotel- und Tourismuseinrichtungen betreibt; zumeist steuerfrei, da ein entsprechendes Dekret alle Immobilien von der Grundsteuer befreit, die nicht ausschließlich kommerziellen Zwecken dienen. „Tatsächlich“, erläutert Maltese, „verfügen jedes Hotel, jedes Kino und sogar die Buchhandlungen über eine Kapelle oder wenigstens einen religiösen Schaukasten zum Beweis der ’nicht ausschließlich kommerziellen Nutzung’.“

    => KIRCHENAUSTRITT NICHT VERGESSEN !!!

    www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Vatikan-Geld-Curzio-Mal
    tese;art138,2834916


    By the way.....

    FED & KONTROLLE

    2008
    Sexaffäre: Gouverneur Spitzer tritt ab

    www.queer.de/detail.php?article_id=8430

    2009
    "Schmerzt es? Wie die Hölle"

    www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,635808,00.html

    Beim Bordellbesitzer des Etablissements in New York, über dessen Besuch der Gouverneur Spitzer politisch
    stolperte, fanden sich, laut FBI , 3 Pässe für seine Person, zwei davon waren isrealische.

    Man muss 100 Bankster zu je 15 Jahren Haft, bei Vermögenseinzug und Berufsverbot, verurteilen,
    statt biblisch einen Sündenbock zu bauen : Madoff, 150 Jahre !!! yo.
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#4 Katrin
  • 17.07.2009, 17:06h
  • Wäre Gott hetero hätte er zuerst Eva erschaffen. Kain und Abel wären dann als Halbgötter in die Welt gekommen. Auch hätte er Erzengelinnen statt Engeln erschaffen. Statt dessen hat er zuerst Adam gemacht, das war sogar eine Rippe wert und erst als man nach ausgibigem Geschlechtsverkehr und viel Liebe merkte, dass es mit der Menschheit nicht vorran ging, hat Gott Eva erschaffen. Sie war ihm allerdings zuwieder und so musste Adam ran und die Zwillinge sind halt keine Halbgötter geworden. So alles nachzulesen in der "Schöpfung". Und selbst die Schlange, die alles Unglück über die Welt gebracht hat, ist feminin. Aber auch später hatte Gott sein Problem mit den Weibern, dass sieht man ja an der unbefleckten Emfängniss der Maria. Wogegen Gott sich mit Männern nie schwer tat, siehe Moses.

    Tja, da sind die Kreuzzügler auf dem falschen Dampfer gelandet und Gott wird sie bestrafen und verlassen und Seuchen über sie bringen. Auf alle Fälle aber wird er dafür sorgen, dass sich die Kreuzzügler lächerlich machen und im Randgruppendasein landen.
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#5 fipsAnonym
#6 Absurde LogikAnonym
  • 17.07.2009, 19:13h
  • Immerhin gibt es dort inzwischen einen Regierungschef, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf nationaler Bühne gegen Hass und Diskriminierung und für die Gleichberechtigung von Homosexuellen eintritt. Und er macht das nicht isoliert oder sporadisch, sondern ordnet es immer wieder in den gesellschaftlichen Gesamtkontext aller Formen von Diskriminierung ein.

    Aus der gestrigen Rede von Barack Obama vor der "National Association for the Advancement of Colored People" (NAACP), anlässlich ihres 100jährigen Bestehens:

    Make no mistake, no mistake: the pain of discrimination is still felt in America,” Mr. Obama said, by African-American women who are paid less for the same work as white men, by Latinos “made to feel unwelcome,” by Muslim Americans “viewed with suspicion” and by “our gay brothers and sisters, still taunted, still attacked, still denied their rights.”

    www.nytimes.com/2009/07/17/us/politics/17obama.html?_r=1&hp

    edition.cnn.com/video/#/video/politics/2009/07/16/sot.obama.
    naacp.entire.cnn
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#7 Katrin
#8 fipsAnonym
#9 SmartiSaar
  • 17.07.2009, 19:53h
  • Antwort auf #2 von Adrian
  • Danke Adrian, besser hätte ich es auch nicht formulieren können.

    Da werden alte Vorurteile, Unwahrheiten und Klischees in einen Topf geschmissen umgerührt und fertig ist die katholische Suppe.

    Wann begreifen die Fundamentalisten das es so nicht geht!?

    Einen Kreuzzug wollen sie führen oh bitte da freu ich mich jetzt schon drauf, die sind doch alle so argumentativ schwach da brauch ich nur eine Hirnhälfte an zu strengen um die in Grund und Boden zu reden und zwar mit Fakten.

    Da dürfen wir uns jetzt ja schon drauf freuen das hier bei uns auch bald wieder einer dieser Hanseln sein verlogenes Maul auf macht.

    Wann reagieren die Staaten dieser Welt endlich uns stopfen solchen Typen ihre Schandmäuler.

    Keine Religion (Sekte) o. ä. Organisationen haben sich über den Rechtsstaat zur erheben bzw. dessen Gesetze in Zweifel zu ziehen.

    Und noch was für alle Gläubigen, ES GIBT MIT ALLGERGRÖSSTER WAHRSCHEINLICHKEIT ÜBERHAUPT KEINE GOTT
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#10 Absurde LogikAnonym
  • 17.07.2009, 20:05h
  • Antwort auf #9 von SmartiSaar
  • Nicht zuletzt ist es erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit sie ihre eigenen historischen Verbrechen (Stichwort "Kreuzzüge") in moderne Hass-Rhetorik übernehmen und darauf scheinbar auch noch extrem stolz sind. "Liebe deinen Nächsten"!
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