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Die meisten Schwulen und Lesben glauben, dass eine Gleichstellung im Eherecht am ehesten mit einer SPD-geführten Regierungskoalition erreicht werden kann – bevorzugt wird dabei die Ampel-Koalition.

Einer vom Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführten Umfrage zufolge trauen mit 21 Prozent die meisten Befragten der Ampelkoalition zu, die Benachteiligungen von Eingetragenen Partnerschaften zu beenden (Schwule: 23 Prozent, Lesben: 18 Prozent). An zweiter Stelle steht Rot-Grün (19 Prozent), an dritter Rot-Rot-Grün (18 Prozent).

Für die nach Umfragen wahrscheinlichste neue Regierung, eine schwarz-gelbe Koalition, sprechen sich lediglich sieben Prozent der Befragten aus. Fünf Prozent sehen Homo-Rechte am besten in der Weiterführung der Großen Koalition aufgehoben. Drei Prozent setzen auf die Jamaika-Koalition, zwei Prozent auf Schwarz-Grün.

Lesben sind misstrauischer

Dabei ist das Vertrauen gegenüber den Parteien unter Schwulen höher ausgeprägt als unter Lesben. So erklären 32 Prozent der lesbischen Frauen, dass keine Regierungskoalition eine Gleichbehandlung von Eingetragenen Lebenspartnern und heterosexuellen Eheleuten erreichen kann. Unter Schwulen glauben das aber nur 21 Prozent.

Die bevorzugte Variante der Ampel-Koalition gab es bislang noch nie auf Bundesebene. In den 1990er Jahren regierten SPD, FDP und Grüne allerdings in zwei Bundesländern gemeinsam: Von 1990 bis 1994 in Brandenburg und von 1991 bis 1995 in Bremen. Beide Koalitionen waren von teils heftigen Auseinandersetzungen geprägt. Gegenwärtig hat FDP-Chef Guido Westerwelle die Möglichkeit einer Ampelkoalition im Vorfeld zur Bundestagswahl am 27. September ausgeschlossen.

Die Umfrage wurde von der Online-Partneragentur gay-parship.de in Auftrag gegeben. Dabei befragte das Innofact mehr als 1.000 Lesben und Schwule aus Deutschland. (pm/dk)

Wöchentliche Umfrage

» Von welcher Regierungskoalition würden Schwule und Lesben am meisten profitieren?
    Ergebnis der Umfrage


Der queere Ministercheck

Die Ministerposten im neuen Kabinett sind vergeben. Was ist zu erwarten von den Männern und Frauen in den Ressorts, in denen Homopolitik relevant ist?
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Der SPD-Politiker Peter Langner hat sich für seine Aussage entschuldigt, er lehne FDP-Chef Guido Westerwelle als Außenminister ab, weil dieser homosexuell ist.
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#1 MarekAnonym
  • 10.08.2009, 14:27h
  • Da (a) die FDP eine Ampelkoalition kategorisch ausschließt, (b) keine Partei eine Koalition mit der Linkspartei will und es (c) für Rot-Grün und (d) auch Rot-Gelb nicht reichen wird, läuft es auf drei Möglichkeiten hinaus:

    1. Schwarz-Gelb:
    dies ist wohl die wahrscheinlichste Alternative! Sollte es rechnerisch irgendwie für Union und FDP reichen (und danach sieht es im Moment leider aus), wird dies kommen.

    2. große Koalition:
    sollte es für Schwarz-Gelb nicht reichen, halte ich dies für die wahrscheinlichste Konstellation.

    3. Schwarz-Grün:
    auch dies wäre theoretisch machbar, aber da gibt es in so vielen (wichtigen) Bereichen (u.a. ja auch Homorechte) so diametral entgegengesetzte Positionen, dass ich das für die unwahrscheinlichste Konstellation halte.

    Alle anderen Kombinationsmöglichkeiten sind (solange nicht noch ein Wunder geschieht und die SPD stark steigen würde, während die Union stark fallen würde oder Westerwelle sein Wort brechen würde) aufgrund der Prämissen (a) - (d) unmöglich.

