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Seit der Öffnung der Ehe in Schweden haben erst elf schwule und 37 lesbische Paare geheiratet – Ärger wegen ihrer liberalen Haltung hat nun die lutherische Kirche des Landes.

Die Zahlen legte das Statistikamt Statistiska centralbyrån vor. Schweden hat die Ehe für Schwule und Lesben zum 1. Mai geöffnet (queer.de berichtete). Das Amt erklärte auch, dass vergangenes Jahr 749 Kinder mit verpartnerten Eltern lebten, 706 davon bei lesbischen Paaren. Viele der Lesben hätten dabei vom Recht auf künstliche Befruchtung Gebrauch gemacht, das gleichgeschlechtliche Paare 2005 erhalten haben. In Deutschland ist künstliche Befruchtung für Lesben derzeit verboten.

Derweil hat die evangelisch-lutherische Kirche des Landes, der acht von zehn Einwohnern angehören, Kritik für ihre homofreundlichen Positionen einstecken müssen. Die Svenska Kyrkan unterstützt seit 2007 die Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule (queer.de berichtete). Jetzt hat die britische Staatskirche gegen diese liberale Haltung protestiert und erklärt, die Schweden "beschädigen das Verhältnis zwischen den Kirchen": "Was hier gemacht wird, ist eine fundamentale Neuausrichtung der christlichen Doktrin der Ehe und eine Neuausrichtung der christlichen Anthropologie", erklärten die englischen Bischöfe Christopher Hill und John Hind in einem Brief. Die Svenska Kyrkan berät gegenwärtig, wie Homo-Ehen auch in Kirchen geschlossen werden können.

In Schweden gibt es seit 1995 Eingetragene Partnerschaften ("registrerat partnerskap"). Sie beinhalteten bei der Öffnung der Ehe bereits die gleichen Rechte und Pflichten wie die heterosexuelle Ehe. Schweden ist das siebte Land, das Schwule und Lesben im Eherecht gleich behandelt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Katrin
  • 23.07.2009, 16:58h
  • Da in Schweden die Partnerschaft die gleichen Rechte hergibt wie die Ehe ist die geringe Anzahl der Eheschliessungen nicht verwunderlich. Es schließen nur die eine Ehe, denen etwas an der kirchlichen Bindung liegt und das ist halt eine Minorität.
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#2 MalteAnonym
  • 23.07.2009, 18:36h
  • Neuen Regierungen gibt man immer erst mal 100 Tage "Schonfrist". Ich finde es echt noch zu früh, um nach nicht mal 3 Monaten schon erste Bilanzen zu ziehen.

    Aber mal ganz abgesehen davon geht es ja auch nicht um die Masse. Die Eheöffnung wird ja nicht anders, nur weil weniger Leute sie in Kauf nehmen.

    Ich würde auch nicht (gerade wenn ich die in Schweden sehr weitreichende eingetragene Partnerschaft hätte) gleich nach Eheöffnung losrennen...

    Wie gesagt:
    erst mal 2-3 Jahre warten und dann sieht das schon ganz anders aus.
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#3 XDAAnonym