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Der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch kritisiert die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", weil in einer Kolumne der CSD in Hamburg als "Aufführung sexueller Nöte" bezeichnet wurde.

Die FAS hatte in ihrer Ausgabe vom 9. August geschrieben: "Ole van Beust... führte derweil Tausende Lesben und Schwule bei der Aufführung ihrer sexuellen Nöte zum Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt und setzte sich damit erstmals an die Spitze dieses beschönigend schrill-bunt genannten Zuges." Kauch beschwerte sich daraufhin bei der Redaktion der angesehenen Zeitung: "Der Christopher Street Day ist keine ‚Aufführung sexueller Nöte’, sondern eine Demonstration für lesbisch-schwules Selbstbewusstsein und gegen die immer noch vorhandene gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung. Wie notwendig der CSD ist, zeigen nicht zuletzt Formulierungen wie diese in der FAS", so Kauch.

Nach Ansicht des 42-jährigen FDP-Politikers wird dem Hamburger Großereignis unrecht getan: Mehr als 99 Prozent der CSD-Teilnehmer erfüllten "üblichen Umgangsformen und den gesellschaftlichen Mainstream für Freizeitkleidung". Außerdem gebe es – im Gegensatz zu vorwiegend heterosexuellen Veranstaltungen wie der Love-Parade – kaum Drogen- oder Alkoholmissbrauch.

"Die Aussage, auf dem CSD würden "sexuelle Nöte" dargestellt, ist nicht nur eine Verunglimpfung und Herabsetzung der Persönlichkeit der Schwulen und Lesben in der Parade, sondern auch inakzeptabel gegenüber den vielen heterosexuellen Bürgern, die die Parade-Ziele mit ihrer Anwesenheit unterstützt haben", erklärte Kauch.

Kauch ist neben Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Grünenchefin Claudia Roth als Vertreter der FDP an der Spitze der Parade gestanden. Er ist seit 2003 Bundestagsabgeordneter. (pm/dk)



17 Kommentare

#1 alexander
  • 11.08.2009, 18:31h
  • ja herr kauch, genau das passiert, wenn man auf grund der eigenen politischen ideologie plötzlich von rechts überholt wird !
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#2 goddamnedliberalAnonym
  • 11.08.2009, 19:40h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • Ist doch gut, dass endlich jemand mal dieses vermeintliche Intelligenzblatt angreift - egal von welcher Partei er ist...

    Der Chef des Politikteils, Volker Zastrow, hält die Frauenemanzipation für eine Lesbenverschwörung und sieht enge Verbindungen zwischen Homosexualität und Pädophilie.

    Der Politikredakteur, Daniel Deckers, hält Schwule für ein Umweltproblem, das Gutachten des bayer. Staatsinstituts über Regenbogenfamilien für menschenverachtende Rattenfängerei und Homosexualität für eine sexuelle Fehlfunktion.

    Herr Georg Paul Hefty, ebenfalls Politikredakteur, macht sich Sorgen über belastende Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare, weil da der Vater die Mutter und die Mutter der Vater ist.

    Und alle lieben sie den Papst in Rom. 'Zeitung für Deutschland'?
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#3 Knueppel
  • 11.08.2009, 20:16h
  • FAZ und FAS:
    "Dahinter steckt immer ein blöder Kopf"

    Dieter Hildebrandt (Kabarettist):
    "Hat jemand hier mein schädliches Schlafmittel weggenommen? Ach da ist sie ja, die FAZ ..."

    Hinter vermeintlich intelligenten Formulierungen verbergen sich bei "Frankfurter Allgemeiner" und "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" häufig Banalitäten und politische/wirtschaftliche Fehleinschätzungen geradezu grotesken Ausmaßes.

