Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10794

Am Dienstag ist ein Mann in Berlin-Schöneberg offenbar wegen seiner Homosexualität am helllichten Tag zusammengeschlagen und verletzt worden.

Der Vorfall ereignete sich gegen 15:40 Uhr in der Passauer Straße: Ein unbekannter Täter machte sich nach Angaben der Polizei in Gegenwart eines 37-Jährigen über Homosexuelle lustig. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlug der Täter dann auf das Gesicht des Schwulen ein, der dabei leicht verletzt wurde. Ein Rettungswagen der Feuerwehr brachte ihn zur anschließend zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Der Schläger flüchtete gemeinsam mit einem Begleiter. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen, da es sich bei dem Vorfall um einen politisch motivierten Anschlag handeln könnte.

In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Übergriffen auf Schwule in Berlin. Im Juni demonstrierten deshalb Homo-Aktivisten vor einem Schnellimbiss gegen die Gewalt (queer.de berichtete). Der Imbissbesitzer soll zuvor schwule Gäste beleidigt und mit einer Eisenstange angegriffen haben. (dk)



128 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 22.07.2009, 16:15h
  • Jede Partei und jeder Politiker, die Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle weiter nicht gleichstellen wollen sind an solchen Verbrechen mitschuldig, da sie uns als Menschen 2. Klasse hinstellen und damit den Tätern Rechtfertigung geben. Die Täter der Worte sind genauso schuldig und haben ebensoviel Blut an ihren Händen, wie die willigen Vollstrecker der Taten.

    Und das gilt für jede Art von körperlicher Gewalt, psychischer Gewalt, Beleidigung, Diskriminierung, Lächerlichmachen, Ausgrenzung, Schikane, etc.

    Im 21. Jahrhundert wird es Zeit, dies nicht mehr zuzulassen und unsere große Macht (derer wir uns leider nicht immer bewusst sind) auch zu nutzen!! Würden wir solche Parteien und Politiker konsequent nicht mehr wählen, würden sie sehen, wieviele wir sind und dass es ohne uns nicht geht. Dann würden sich alle diese innerhalb kürzester Zeit wenden und wir würden staunen, wie schnell das geht..

    Es wird Zeit, endlich etwas zu ändern!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 bananasEhemaliges Profil
  • 22.07.2009, 16:41h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Dafür wird gerade Bushidos Leben verfilmt, wie ich heute las. Ich kanns kaum fassen. Verkehrte Welt, oder ?

    Pikant: Seine Mutter spielt die, von mir verehrte, Hannelore Elsner.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 exberlinerAnonym
#4 Melvin
  • 22.07.2009, 19:43h
  • In den U.S.A. bemüht sich Präsident Obama das sog. "Hate Crime" Gesetz auf Bundesebene zu erlassen. Straftaten, deren Motiv der Hass auf bestimmte Bevölkerungsgruppen (ethnische, religöse oder sexuelle) ist, werden dann deutlich schärfer bestraft.

    Es ist Wahlkampf in Deutschland:

    WELCHE PARTEI WILL EIN DERARTIGES GESETZ AUCH BEI UNS EINBRINGEN?

    Schwule und Lesben sind Wähler/Wählerinnen und ... wenn sie nicht dumm sind, werden sie sich dessen langsam mal *bewußt.

    Melvin

    P.S. Jetzt bitte keine abtörnenden Sprüche, wie "wenn Wahlen etwas verändern könnten, wären sie längst verboten ..." oder ähnliche. Kann ich heute gar nicht drauf (und würde dann unangemessen ruppig reagieren)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 TrudeAnonym
#6 exberlinerAnonym
  • 22.07.2009, 20:00h
  • Antwort auf #4 von Melvin
  • Hm, ich glaube schon, das es Parteien gibt, die derartige Gesetze auch umsetzen würden, nur leider scheitern diese meistens an den Mewhrheiten im Bundestag.

    So ist es doch beispielsweise so, das zwei Drittel der Anträge, die von der Partei DIE LINKE eingebracht werden, an den selbst ernannten Volksparteien scheitern.

