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Ein Fernsehsender in Miami hat einen offen schwulen Nachrichtensprecher gefeuert – ob dahinter Homophobie steckt, muss jetzt ein Gericht entscheiden.

Charles Perez hatte die Hauptausgaben der Lokalnachrichten des Senders WPLG mit einer Kollegin moderiert. Im Juni hat der Sender Perez degradiert: Er durfte nur noch die Wochenendausgaben der "Local 10 News" präsentieren. Dagegen legte der "Anchor Man" letzte Woche Widerspruch vor dem Antidiskriminierungstribunal ein, woraufhin der Sender ihm fristlos kündigte.

Inzwischen ist ein Krieg der Worte zwischen den Anwälten des 46-jährigen Moderators und dem Sender ausgebrochen: Perez gibt zu Protokoll, dass er wegen seiner sexuellen Ausrichtung gefeuert wurde. In den Anklagepapieren erklärte er, dass es bei "WPLG wachsendes Unbehagen gegeben hat, weil meine sexuelle Orientierung in den Medien mehr Aufmerksamkeit erlangt hat". Er sei von seinen Vorgesetzten gewarnt worden, während der Sendung weniger zu lächeln und nicht als "gute Freundin" seiner Co-Moderatorin zu agieren.

Youtube | Charles Perez hatte vor seiner Karriere als Nachrichtenmoderator seine eigene Nachmittags-Talkshow, die landesweit ausgestrahlt wurde.

Gerüchte um Transsexualität von Perez

Seine sexuelle Orientierung hatte mediale Aufmerksamkeit erlangt, als er sich von seinem langjährigen Partner Dennis Ricardo Peña trennte. Perez verklagte im April Peña und beschuldigte ihn, private E-Mails an Zeitungen und Nachrichtensender verschickt zu haben, in denen von Perez’ angeblicher "Geschlechtsidentitätskrise" die Rede ist. Diese sei von WPLG-Angestellten gelesen worden, die daraufhin annahmen, dass Perez eine Frau werden wollte. Danach sei er gemobbt worden.

WPLG wies die Aussage ihres Ex-Moderators weit von sich. Vize-Präsident Bill Pohovey, selbst ebenfalls offen schwul, gab nun selbst reihenweise Interviews, in denen er seinen Sender in Schutz nimmt: "Das ist eine unglaubliche Anschuldigung", erklärte er gegenüber Lokalmedien. "Ich bin selbst ein schwuler Mann und ich kann mit Sicherheit sagen, dass der Sender nicht gegen Schwule und Lesben diskriminiert."

Perez will nun auf einen Schadensersatz in sieben- oder achtstelliger Höhe fordern, wie er TMZ mitteilte. Er will dabei auch die Muttergesellschaft des Senders verklagen, die angesehene Zeitung "The Washington Post". (dk)



#1 Knueppel
  • 11.08.2009, 15:31h
  • Hi Charles,

    das ist ja wohl das letzte: "Er sei von seinen Vorgesetzten gewarnt worden, während der Sendung weniger zu lächeln und nicht als 'gute Freundin' seiner Co-Moderatorin zu agieren."

    Klag' die in Grund und Boden; such' Dir den schärfsten Anwalt, den Du finden kannst, sage ihm 50 % der Erlössumme zu und ... statuiere ein Exempel!

    Die Zeiten müssen endgültig vorbei sein, in denen man mit uns Schwulen machen konnte, was man will. Und dass Dein Chef ebenfalls schwul ist, macht die Situation nicht besser, sondern schlimmer!

    Es gibt Solidarität unter Schwulen und es gibt leider immer noch auch unsolidarisches Verhalten.

    VIEL ERFOLG, MEIN FREUND!

    Knueppel
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#2 anonymusAnonym
  • 11.08.2009, 15:45h
  • "Seine sexuelle Orientierung hatte mediale Aufmerksamkeit erlangt, als er sich von seinem langjährigen Partner Dennis Ricardo Peña trennte. Perez verklagte im April Peña und beschuldigte ihn, private E-Mails an Zeitungen und Nachrichtensender verschickt zu haben, in denen von Perez’ angeblicher "Geschlechtsidentitätskrise" die Rede ist. "

    Mein lieber Scholli ... bei solchen Freunden braucht man wirklich keine Feinde mehr ...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.08.2009, 13:46h
  • This is a big piggery (das ist eine Riesensauerei)!!! Der Mann sieht gut aus und hoffentlich hat er vor Gericht mit seiner Klage Erfolg! Good Luck!
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