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  • 10. August 2009, noch kein Kommentar

"Rosas Rache" ist eine Abrechnung mit sich selbst und seinen Feinden, mit spießigen Schwulen, Heteros und Menschen, die die Kunst verraten.

Von Carsten Weidemann

Seit vierzig Jahren dreht Rosa von Praunheim Spiel- und Dokumentarfilme. Er zählt weltweit zu den produktivsten schwulen Filmemachern. Sein engagiertes künstlerisches Schaffen hat die Emanzipationsbewegung maßgeblich beeinflusst und vorangetrieben.

Seit seinem 17. Lebensjahr führt er Tagebuch, schonungslos gegen sich selbst und seine Umwelt. Erst sechzigjährig erfährt er, dass seine leibliche Mutter 1946 in der Psychiatrie verstorben ist - und sehr wahrscheinlich ermordet wurde.

Rosa von Praunheim hatte das Glück, seine Verrücktheit in über siebzig Filmen zu verarbeiten - und das Glück schwul und kämpferisch zu sein, in einer Zeit, in der es kein KZ mehr gab. "Rosas Rache" ist eine Abrechnung mit sich selbst und seinen Feinden, mit spießigen Schwulen, Heteros und Menschen, die die Kunst verraten. Seine Adoptiv-Mutter sagte ihm einmal, sie hätte zwei Weltkriege überlebt: Er sei der Dritte.

Rosa von Praunheim: Rosas Rache, Filme und Tagebücher seit 1960, 336 Seiten, gebunden, farbige Abbildungen, Martin Schmitz Verlag, Berlin 2009, 29,80 €