    Vor einiger Zeit gefielen sich Frank Schirrmacher (FAZ), von Spöttern häufig "Irrmacher" genannt und Matthias Döpfner (Springer-Verlag) darin zu jammern "wenn sie in Deutschland nicht noch so dringend gebraucht würden, wären sie schon längst ausgewandert"

    So ein Pech für uns, dass die beiden hier "so dringend gebraucht werden"

    Auch das ein weiteres kleines Beispiel für den fast völligen Realitätsverlust bei einigen "Leistungsträgern" unserer Gesellschaft. Leistungsträger sind für mich übrigens z.B. hart arbeitende Menschen, wie völlig unterbezahlte Nachtschwestern, Berufsfeuerwehrleute, Supermarkt-Kassiererinnen im Schichtdienst usw. aber nicht diese selbst ernannte "Elite", die durch Protektion (man kennt sich, man hilft sich gegenseitig ...) an die überbezahlten Posten kam.

    Für den FDP-Politiker Kauch dürfte es sich um eine völlig neue Erfahrung handeln, plötzlich "auf der anderen Seite" zu stehen und pauschal diffamiert zu werden.

    Knueppel
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#4 jochenProfil
  • 11.08.2009, 20:59hmünchen
  • Michael Kauch hat recht.

    die zitierte aussage in der FAZ ist eine frechheit.
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#5 ergänzungAnonym
  • 11.08.2009, 22:09h
  • Die Schwulenhetze bei der FAZ ist ja nix neues. Vergleicht diese Meldung von ende juni:

    "Der christopher street day jährte sich am samstag zum 40ten male und erinnerte wieder eher mehr als zu wenig an die von etwa 1840 bis über die mitte des vergangenen hahrunderts in den vereinigten staaten populären freakshows,
    freilich wieder mit dem sogenannten kleinen unterschied, dass die paradeteilnehmer aus freien stücken ihre"sexuelle orientierung" genannten beeinträchtigungen dem publikum zum begaffen vorwarfen"

    oder auch ihre rassistische Diffamierung des UN-Sonderberichterstatters Githu Muigai:

    blog.derbraunemob.info/2009/07/27/totalausfall-der-f-a-z-dif
    famierung-des-un-sonderberichterstatters-githu-muigai/


    FAZ scheint mir ihren Redaktionsnachwuchs direkt von der Jungen Freiheit wegzurekrutieren.
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#6 goddamnedliberalAnonym
  • 12.08.2009, 00:06h
  • Antwort auf #5 von ergänzung
  • Danke für den Hinweis. Der Rassismus im zitierten Bericht ist wirklich erstaunlich (nicht in seiner Tendenz, sondern in seiner schamlosen Offensichtlichkeit).

    Noch interessanter ist, dass das saubere Blatt damit durchkommt. Während Springers 'Welt' durch Leute wie Alan Posener, der sich über reaktionären Geschichtsrevisionismus a la Vera Lengsfeld sogar richtig aufregen kann, wenigstens vollständig auf dem Boden demokratischer Werte angelangt ist, kann sich die FAZ anscheinend wirklich alles herausnehmen (gerade ,weil sie lange im Windschatten Kritik an der 'Springerpresse' stand). Das ist Nationalzeitungsniveau. Dass man wiederum mit uns alles machen kann, was man will, dürfte keinen überraschen...

    PS. 'Bürgerrechtliches' von Frau Lengsfeld:
    www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/doppeltagebuch
    _1989_2009_8_mai/


    Dass die Dame seinerzeit natürlich auch gegen das Mahnmal für schwule Naziopfer war, verwundert nicht....
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#7 Thomas RedererAnonym
  • 12.08.2009, 04:24h
  • Vor einiger Zeit kam ich in den "Genuss" die FAZ für ein Jahr gratis zugeschickt zu bekommen. Gewarnt von Germanistik- und Philosophiestudenten, die FAZ sei "konservativ", habe ich mir trotzdem vorgenommen, ein eigenes Bild von dieser Tageszeitung zu machen.

    Nach drei Ausgaben war ich insbesondere von den Kommentaren derart verstört, dass ich mir ein Jahresabo der TAZ als Ausgleich zulegen musste!

    Diese neoliberalen Artikel der FAZ hätten auch direkt von Berlinpolis oder einer anderen wirtschaftsnahen Lobbyvereinigung geschrieben sein können.

