Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10797
  • 23. Juli 2009, noch kein Kommentar

Der Graffitikünstler und AIDS-Aktivist starb im Jahr 1990 mit 31 Jahren. Die Doku, die jetzt im Kino startet, bringt uns sein kurzes und wildes Leben zurück.

Von Carsten Weidemann

Keith Harings Erbe ist überall um uns herum. Seine Bilder sind überall, an Wänden, auf Postern, T-Shirts, Uhren, in unseren Erinnerungen und Fantasien – moderne Ikonographien.

"Kunst ist für Jeden.", so formulierte es Keith Haring, als er die Bedeutung seiner stilisierten Silhouetten zusammenfasste, mit denen er Straßen auf der ganzen Welt dekorierte. Ein echtes soziales Phänomen, das die Kunst der Gegenwart im Zeitraum von nur einer einzigen Dekade (1980-1990) revolutionierte.

Haring, die vielleicht am meisten gefeierte Persönlichkeit in einem Jahrzehnt der Persönlichkeiten – den 80er Jahren – baute seinen Ruf als Maler, Graffitikünstler und Designer auch außerhalb der geschlossenen Welt des Kunstestablishments aus, inmitten der Vitalität der Straßenkultur.

Als er mit nur 31 Jahren Opfer der Aids-Epidemie wurde, hatte Haring bereits einen Weg markiert, der weit über seinen amerikanischen Geburtsort hinausging, von Amsterdam bis Australien, von Rio de Janeiro bis Tokio.

Youtube | Trailer zum Film

Ein Jahr vor seinem Tod bat Keith Haring den bekannten Kulturjournalisten und Biograf John Gruen darum seine Lebensgeschichte aufzuschreiben (Keith Haring: The Authorized Biography. Simon and Schuster, New York, 1991). Ausschnitte der Original-Tonaufnahmen der dafür aufgenommenen Interviews sind im Film enthalten, darunter auch Harings lebhafter Bericht seiner Beteiligung in der New Yorker Untergrundkunstwelt und homosexuellen Subkultur.

Haring wird in der vielschichtigen Rekonstruktion seines Aufstiegs – angefangen bei seiner Kindheit – wieder zum Leben erweckt. Eine sorgfältige Erkundung des Hintergrunds und der Karriere eines der beliebtesten und bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Regie führte die in Dänenmark geborene und in Rom lebende Christina Clausen. Neben Arbeietn für das Fernsehen war sie auch als Kuratorin mehrerer audiovisueller Projekte für Ausstellungen gegenwärtiger Kunst in italienischen Museen tätig. Von Harings Leben und Werk ist sie besonders beeindruckt: "Indem wir Audio-Ausschnitte mit Keiths eigener Stimme nutzen, um den Film zu erzählen, wurde es für mich möglich, den Zuschauer in engen Kontakt mit diesem außergewöhnlichen jungen Mann zu bringen – der einer der symbolträchtigsten und bedeutendsten Künstler des ausgehenden 20. Jahrhunderts bleibt."