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Schauspieler Doug Spearman ("Noah’s Arc") glaubt, dass der Rassismus in der Homo-Szene heute schlimmer ist als vor rund 30 Jahren.

"Die Leute glauben, dass Rassismus … in der schwul-lesbischen Community praktisch unbekannt ist", erklärte der 46-Jährige in einem für die Homo-Gruppe Human Rights Campaign verfassten Kommentar. Es herrsche die Meinung vor, dass Hautfarbe und Religion in der Homo-Szene keine große Bedeutung hätten. "Aber dem ist nicht so. Tatsächlich ist es, so denke ich, heute schlimmer als bei meinem Coming-out im Jahre 1980. Damals fühlten sich die Bars freundlicher an. ‚Vorurteil’ war ein böses Wort und die Kinder der 1960er und frühen 70er Jahre, die der Homo-Bewegung Leben eingehaucht haben, haben in Amerika noch gemeinsam mit den Anti-Vietnamkrieg- und Black-Panther-Aktivisten getanzt. Sie waren damals aktiv an der ersten Bürgerrechtsbewegung beteiligt… Das ist nun Geschichte." Heute sei das Zusammengehörigkeitsgefühl abahnden gekommen, glaubt Spearman. Viele Schwule und Lesben afrikanischer und lateinamerikanischer Herkunft fühlten sich heute von den Mainstream-CSDs zurückgewiesen – und gründeten daher ihre eigenen Festivals.

Der Schauspieler, Produzent und Aktivist spricht auch den Volksentscheid Proposition 8 an, durch den mit knapper Mehrheit die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht wieder abgeschafft wurde (queer.de berichtete). Hier hatten Umfragen zufolge zwei Drittel der Schwarzen die Homo-Ehe abgelehnt, während es bei den Weißen nur die Hälfte war. Dies hatte zu Unmut unter vielen Schwulen und Lesben geführt. Die Homo-Aktivisten hätten damals gedacht, so Spearman, dass sie von Schwarzen mehr unterstützt werden würden, weil es bei dieser Frage um Bürgerrechte ginge. "Aber man muss auch fragen, ob es eine Gruppe von Homo-Aktivisten je interessiert hat, ob in Gegenden mit schwarzer oder Latino-Bevölkerung gute Schulen gibt oder sichere Straßen?".

Der in Los Angeles lebende Spearman ist bekannt geworden durch seine Rolle als Uni-Professor Chance Counter in der Serie "Noah’s Arc", die hierzulande bei Timm gezeigt wird. Er hatte auch einige Gastauftritte in bekannten US-Filmen und -Serien wie "Raumschiff Voyager" oder "Charmed – Zauberhafte Hexen". (dk)



55 Kommentare

#1 ProvinzschwulettProfil
  • 12.08.2009, 16:31hmalhiermaldort
  • oh mon dieu !!!

    früher haben sich alle zusammengerottet, damit sie mehr waren, auch aus angst in dem meer von menschen sich verstecken zu können. später haben sich alle möglichen gruppen emanzipiert. seien es die schwarzen, die weissen, die transen usw.

    also wie man(n) es macht, isses nicht recht.

    jetzt erst mal n prosecco...*stößchen*
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#2 axelAnonym
  • 12.08.2009, 18:16h
  • stimmt!

    so sieht die realität aus, denn wenn es darum geht, gegen minderheiten zu hetzen stehen die schwulen den heten in keiner weise nach.
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#3 TischbeinAnonym
#4 WütenderSchwulerAnonym
  • 12.08.2009, 20:08h
  • Tja, damals gab es auch noch Grundwerte und Moral. Damals gab es wenigstnes noch Grundbildung und nicht Verdummung durch DailySoaps, etc. Damals hat nicht jeder nur versucht auch noch den letzten Euro, Dollar oder was auch immer irgendwo rauszuholen. Damals gab es noch keinen entfesselten globalisierten Kampitalismus, der sich einen Dreck um Umwelt, soziale Standards, Grundrechte, etc. kümmert. Die Demokratie ist vorbei!
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#5 FloAnonym
  • 12.08.2009, 20:24h
  • Die Strategie der Konservativen fruchtet offenbar:

    wenn man die Minderheiten gegeneinander ausspielt, sind sie nicht nur genug mit sich selbst beschäftigt, sondern auch jede für sich zu schwach um etwas zu ändern.

