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Am Mittwochabend tritt in Wuppertal die jamaikanische Gruppe T.O.K. auf, die in ihren Liedern zur Ermordung von Schwulen aufruft – eine Protestaktion ist geplant.

Bereits mehrfach gab es Proteste gegen den Auftritt der Gruppe, die sich bislang nicht von ihren schwulenfeindlichen Texten distanziert hat. In Deutschland wurden deshalb Lieder wie "Chi Chi Man" oder "Straight As An Arrow" indiziert. Zuletzt wurde ein Konzert in Hannover abgesagt (queer.de berichtete). Der LSVD macht die 1996 in Kingston gegründete Gruppe unter anderem für die in Jamaika existierende Hetze bis hin zu Pogromen auf Lesben und Schwule mitverantwortlich.

Offenbar um Proteste zu verhindern, gab der U-Club in Wuppertal den Auftritt von T.O.K. erst 48 Stunden vorher bekannt. So will der Veranstaltungsort Protesten vorbeugen. Im vergangenen Jahr haben Homo-Aktivisten dort mit Trillerpfeifen gegen den Auftritt des jamaikanischen Sängers Capleton protestiert, der in sienen Songs ebenfalls den Tod von Schwulen fordert (queer.de berichtete).

Die Homo-Gruppe SchLAu Wuppertal hat zu Protesten gegen den Auftritt von T.O.K. aufgerufen. "Wir treffen uns ab 19.30 Uhr vor dem U-Cub, um die Besucher des Konzertes auf die Misstände in Jamaika und Ihre Unterstützung durch den Besuch dieses Konzertes hinzuweisen", heißt es in einem Aufruf. Der U-Club befindet sich in der Friedrich-Ebert-Straße 191 in Wuppertal-Elberfeld. (dk)



#1 HapeAnonym
#2 jochenProfil
  • 12.08.2009, 18:48hmünchen
  • man glaubt es ja kaum- und stelle sich vor die geschmähten wären keine schwulen sondern juden, ausländer, schwarze.

    wie wäre da die öffentliche reaktion.?
    wie wäre da die handhabe mit diesem sehr unsympathischen "U-club"?

    die veranstalter haben anscheinend genau gewusst auf was sie sich eingelassen haben mit diesen jamaikanischen dreckschleudern, wenn sie das konzert so kurzfristig erst bekannt geben.
    da wird einem schlecht.

    wenn es sich wirklich so verhält wie im queer-artikel beschrieben, dann kann man da gar nicht so viel schreiben hier wie man kotzen möchte.

    ich hoffe der ein oder andere aus der region fasst sich ein herz und geht zu dieser demo heute abend.
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#3 alexander
  • 12.08.2009, 19:15h
  • tja, das "anrüchige" belebt das geschäft !
    die metropolis wuppertal scheint eine grosse gemeinde für diesen (angeblich auch noch religiösen) schrott zu haben ?
    an den dortigen schulen wird offensichtlich "jamaikanischer slang " gelehrt, sonst wäre es nicht nachvollziehbar.
    aber mal im ernst, wie ist es möglich, dass, obwohl die betreiber dieses ladens um die problematik genauestens bescheid wissen, nach wie vor solche "konzerte" stattfinden ?
    und offensichtlich versucht man auch noch trickreich geforderte "verantwortung" zu umgehen !
    diesen brüdern gehört sehr genau auf die finger geschaut !
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#4 najaAnonym
  • 12.08.2009, 19:17h
  • Also der Artikel ist nicht ganz richtig, das Konzert ist seit Juli angekündigt und es gab die Tickets seit dann auch zu kaufen, nichts von wegen Geheimhaltung.
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#5 marcoAnonym
  • 12.08.2009, 19:41h
  • es verhält sich in der tat nicht so, wie von queer.de berichtet. dasss das konzert stattfindet, war schon seit anfang july bekannt. tickets waren auch schon seit längerem erhältlich.
    leider hat queer.de mit seiner berichterstattung schlampig recherchiert. nicht das erste mal zu diesem thema.

    die geplante demonstration um " die Besucher des Konzertes auf die Misstände in Jamaika und Ihre Unterstützung durch den Besuch dieses Konzertes hinzuweisen" ist euer gutes recht aber ihr könnt mir glauben - die besucher wissen ganz genau bescheid, um was es in den texten geht und wie es auf jamaica ausschaut. womit ich nicht sagen will, dass es von der mehrheit gutgeheißen wird.

    den demonstranten wünsche ich viel glück und den konzertbesuchern viel spaß..., ich selber kann leider nicht hin, weil ich morgen früh arbeiten muss.
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#6 WütenderSchwulerAnonym
  • 12.08.2009, 20:03h
  • Das zeigt wieder mal, wo wir in der Gesellschaft stehen und dass wir nach wie vor Menschen 2. Klasse sind:

    würde jemand in Liedern zur Ermordung von Schwarzen, Moslems, Frauen, etc. aufrufen, würde er (zu recht) erst gar nicht einreisen dürfen. Und sollte doch ein geldgeiler Veranstalter, der außer Geld nichts mehr im Sinn hat, ihn dennoch auftreten lassen, würde die Polizei das beenden und ein Aufschrei ging durch Deutschland.