    Meine Meinung:
    man sollte die homofreundlichsten Parteien möglichst stark machen, damit sie entweder in die Regierung kommen oder wenigstens eine starke Opposition bilden!
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#2 kaysiProfil
  • 10.08.2009, 15:26hBangor
  • Natürlich bin ich für Homorechte keine frage aber ich persönlich kann meine entscheidung nicht von der frage abhängig machen wer jetzt mehr rechte für uns möchte sondern man muss sich doch dmit beschäftigen in wie weit hilft eine Partei ganz Deutschland. Wir stecken in einer Wirtschaftskrise. WIll ich da eine sozial partei an der führung??? Denn erst einmal Geld zur Hochzeit haben, dann eine veranstalten. allerdings wäre mir eine Jamika koalition recht. Kapitalismus vereinigt mit genug leuten die unsere interessen vertreten. und damit hätten iwr auch einen schwulen ganz oben.
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#3 alexander
  • 10.08.2009, 16:59h
  • # 2.
    das der sprichwörtliche "turbokapitalismus" schuld an der allgemeinen wirtschaftskrise ist, sollte so langsam auch in der hintersten ecke angekommen sein !?
    der irrwitz ist wirklich, dass ausgerechnet die parteien die dies verschuldet und unterstützt haben sich als grosse finanzielle retter in der not aufspielen !
    aber der absolute gag : mit welchem geld wird unterstüzt ???
    genau ! mit den steuergroschen der arbeitnehmer, also der bevölkerungsschicht, die inzwischen in der mehrheit, regelrecht ausgebeutet wird !
    hier wird des öfteren ein "soziales marktverständnis" gepostet, dass dem level von 1910 entspricht ! woher das wohl kommt ???
    die parteien, die unter anderem für eine gleichberechtigung schwuler lebensentwürfe sind, setzen sich auch, mit abstrichen, für das "volkswohl" ein.
    aber wirklich wichtig ist eine starke regierung, die den wirtschaftsbossen die grenzen aufzeigt, denn im moment (seit 30 jahren ) bestimmen die konzerne die politik und das kann es beim besten willen nicht sein !
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#4 Katrin
  • 10.08.2009, 17:15h
  • Da bin ich aber baff, dass sich immer noch 7% Schwule und Lesben für eine Schwarz - Gelbe - Regierung aussprechen und 5% für eine Große Koalition. Die Schwarz - Gelben sprechen sich offen gegen unsere Rechte aus und die Große K. hat nichts gemacht. Ja lernen denn Einige gar nichts?
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#5 Katrin
  • 10.08.2009, 17:19h
  • Antwort auf #2 von kaysi
  • Na, wenn du in GB und Nordirland lebst und arbeitest kann Dir der Steuernachteil egal sein, da die Inland Revenue keine Splittingtabelle kennt. Mir ist allerdings der Steuernachteil, den ich in Deutschland erfahre sehr wichtig, wichtiger als das here Ziel mit meiner Stimme die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen.
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#6 MarekAnonym
  • 10.08.2009, 17:26h
  • Antwort auf #2 von kaysi
  • @kaysi:
    Sind wir doch mal ehrlich:
    bei der Wirtschaftskrise tappen alle im Dunkeln, egal welche Partei... Jeder hat gute und weniger gute Vorschläge, aber was wirklich hilft weiß keiner!!!

    Aber:
    es wird sicher bald wieder besser werden, unabhängig davon, wer jetzt ein einzelnes Land regiert. Denn erstens zählen Einzelstaaten für die globalierte Entwicklung eher wenig (wenn der Staat nicht gerade USA heißt) und zweitens sind konjunkturelle Auf- und Abschünge ganz normal und haben wenig mit der Regierung zu tun.

