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Darren Hayes, der frühere Sänger der australischen Popband Savage Garden, hat sich bewschwert, dass die Medien das Thema Homosexualität ohne Niveau behandelten.

Dem britischen Schwulenmagazin "Gay Times" sagte der 37-Jährige: "Ich habe Probleme insbesondere mit Mainstream-Popmusik und der Fernsehkultur, weil dort Schwule niveaulos dargestellt werden. All diese Klischees übers Schwulsein behindern uns. In Wirklichkeit ist das doch nur eine Charakteristik wie die Augen- oder Haarfarbe. Homosexualität ist eine körperliche Eigenschaft", erklärte Hayes. "Schwul zu sein wird als zügellose Wahl dargestellt. Das regt mich auf. Man ist entweder Graham Norton (extrovertierter britischer Moderato, Red.) oder George Michael, der gerade in einem Park festgenommen wird. Ich bin weder der eine noch der andere."

Hayes kritisierte auch Fernsehserien wie die US-Comedy "Will & Grace", die Klischees über Homosexuelle zementieren würden. "Ich denke, man einigt sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, der besagt, dass es nur zwei Arten von schwulen Männern gibt: Die Schlampe und der betont männliche Typ, der Heterosexuelle imitiert. Beide Dinge haben nichts gemein mit Schwänzen im Mund oder anderen Dingen, die wirklich etwas mit dem Schwulsein zu tun haben."

Die Band Savage Garden bestand Ende der 90er Jahre aus dem ehemaligen Kindergärtner Hayes und dem Musiker Daniel Jones. Mit Hits wie "To The Moon And Back" und "Truly, Madly, Deeply" erzielten sie über 20 Millionen verkaufte Alben. Hayes versucht sich seit Jahren als Solokünstler, konnte aber nie an den Erfolg von Savage Garden anknüpfen. 2006 verpartnerte er sich in London mit seinem Freund Richard Cullen. Mit der Hochzeit outete er sich auch bei seinen Fans (queer.de berichtete). (dk)



#1 MalteAnonym
  • 23.07.2009, 18:33h
  • Da stimme ich teilweise zu! Auch mich regt auf, dass in den Medien immer noch gewisse Stereotype gezeigt werden. Entweder der lustige Mann im Fummel oder der Lederkerl mit Bart a la Police Academy. Selten auch mal der nette aalglatte Typ von nebenan.

    Letztendlich ist Homosexualität nur ein Charakteristikum unter vielen und wir sind genauso vielfältig, verschieden und manchmal sogar verfeindet, wie Heteros auch...

    Aber dennoch sehe ich auch gerne eine Serie wie Will & Grace oder einen Film wie Priscilla, etc. Ich finde mich selbst oder das, worauf ich stehe, zwar da nirgends wieder, finde es aber dennoch unterhaltend...

    Und ich glaube auch, dass gerade Filme, Serien, Musik, etc. viel bewegen können. Wäre nur schön, wenn da nicht immer nur dieselben Stereotypen gezeigt würden.
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#2 Victor
  • 23.07.2009, 18:42h
  • Und doch sind all diese Facetten eben auch Teil der Vielfalt, die unsere Communitiy ausmacht.

    Wer z.B. meint "schrille Typen" oder "Fetish-Freunde" auf CSDs würden unserem Ansehen schaden, dem widerspreche ich entschieden!!! Wer das "nicht aushält", der hat nichts kapiert! Es geht nicht darum uns bis zur Unkenntlichkeit anzupassen, sondern darum, dass wir mit all unserer Vielfalt zur Kenntnis genommen werden.

    Heute ist es mir übrigens völlig gleichgültig, ob eine prüde Nachbarin sich das Maul zerreißt, wenn ich mal mit einer "aufgebrezelten Tunte" (sorry, ich meine das nicht böse - ich liebe Tunten) gesichtet werde. Es geht die Alte schlicht nichts an!

    Und Darren Hayes hat hiermit wiederum Recht: "... mit Schwänzen im Mund oder anderen Dingen, die wirklich etwas mit dem Schwulsein zu tun haben ..."

    So ist es! DAS HAT MIT UNS ZU TUN! Als sexuelle Minderheit ist eben hauptsächlich unsere Sexualität anders, als beim Mainstream und wer das ausklammern will, der ist auf dem direkten Weg in die Assimilation in ihrem schlechtesten Sinne.

    Victor
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#3 jörgAnonym
  • 23.07.2009, 19:03h
  • Die ermüdende Reduzierung von Schwulen auf Stereotype in den Medien (eine Darstellung von "Vielfalt" kann ich da nicht erkennen) dient m. E. vor allem der Abgrenzung der Heteros von den Schwulen. Tunten und Ledermänner (wo gibt 's die noch?) sind für jedermann sofort als Schwule zu erkennen, somit besteht keine Nähe zum Bild, das von Heteros gezeichnet wird. Gefährlich wäre es erst dann, wenn Schwule nicht mehr äußerlich als solche erkennbar wären.
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