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Er sei sich sicher, dass sich schon bald ein Profifußballer outet würde, erklärte Erwin Staudt, der Präsident des Fußballbundesligisten VfB Stuttgart. Empfehlen würde er das Coming-out einem aktiven Spieler derzeit aber nicht, weil sich die Bouelvardpresse sonst auf den Profi stürzen würde.

"Der Fußball ist noch meilenweit davon entfernt, die Toleranz der Gesellschaft aufzubringen. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Leistungsträger im Fußball outet", erklärte Staudt gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten". Schließlich habe vor 20 Jahren auch noch niemand gedacht, dass sich ein Ministerpräsident zu seinem Schwulsein bekenne und wiedergewählt werde. "Einer muss den Anfang machen, das ist der beste Weg, um zu zeigen, dass die sexuelle Orientierung keine Rolle dabei spielt, ob jemand ein guter Fußballer ist oder nicht", sagte Staudt.

Er schränkte ein, dass ein Coming-out vermutlich erst nach Karriereende möglich sein würde. Er selbst würde es keinem aktiven Spieler "empfehlen, sich zu outen, dazu hätte ich zu viel Fürsorgepflicht": "Natürlich würde sich der Boulevard unter dem Deckmantel des Verständnisses an so einem jungen Mann abarbeiten und sein Privatleben ans Licht zerren", befürchtet der 61-Jährige. "Man muss aus hartem Holz geschnitzt sein, um das auszuhalten."

Staudt ist Schirmherr des CSD Stuttgart, der an diesem Samstag mit der Polit-Parade seinen Höhepunkt erreicht. (dk)



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#1 alexander
  • 28.07.2009, 14:16h
  • mir kommen die tränen, aber nicht weil so ein unterbezahlter, junger fussballer nicht aus so hartem holz geschnitzt ist um für seine persönlichkeit einzustehen (also weichei), sondern wegen tausenden von jungen menschen, die dieses märtyrium ständig durchleben müssen, ohne kohle, ihrem charakter verpflichtet !
    diese heuchelei wird doch durch das umfeld des fussballsports erzeugt, nachweislich nicht die intelligentesten bürger dieses landes.
    aber gerade dadurch, dass diesem sport ein so hoher stellenwert zugestanden wird, ist es geradezu sträflich weiterhin das deckmäntelchen der geheimhaltung darüber auszubreiten, angeblich aus fürsorgepflicht !
    denn gerade durch den angeblichen vorbildcharakter, den diese prollmillionäre vertreten, sollten sie in der heutigen zeit soviel arsch in der hose haben klartext zu reden, sind doch alles "gestandene mannsbilder", oder nicht ???
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#2 joegabAnonym
  • 28.07.2009, 19:22h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • @ Alexander: oder nicht! Wenn die Leute lieber Fußball spielen wollen und sich nicht als Ikone vermarkten lassen wollen, dann haben Sie jedes Recht dazu.

    Außerdem was soll dieses abgehobene Blabla, von wegen Fußballer oder deren Fans seien nicht die Intelligentesten? Der IQ bei einer mittleren Schwulenparty ist net größer als im Stadion.

    Wenn Du Aktivisten vermisst, werd selber einer und lass die anderen in deiner Blasiertheit in Ruhe.
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#3 FloAnonym
  • 28.07.2009, 19:22h
  • Statt eines Einzelnen nach Karriereende würde es mehr Sinn machen, wenn die schwulen Spieler in Bundesliga und Nationalmannschaft sich gemeinsam outen (oder zumindest mehrere von ihnen). (egal ob noch aktiv oder nicht)

    Das hätte zwei Vorteile:
    1. es würde sich keiner alleine zum Ziel machen
    2. wenn Presse und Fans sehen, wie viele das sind, und dass auch einige ihrer Lieblingsspieler dabei sind, wird das einen Prozess des Umdenkens in Ganz setzen. So wie das in anderen Bereichen (sogar in der Politik) auch geschehen ist.

    Langsam wird es echt Zeit! Nicht nur, weil dies viel bewegen würde (gerade Sportidole können oft mehr bewegen als Politiker, etc.), sondern auch, weil die schwulen Spieler dann endlich frei wären. Man erkennt erst nach dem Outing, wie gefangen man vorher war und wie schön und frei das Leben danach wird...
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