    Dennoch finde ich, dass man zumindest Regeln aufstellen sollte, damit sowas nicht irgendwann nochmal passiert!! Und gerade da sind die Homohasser ja eher lahm und die Homofreunde für strenge Regeln im Wirtschaftsleben.

    Insofern macht es also auch unter wirtschaftlichen Aspekten Sinn keine Homohasser zu wählen. (Mal ganz abgesehen davon, dass man an vielen Staaten sieht, dass Gleichstellung von Schwulen und Lesben auch für die Wirtschaft gut ist!!!)

    ---------------

    Außerdem:
    Selbst wenn man am Ende etwas weniger im Geldbeutel hätte: das sind ja keine Unterschiede zwischen arm und reich, sondern Fragen wie "Sollen Arzneimittel auch unter den verminderten Mwst.satz fallen?" etc. etc.

    Und außerdem sollte es uns das wert sein. Man stelle sich mal vor, Schwarze, Frauen, etc. hätten zu Zeiten als sie noch nicht ganz gleichgestellt waren nur danach entschieden, womit sie noch den letzten Pfennig irgendwo rausholen können... Dann wären sie bis heute auch noch Menschen 2. Klasse. Man muss auch mal übergeordnete Interessen haben und nicht nur immer den letzten Cent überall rausholen wollen!

    Aber das Beste ist ja:
    es ist noch nicht mal so, wie oben beschrieben. Selbst wenn es so wäre, wäre es kein Grund - aber es ist noch nicht mal so!

    Ganz im Gegenteil:
    man sieht an allen Staaten, die Schwule und Lesben vollständig gleichstellen (Eheöffnung, etc.), dass das sogar der gesamtem Volkswirtschaft dieser Staaten nutzt!!
    (Dies ökonomisch zu erklären, würde vermutlich den Rahmen dieses Forums sprengen, aber das ist auch nicht nötig, da man nur die entsprechenden Staaten ansehen muss...)
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#7 herr keunerAnonym
#8 MarekAnonym
  • 10.08.2009, 17:59h
  • Antwort auf #3 von alexander
  • @alexander:
    Ich kann Dir nur zustimmen (wenngleich ich mir für Deinen Beitrag zur besseren Lesbarkeit Absätze und normale Groß-/Kleinschreibung gewünscht hätte ;-) ):

    Diegleichen politischen Kräfte, die mit ihren Vorstellungen von globalisiertem, möglichst wenig regulierten Kapitalismus Mitschuld am Ganzen tragen, tun jetzt so, als wüssten Sie, wie man das Ganze behebt...

    Übrigens sind das diegleichen Kräfte, die auch Schwule und Lesben weiterhin diskriminieren wollen (sie es die Union, die uns gar nichts gönnt oder die FDP, die uns nur gerade soviel Almosen geben will, dass wir sie weiter wählen, aber wirklich gleichstellen wollen auch sie uns nicht)!!

    Damit wir uns nicht falsch verstehen:
    ich bin kein Sozialist, Kommunist, o.ä. Aber das andere Extrem, entfesselter globalisierter Kapitalismus ohne jegliche Regeln, ist genauso schädlich!

    Wie so oft im Leben liegt das Richtige irgendwo in der Mitte zwischen diesen Extremen und das ist für mich die ökologisch-soziale Marktwirtschaft, also zwar Marktwirtschaft, aber mit gewissen Grund-Regeln, die einen sozialen und ökologischen Rahmen vorgeben!
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#9 hwAnonym
#10 Simon SorglosAnonym
  • 10.08.2009, 18:55h
  • Homosexuelle sollten ihre Wahlentscheidung einzig und allein unter dem Gesichtspunkt besserer Homorechte treffen! Wirtschaft? Soziales? Ausbau von Zensur und Überwachungsstaat? Kriegsspiele in aller Welt? WAS GEHT MICH DAS AN?! Ich will Schnuffi heiraten dürfen und Steuern sparen. Nur das zählt. Und die Zahnärzte, Anwälte und Banker haben ja schließlich auch ihre eigene Partei.
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