    Schon interessant, wie gut das funktioniert und wie wenig Menschen sich dessen bewusst sind...
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#6 fipsAnonym
#7 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 12.08.2009, 22:24h
  • Antwort auf #2 von axel
  • Richtig! Und was erwarten wir auch? Das Schwule besser sind, als das Gros der Menschheit? Seit wann ist eine sexuelle Orientierung für die humane Qualität eines Menschen ausschlaggebend? Seit wann macht Verfolgung oder Diskriminierung den Menschen einsichtsvoller gegenüber der Gesamtheit von Verfolgung oder Diskriminierung? Noch nie gehört, das Juden oder Sinti oder nicht der blassen Hautfarbe Angehörende Rassisten sein können? Schwulsein hat nicht die geringste humane Komponente. Schwulsein ist nichts als Schwulsein und schützt vor keiner inhumanen Gesinnung. - Außerdem: Wenn jemand denkt: Die Schwulen müssten doch wissen, wie es ist, wenn man diskriminiert, diffamiert, verfolgt wird, dann kann ich nur sagen: Diskriminierung, Diffamierung oder Verfolgung sind doch Besserungsmaßnahmen, die jemanden läutern.
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#8 LorenProfil
  • 13.08.2009, 00:10hGreifswald
  • Ich bin meinen Eltern auf ewig dankbar, dass sie
    mir schon in frühester Kindheit beigebracht
    haben, Menschen nicht nach Äußerlichkeiten zu
    beurteilen und dass Rassismus und Fremdenfeind-
    lichkeit nicht zu tolerieren sind.

    Auch für mich immer wieder bewegend, obwohl
    ich mich nicht als religiös bezeichne, allein wegen
    der Aussage:

    "And this will be the day -- this will be the day
    when all of God's children will be able to sing
    with a new meaning:
    My country 'tis of thee, sweet land of liberty,
    of thee I sing.
    Land where my fathers died,
    land of the pilgrims pride,
    From every mountainside,
    let freedom ring!
    (...)
    Free at last! Free at last!
    Thank God Almighty, we are free at last!"

    (Martin Luther King, I have a dream, 28.08.1963, Washington D.C.)
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#9 Rosa Parks Anonym
  • 13.08.2009, 08:23h
  • "..Noch nie gehört, das Juden oder Sinti oder nicht der blassen Hautfarbe Angehörende Rassisten sein können?...."

    "And this will be the day -- this will be the day when all of God's children will be able to sing with a new meaning: My country 'tis of thee, sweet land of liberty, ..."

    Egged bus driver to Ethiopian: No blacks allowed

    'Kushit, in Ethiopia you didn't even have shoes and here you do, so why don’t you walk?'

    www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3760647,00.html
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#10 SmartiSaar
  • 13.08.2009, 09:42h
  • Als Mensch mit französisch-tschechischen und italienisch-deutschen Wurzeln kann ich das in dem Artikel projizierte Bild nicht bestätigen. Weder in meiner Familien noch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich rassistische Tendenzen. Das einzige mal das ich rassistische Äußerungen mitbekommen habe war vor etwa 14 Jahren auf dem Pausenhof. Für mich persönlich zählt der Mensch und nicht seine Hautfarbe, Nationalität oder Religion, so wurde ich auch nicht erzogen. Mir wurde immer beigebracht jedem Menschen mit Respekt zu begegnen.

    Wie es bei allem so ist, ist auch Rassismus, wie ich finde eine Frage der Erziehung.
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