    Da erinnere ich mich zum Beispiel an die Kommentare zum Mindestlohn. Eine Woche lang jeden Tag ein anders gestrickter Versuch, den Mindestlohn zu dämonisieren. Letztlich wurde tatsächlich behauptet, dass der Mindestlohn die gesamte deutsche Wirtschaft vernichten würde.

    Mein Credo: man nehme das ausgesprochen gute Feuilleton aus Pietätsgründen heraus und nutze den Rest der FAZ als Toilettenpapier. Mein Beitrag zum Umweltschutz!
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#8 LeoAnonym
  • 12.08.2009, 07:35h
  • who cares?

    grad hab ICH aber wirklich sexuelle Not.
    dann warte ich mal auf den Postboten....
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#9 CITIZEN GAYAnonym
  • 12.08.2009, 07:41h
  • Der FAS-Artikel ist echt. Kauchs Kommentar auch. Und schon zu seinen Gunsten gedacht, bestimmt ungewollt, Teil eines Spiels.

    Dieses Spiel soll einen Laden vor Wahlen dekorieren, um abzulenken von dem Häßlichen, was durch ein pure neoliberale Agenda, auch für schwules Leben droht.

    Nicht pathetisch, sondern ganz real.
    Angriffe auf die persönlichen Budgets, Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, Angriffe auf das Grundgesetz, vielleicht sogar Angriffskriege gegen mißliebige Weltmarktteilnehmer.

    Ablenken machen sogar Staaten mit dem Thema "gay", wenn mit den Realitäten zum Thema
    Zivilgesellschaft, zum sozialen und demokratischen Rechtsstaat, kaum mehr Hof zu machen ist.
    .
    Last exit: gay-friendly

    (Es wirbt so schön und kost' nicht viel. Nur dumme PR-Fuzzis greifen da nicht zu.)

    Immerhin, soweit haben wie sie schon gebracht.
    Allerdings nicht in träumerischer
    Selbstüberschätzung eigener Kraft, sondern die Verschlechterung der Umstände, außerhalb von "gay" scharf beobachtend .Denn aus sozial kälter gemachten Gemeinschaften, kommen die realen Schläge und existenziellen Bedrohungen auf Lebensplanungen.

    Nun aber zu dem Spiel, dessen scheinbar sympathischster Teil Herr Kauch ist; und einen jüngeren Beitrag von "hw" über eine elitäre schwulenfeindliche Dreckschleuder.

    Deren Betreiber bewegen sich gerne in neokonservativen, neo- bis nationaliberalen Kreisen, gerne bei der Jungen Freiheit, und sind Stichwortgeber für das jungere reaktionäre Pack im Lande.

    Egal, ob es sich nun neoliberal oder neokonservativ definiert.

    Der FAS-Artikel ist ja nichts anderes als die Fortsetzung schwulenfeindlicher Propaganda für den deutschsprachigen Raum.

    Es ist der Artikel der schweizer Weltwoche, bekömmlich gemacht für deutsches Publikum.

    In dem schweizer Artikel, der den CSD in der Schweiz in den Dreck zog, wurden auch schon mit dem typischen Schirrmacher-Sound "Mein Gott, man wird es doch wenigstens einmal gesagt haben dürfen", auf sprachlich bildungsbürgertümelndem Niveau, die gleichen Ressentiments bedient.

    Queer-Leser werden sich an den Beitrag "hw"s erinnern, "goddamnedliberal" bestimmt [wenn Du dich genau erinnern kannst, in welchem thread, teile es bitte mit].

