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  • 27. Juli 2009, noch kein Kommentar

Der Name "Tante Paula" mag altmodisch klingen. Das Gefährt, das dahinter steckt, ist aber zukunftsweisend. Queer.de testete den neuen Tante Paula-Elektroroller "Maximilian II".

Von Carsten Weidemann

Die Fahrt beginnt beinahe lautlos: Den Schlüssel im Schloss herumgedreht, die rote LED neben dem Gashebel leuchtet auf. Ein Dreh am Lenker, und schon surrt der Roller los. Kein Geknatter, kein Gestank. Das einzige, was man hört ist der abgasfreie Fahrtwind, der einem bei rund 30 Km/h um die Ohren rauscht. Elektroroller sind purer Fahrspaß, die Energie kommt aus der heimischen Steckdose. Zum Kölner CSD stellte die in Remscheid sitzende "Helmut Niemeyer GmbH" ihr Model "Maximilian II." aus der Tante Paula Rollerproduktion vor. Man möchte eine neue Zielgruppe erreichen, und hat dafür gute Chancen.

Der Roller präsentiert sich im edlen matten Schwarz mit einigen orangenen Farbtupfern. Kleine, aber geländetaugliche Motorrad-Reifen und Polymer-Federgabeln machen den City-Roller auch für Fahrten im unwegsameren Gelände tauglich. Der 1000-Watt-Motor ist so leise wie kraftvoll, dass man für Fahranfänger sogar eine Schaltung zum sanfteren Beschleunigen eingebaut hat. Bis zu 32 Km/h erreicht man mit dem verschleißfreien Direktantrieb, bis zu 30 Kilometer Reichweite lassen sich mit einer Akku-Ladung zurücklegen. Steigungen bis zu 12 Prozent sind kein Problem. Im breiten Boden verbirgt sich die mobile Batterie, die man mit wenigen Handgriffen ausbauen und in einer schicken Tasche zum Aufladen zur nächsten Steckdose tragen kann. In vier Stunden ist die Batterie wieder voll.

Inklusive Akku erreicht der Roller ein Gesamtgewicht von 43 Kilo. Das bereitet ein paar Schwierigkeiten, wenn man ihn aus dem Keller über Treppen ins Freie transportieren muss. Dafür ist der Maximilian, der eine Gesamtlast von 150 Kilo verträgt, während der Fahrt umso wendiger. Weitere Strecken sollte man vorab auf die Entfernung hin überprüfen. Alternativ lässt sich über einen optional erhältlichen Transportbehälter hinter dem Sitz ein zweiter Akku mitführen. Für Cityfahrten ist das Gefährt auf jeden Fall optimal.

Wie bei einem Mofa benötigt man nur eine Standard-Haftpflichtversicherung sowie einen Helm, und schon kann es losgehen. Der Roller hat die EU-Straßenzulassung. Und da er so unglaublich leise ist, besitzt er nicht nur eine kleine Fahrradklingel, sondern auch eine ziemlich laute Hupe. Aufsehen erregt man auf jeden Fall mit dem schicken Gefährt, das man noch viel zu selten auf der Straße sieht.