    Das die CDU an derartigen Gesetzen kein Interesse hat, sollte ja einleuchten.

    www.youtube.com/watch?v=dgsNB8JKDd8
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Absurde LogikAnonym
  • 22.07.2009, 20:12h
  • Antwort auf #4 von Melvin
  • Ein Gesetz gegen Hassverbrechen (einschließlich der ganz alltäglichen Hassrede) ist EINE Komponente politischen und gesellschaftlichen Handelns gegen die gerade unter jungen Menschen deutlich zunehmende Homophobie.

    Bevor in dieser Hinsicht aber irgend etwas Grundlegendes geschieht, stellt sich für mich die Frage, welcher Spitzendkandidat zur Bundestagswahl es in diesem Lande überhaupt fertigbringt, den Kampf gegen die verstärkt um sich greifende Schwulenfeindlichkeit und die dringend zu verwirklichende, uneingeschränkte Gleichberechtigung von Homosexuellen endlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf nationaler Bühne und für alle sichtbar als das zentrale Menschenrechtsthema anzusprechen, das es nun einmal ist???!!! Bis jetzt habe ich dazu von keiner dieser Herrschaften auch nur ein einziges Wort gehört. Einige von denen bilden sich nach meinem Eindruck ohnehin ein, die Stimmen unserer Community schon lange in der Tasche zu haben. Es liegt an uns, ihnen in aller Deutlichkeit das Gegenteil zu vermitteln!

    Keine schwule oder lesbische Stimme für eine Partei, deren Spitzenkandidat(en) das jetzt nicht konsequent in die nationale Debatte einbringt und sich auf einen umfassenden Aktionsplan gegen Homophobie auf allen Ebenen - und vor allem dort, wo junge Menschen ihre Sexualität entdecken und ihr Miteinander einüben - verpflichtet!

    Umso erstaunter bin ich auch, dass mein Aufruf im letzten Gewalt-Thread (vor rund zwei Wochen), JEDER hier möge seine persönlichen Erfahrungen mit der ganz alltäglichen Homophobie und homophoben Gewalt schildern und daraus seine politischen Forderungen ableiten, damit wir (oder queer.de) bis zum Beginn der heißen Phase des Wahlkampfes möglichst Dutzende, wenn nicht Hunderte oder Tausende persönliche Erlebnisse und Plädoyers an die Kandidaten weiterleiten können, auf kollektiv taube Ohren gestoßen ist. Eigentlich wollte ich zunächst ja nur eine Diskussion über die genaue Ausgestaltung einer solchen Aktion anstoßen, aber auch dazu kam bis heute leider null komma nichts!

    Da kann ich nur sagen: Wenn wir mit solcher Blindheit geschlagen sind angesichts der zunehmenden Homophobie in dieser Gesellschaft und uns schon ein solcher kurzer (aber enorm wichtiger) persönlicher Beitrag zuviel Aufwand ist, brauchen wir uns anschließend über die verheerenden Folgen nicht zu wundern oder zu empören. Es liegt zu einem großen Teil in unserer Hand, ob sich etwas bewegt oder nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Melvin
  • 22.07.2009, 20:12h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • @ Flo

    So ist es! Deshalb plädiere ich dafür, nicht immer neue Organisationen zu gründen bzw. zu fordern, sondern bestehende (LSVD u.a.) zu nutzen, als Interessenvertretung. Denn eines ist auch klar: Unorganisiert und vereinzelt werden Schwule und Lesben in der Politik nicht beachtet.

    Gruß
    Melvin
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Absurde LogikAnonym
  • 22.07.2009, 21:02h
  • Antwort auf #8 von Melvin
  • Wer anderen einreden möchte, sie bräuchten den LSVD, um sich zu "organisieren", sagt nicht nur die Unwahrheit, sondern scheint an einer wirklichen Mobilisierung der Basis jenseits der Verbandsklüngelei nicht interessiert zu sein. Kein Wunder, dass es so nicht vorwärts geht!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Absurde LogikAnonym
  • 22.07.2009, 21:33h
  • Antwort auf #9 von Absurde Logik
  • PS: Wir sind beispielsweise hier bei queer.de keineswegs "vereinzelt", nicht wenige User verfügen über ein weitaus kritischeres Bewusstsein und haben deutlich bessere Ideen, als ich sie bis jetzt bei den etablierten Status-quo-Organisationen erlebt habe, und uns zu organisieren, liegt an uns selbst!
  • Antworten » | Direktlink »