    Nun hier der schweizer Prototyp des FAS-Geschmieres, Gassi geführt durch die FDP-gesponserte Seite "Eigentümlich Frei":

    "...Zum Kult um die Schwulen gehört die Anbiederung...Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt...Wo ist der Punkt, an dem der berechtigte Protest gegen Unterdrückung, Verkennung und Diskriminierung umschlägt in peinliche Propaganda für persönliche Vorlieben? ...Welche Bedeutung hat die penetrante, ja das öffentliche Leben bedrängende «Sichtbarkeit» noch?...Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum. "

    www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-27/artikel-2009-27-handschell
    en-in-rosarot.html


    Und hier der Artikel des Betreibers dieser Dreckschleuder, die über die FDP-Stiftung (Hans-Naumann-Stiftung), indirekt mit Steuergelden am Laufen gehalten wird, um Diskurse zu kultivieren, zutransportieren, zu publizieren:

    "Politisch korrekter Weg in den Totalitarismus: Schwulsein als religiöses Bekenntnis

    ..Vergangene Woche wurde es auch dem gesellschaftlich stets liberal auftretenden Schweizer Magazin „Weltwoche“ zu bunt: „Es ist ein irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl.

    ef-magazin.de/2009/07/06/1329-politisch-korrekter-weg-in-den
    -totalitarismus-schwulsein-als-religioeses-bekenntnis


    Mir geht es darum, dass Kauchs, bestimmt ehrliches, Engagement in dieser Sache nicht zur Funktion für ablenkendes Theater wird. Er dürfte seinem Parteichef charakterlich in nichts nachstehen und mir um meine Bemühungen unendlich dankbar sein.

    Weiter geht es mir darum, schon einmal darauf hinzuweisen, mit welcher Sorte "gay" man es in Zukunft verstärkt zu tun haben wird.

    Regelmmäßig gut bezahlte Werbung für die Weltwoche, erfolgt z.B. bei Broders Sekte, die jüngst Alan Posener wortlos hinauswarf, bei "die achse des guten". Man darf schon auf das Zusammenspiel der Blender gespannt sein,
    wie sie mit der Buntheit der Gay-Community nicht nur versuchen werden, die Häßlichkeiten ihrer Herrschaft zu verdecken, sondern "liberal" auf die Inhalte der Community Einfluß zu nehmen. Liberal bezieht sich auf die gänzliche Freiheit ihrer Methoden.

    Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Wer sich den weiten Weg zur "achsel des blöden" nicht machen möchte, kann eine Abkürzung nehmen. Einfach auf das Profil "SaschaB" klicken.
    Rechtszionismus meets Nationalliberale, wie manche kleinere Kommentare hier schon gezeigt haben. Wenig Konsistenz, viel Raunen und Wähnen.

    Und wo Geschäfte zu machen sind, darf die LSU nicht fehlen. Die Art der Benimm-Chartas kann man sich vorstellen, die Art der Einflußnahme wird sich kaum von der, der zusammenwachsenden Kultur unterscheiden. Oben hui, unten pfui.
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#10 Knueppel
  • 12.08.2009, 09:38h
  • Antwort auf #7 von Thomas Rederer
  • Hi Thomas,

    schön, dass Du so gute Freunde hast, die Dich vor den Gefahren der deutschen Medienlandschaft warnen ("Gewarnt von Germanistik- und Philosophiestudenten, die FAZ sei "konservativ")

    Sooo ein gut gehütetes Geheimnis ist diese Einschätzung der FAZ/FAS allerdings wirklich nicht. Schon in den 1960er Jahren war die FAZ eines der Hassobjekte aller Linken im Lande.

    Aber vielleicht haben diejenigen doch recht, die behaupten jeder müsse unbedingt erst seine eigenen Erfahrungen machen, bevor er sie verinnerlichen kann?

    Dem setze ich gern folgendes Beispiel entgegen.

    Mutter zum Kind: "Wenn Du dich zu weit aus dem Fenster beugst, fällst Du auf die Straße."

    Kind zur Mutter: "Das behauptest DU!" (und denkt sich ... 'ich möchte aber meine Erfahrungen bitteschön selbst machen')

    Nächstes Szene:
    Leichenwagen, Abtransport der Kinderleiche ...

    Beste Grüße
    Knueppel

    P.S. Vielleicht einfach mal auf vertrauenswürdige Mitbewohner dieses Planeten hören. Nicht jeder muß ja nun ständig "das Rad neu erfinden", oder?
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