Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10774
  • 20. Juli 2009, noch kein Kommentar

"Wilco (the album)" ist der siebte Streich der amerikanischen Rockband

Von Carsten Weidemann

Es ist ihr siebtes Album, und nach Meinung vieler ihr bestes. Mit "Wilco (the album)" haben Wilco alle Hoffnungen und Erwartungen erfüllt: Elf Songs kennzeichnen ein Album, das so ausgeglichen und homogen und dabei so abwechslungsreich und divers ist, wie es eigentlich nur Wilco zustande bekommen.

Dabei verlief die Geschichte der Aufnahmen diesmal auf eher weniger geradlinigen Pfaden. Im Oktober 2008 zogen Wilco sich ins bandeigene Studio "The Loft" in Chicago zurück, in denen die Alben der letzten zehn Jahre entstanden, um die neuen Songs auszufeilen und erste Basistracks einzuspielen. Und als sie nach ein paar Wochen eine Pause einlegten, um mit Neil Young auf Tour zu gehen, gingen alle davon aus, dass sie danach ins Studio zurückkehren würden. Allerdings sollte alles anders kommen. Ende Dezember wurden Tweedy, Stirratt, Kotche und Sansone von Neil Finn (Crowded House) nach Neuseeland eingeladen, um an dessen "7 Worlds Collide"-Projekt teilzunehmen, das eine Benefiz-Compilation sowie eine Kurztournee mit Johnny Marr, Phil Selway und Ed O’Brien (beide Radiohead), Neils Sohn Liam und Lisa Germano umfasste. Producer für das Album war Jim Scott, der als Mixer mehrerer Wilco-Alben bereits bestens mit der Band vertraut war.

Das Wiedersehen sollte sich als entscheidend herausstellen, denn nachdem die Arbeit an "7 Worlds Collide" abgeschlossen war, entschlossen sich Tweedy und Co., dem nasskalten Winter Chicagos zu entkommen, indem sie einfach in Neuseeland blieben und es sich in Finns Roundhead-Studios bequem machten. Erst nach ein paar Wochen ging es dann mit Scott und einem Haufen Inspiration und Visionen zurück ins Loft, wo man die Fäden wieder aufnahm und das Album schließlich fertigstellte.

Diese Entstehungsgeschichte kann man hören: Selten wirkte ein Album so leichtfüßig und schwerelos. "Wilco (the album)" verfügt trotzdem über eine Fülle von unterschiedlichen Klängen und einer immensen emotionalen Tiefe.