Schock kurz vor dem Canal Pride: Einer der Organisatoren des Amsterdamer CSDs, der am kommenden Wochenende stattfindet, wurde auf offener Straße wegen seines Schwulseins verprügelt
Hugo Braakhuis, Gründer und Vorstandsmitglied der Vereinigung "ProGay", hatte sich am Mittwochabend mit einem Kuss von einem Freund vor einer Amsterdamer Bar am Rembrandtplein verabschiedet. Daraufhin wurde die beiden von mehreren Jugendlichen u.a. als "Schwuchteln" beschimpft. Als Braakhuis‘ Freund die Gruppe zur Rede stellten wollte, prügelte einer der Jugendlichen auf ihn ein. Als er zu Boden ging, fiel die ganze Gruppe über ihn und Braakhuis her.
"Ich kann noch immer nicht begreifen, dass mir das passiert ist. In meiner Stadt? In meinem Land?", zeigte sich der CSD-Organisator gegenüber dem "Telegraaf" erschüttert. Nach einem Bericht der Zeitung wurden vier der fünf mutmaßlichen Täter von der Polizei noch am Tatort gefasst. "Die Jungen sahen wie Marokkaner aus, 18 oder 19 Jahre alt", beschrieb sie Braakhuis. "Aber es war auch ein blonder Typ dabei." Die Polizei selbst machte zur Nationalität der vorübergehend Festgenommenen keine Angaben. Nach dem fünften Tatverdächtigen wird noch gefahndet.
(Fortsetzung nach Anzeige)
In den vergangenen Jahren hat es in Amsterdam mehrfach Angriffe auf Schwule durch Jugendliche gegeben. Unter anderem wurde vor einigen Jahren - ebenfalls am Rembrandtplein – ein schwules Model am traditionellen Königinnen-Tag vom Laufsteg gezerrt und verprügelt.
Der Canal Pride werde trotz des Vorfalls eine Party bleiben, kündigte CSD-Veranstalter Braakhuis an: "Aber schwule Emanzipation hat noch einen weiten Weg vor sich." (cw)
"Ich kann noch immer nicht begreifen, dass mir das passiert ist. In meiner Stadt? In meinem Land?", zeigte sich der CSD-Organisator gegenüber dem "Telegraaf" erschüttert. "
In welchem rosaroten Wolkenkuckucksheim wohnt denn der Herr?
"In den vergangenen Jahren hat es in Amsterdam mehrfach Angriffe auf Schwule durch Jugendliche gegeben. Unter anderem wurde vor einigen Jahren - ebenfalls am Rembrandtplein – ein schwules Model am traditionellen Königinnen-Tag vom Laufsteg gezerrt und verprügelt"
Steht sogar noch im Artikel!
SPÄTESTENS seit Teo Van Goghs Ermordung haben sich die Dinge in Holland geändert - und sooo tolerant und weltoffen sind die nun auch nicht - ich wurde wegen meines Deutschseins beim Königinnentag doof angebrummt und "ermahnt" mich lieber als Engländer oder Skandinavier auszugeben - ich müsse eben "die Vergangenheit" bedenken"....
Von Zenon Aus Berlin (Grönland) Mitglied seit 12.06.2008
Hugo Braakhuis hat den Schuss nicht gehört, wenn er sagt, die Emanzipation der Schwulen habe noch einen langen Weg vor sich. Hugo, es ist vorbei mit der Emanzipation, jetzt geht es um die Verteidigung der erkämpften Freiheiten. Aufrüstung und Selbstverteidigung sind das Gebot der Stunde.
"Die Jungen sahen wie Marokkaner aus, 18 oder 19 Jahre alt", beschrieb sie Braakhuis. "Aber es war auch ein blonder Typ dabei."
Auf arte war mal eine Reportage, dass es gerade in Amsterdam große Probleme mit homophoben Migranten gibt, die selbst vor Gewalt nicht zurückschrecken. Und da scheinen die sich sogar mit niedriger gebildeten einheimischen Schichten zu vermischen.
Man muss jedem (egal ob Migrant oder nicht) klar machen, dass Gewalt und Homophobie nicht geduldet werden und diese auch entsprechend sanktionieren...
Antwort zu Kommentar #8 von jochen: Das Zusammenwirken konservativ-reaktionärer
Politiker mit verschiedenen religiösen Gruppen
und Angehörigen des sog. "Prekariats" beim
verbalen und realen gay bashing nimmt zur
Zeit ein erschreckendes Ausmaß an.