Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10829

Die kambodschanische Regierung siedelt HIV-Positive und Aids-Kranke zwangsweise in Aids-Kolonien um.

Inzwischen sollen 40 von HIV betroffene Familien in dem Gebiet Tuol Sambo leben, das sich 25 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Phnom Penh befindet. Dort leben sie bei tropischen Temperaturen in Metallhütten und haben weder Zugang zu einer Klimaanlage noch zu frischem Wasser.

Inzwischen haben über 100 nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen unter Führung von Human Rights Watch in einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Hun Sen gegen die Einrichtung des Gettos protestiert. "Die Regierung hat eine Aids-Kolonie geschaffen, in der Menschen in schlechten Behausungen zusammengepfercht werden, weit weg von Krankenhäusern, Betreuungseinrichtungen und Arbeitsplätzen", erklärte Aids-Aktivist Shiba Phurailatpam.

Die Regierung hat nach dem Protestbrief lediglich zugesagt, den Zugang zu Trinkwasser einrichten zu wollen.

Ministerpräsident Hun Sen sorgte vor zwei Jahren für Aufregung, nachdem er seine Adoptivtochter nach deren Coming-out verstoßen hatte (queer.de berichtete). Damals erklärt er: "Ich war enttäuscht. Ich kann die ganze Nation erziehen, aber nicht diese Adoptivtochter." (dk)



18 Kommentare

#1 Ulli_2mecsProfil
  • 29.07.2009, 13:13hHamburg
  • schön, dass ihr auf das thema hinweist :-)

    es gibt dazu auch aktionen von amnesty und human rights watch - wer sich weiter informieren oder an den email-protesten beteiligen möchte, findet weitere informationen hier:

    www.ondamaris.de/?p=11684

    (siehe "weitere Informationen" am schluss des artikels)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SmartiSaar
  • 29.07.2009, 13:58h
  • Nach dem lesen dieses (und des Artikels auf ondamaris) Artikels bin ich einfach nur spachlos über soviel menschenverachtendes Tun in Kambodscha.
    Menschenrechte werden hier mit Füßen getreten und die HIV-positiven zu Aussetzigen erklärt einfach nur abartig sowas.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Walter ComettaAnonym
  • 29.07.2009, 14:26h
  • Wieviel Toleranz verträgt die Gerechtigkeit?
    Ich kann nicht solidarisch sein mit den Betthüpfern welche sich anschliessend durch die anständigen, sparenden Steuerzahler aushalten lassen. Die Kosten welche HIV infiszierte verursachen gehören nicht in die Grundversicherung!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 XDAAnonym
#5 Schon wieder?!?Anonym
  • 29.07.2009, 14:59h
  • Ich bin schockiert!
    Sowas erinnert mich sofort an das Warschauer Ghetto während des Zweiten Weltkriegs. Ich finde, es darf bei sowas nicht nur bei Briefchen bleiben, sondern es bedarf einiger handfester Aktionen. Jedes Land, das hier tatenlos zusieht, macht sich mitschuldig. Das Erbärmliche ist hier nur, dass sich wieder zeigt, dass gerade Deutschland nichts aus der eigenen Vergangenheit gelernt hat und mit Sicherheit schweigen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 bananasEhemaliges Profil
#7 Soch KendungAnonym
#8 XDAAnonym
  • 29.07.2009, 17:20h
  • Antwort auf #3 von Walter Cometta
  • Dann müsste man folgendes generell aus der allgemeinen Krankenversicherung herausnehmen:

    + alle sex. übertragbaren Krankheiten
    + Folgeerkrankungen von Rauchen / Übergewicht
    + Folgeerkrankungen von Untergewicht
    + Therapie von Drogen- / Alkoholsüchtigen
    + Sportunfälle / Badunfälle
    + Hautkrebs (bedingt durch Sonneneinstrahlung)
    + Rehabilitation nach Suizid
    + generell alle Zahnarztbesuche außer Vorsorge

    Mehr fällt mir derzeit nicht ein.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Αἰγαῖον πέλαγος Anonym
  • 29.07.2009, 19:04h
  • Oestlich von Kreta, nur wenige hundert Meter vor der Küste, liegt Spinalonga. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier die Leprakranken hin deportiert und viele Jahre sich selbst überlassen. Später erhielten sie eine kleine Rente und auch medizinische Betreuung, bis die Insel Ende der 60iger Jahre geschlossen wurde.
  • Antworten » | Direktlink »