    Aber wenn es um Schwule geht, ist das alles okay: weder Politik, noch Justiz, noch Polizei greifen ein und es geht auch kein Aufschrei durch die Bevölkerung.

    Wie lange wollen wir uns das eigentlich noch gefallen lassen? Wie lange wollen wir uns noch in die Rolle als Untermenschen drängen lassen? Wann stehen wir endlich auf und sagen "Jetzt ist genug! Volle Gleichstellung jetzt!" Wie lange lassen wir uns noch vertrösten? Wie lange finden wir uns noch mit Almosen jenseits voller Gleichstellung ab?

    Andere Gruppen würden jeden Tag Demo machen! Und was machen wir?

    Einmal im Jahr gehen wir zu einem CSD, der mehr Party als Demo ist. Und ansonsten sitzen wir auf unseren Sofas, feiern in unseren Ghettos und halten Ausschau nach dem nächsten Sexpartner. Und sind schon dankbar, dass wir überhaupt eine Ehe 2. Klasse haben.

    Aber es gibt ja immer noch genug Schwule, die fleißig weiter Parteien wählen, die den status quo behalten wollen, weil sie die Frage, ob mehr Geld in Autobahnausbau oder in Bahnausbau fließt, für wichtiger erachten...

    Ganz ehrlich:
    ich gebe auf!
    Jahrelang habe ich mich eingesetzt, aber es bringt eh nichts, weil wir noch nicht mal alle an einem Strang ziehen! Würden wir nur mal ein einziges Mal bei einer Bundestagswahl alle gemeinsam nur Parteien wählen, die uns 100% gleichstellen wollen, dann würden Politik und Gesellschaft unsere Macht sehen und keine 24 Stunden später gäbe es keine einzige Partei mehr, die uns nicht 100% gleichstellen will.

    Aber wie gesagt: im Gegensatz zu Schwarzen, Frauen, etc. schaffen wir das offenbar nicht!!!! Dann haben wir es auch nicht anders verdient!!!!
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#7 marcoAnonym
  • 12.08.2009, 20:20h
  • die betreiber des u-clubs sind zwar geldgeil aber ich denke, dass sie außer dem doch noch etwas anderes im sinn haben; nämlich die musik. dafür tut der u-club sehr viel und hat daher meinen dank und respect verdient.
    das schwule das halt nun mal anders betrachten, kann ich aber schon verstehen.
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#8 FloAnonym
  • 12.08.2009, 20:30h
  • Antwort auf #5 von marco
  • Hey "marco",

    maile mir doch mal Deinen vollen Namen und Deine Anschrift. Dann kann ich ja mal ein Lied schreiben, wo zum Mord an Dir ganz persönlich (keine abstrakte Gruppe) aufgerufen wird.

    Mal sehen, ob Du das immer noch so okay findest und den Hörern dieses Liedes "viel Spaß" wünschst...

    (Ich hoffe Du verstehst mich richtig:
    das würde ich natürlich NICHT machen, ich will Dir nur klar machen, wie dumm Dein Beitrag war)
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#9 goddamnedliberalAnonym
#10 schwarzwaldbub
  • 12.08.2009, 20:57h
  • Soso, der U-Club findet mal wieder nix dabei, eine homophobe Reggae-Band auf die Bühne zu lassen. Ich hoffe, dass viele Leute dort heute noch protestieren!

    Im vergangenen Jahr hatten die ja auch schon keine Hemmungen. Hier die Website
    www.u-club.de

    Die E-Mail lautet: info@u-club.de, falls Ihr denen eine Nachricht hinterlassen möchtet.

    Überraschung: Laut MySpace beehren die jamaikanischen Dreckspatzen ...

    - morgen Zürich, Moods:
    www.moods.ch

    - am Freitag Berlin, 2 Be Club:
    www.2be-club.de

    - Samstag sind sie auf dem Chiemsee Reggae Fest:
    www.chiemsee-reggae.de

    ... bevor sie dann endlich am 18.August den deutschsprachigen Raum verlassen haben.

    Ein kleiner Artikel zu Hassmusik bei
    de.wikipedia.org/wiki/Hassmusik
    (mit Links und ein paar Namen zum merken).

    Hat jemand Ahnung, ob man rechtlich dagegen vorgehen kann? Ist hier jemand aus Berlin oder Oberbayern, der entsprechende lgbt Organisationen informieren kann?
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