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Der amerikanische Präsident Barack Obama hat den Homoaktivisten Harvey Milk postum mit der "Medal of Freedom", der US-Version des Bundesverdienstkreuzes, ausgezeichnet.

Milk war einer von 16 Personen, denen Obama die Ehrenmedaille in einer live von Nachrichtensendern ausgestrahlten Zeremonie verlieh. Die "Medal of Freedom" ist die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Sie erkennt Menschen an, die einen "besonders lobenswerten Beitrag zur Sicherheit oder den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, zum Weltfrieden, zu kulturellen oder anderen öffentlichen oder privaten Bestrebungen geleistet haben." Für Milk nahm sein Neffe Stuart die Medaille entgegen.

"Milk wird im In- und Ausland als Pionier der schwul-lesbischen Bürgerrechtsbewegung verehrt für seine außergewöhnliche Fähigkeit zu führen und für seinen Einsatz zu Gleichberechtigung", begründete das Weiße Haus die Auswahl. Milk war der erste offen schwule Mann, der in den USA in ein Amt gewählt wurde. Er gewann einen Sitz bei den Wahlen zum Stadtrat von San Francisco im Jahr 1977. Nach nur elf Monaten im Amt wurde Milk erschossen. Regisseur Gus van Sant verfilmte das Leben Milks im gleichnamigen Film, der dieses Jahr mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete).

Youtube | Die Preisübergabe wurde live im Fernsehen übertragen.

Neben Milk ehrte Obama auch die Tennisspielerin Billie Jean King, die 1981 als erste bekannte Sportlerin ihre Homosexualität publik machte. Ebenfalls einen Preis erhielt der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu für seinen Einsatz gegen die Apartheid. Tutu hat sich in den letzten Jahren auch wiederholt gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. Er entschuldigte sich bei Homosexuellen für das Leid, das seine anglikanische Kirche der sexuellen Minderheit bereitet habe (queer.de berichtete). (dk)



Trauer um Frank M. Robinson

Der schwule US-Schriftsteller und frühere Redenschreiber von Harvey Milk ist am Montag in seiner Heimatstadt San Francisco gestorben. Er wurde 87 Jahre alt.
Entwurf von Harvey-Milk-Briefmarke veröffentlicht

Die Fachzeitung "Linn's Stamp News" hat den Entwurf der amerikanischen Sonderbriefmarke zu Ehren des Schwulenaktivisten Harvey Milk veröffentlicht.
#1 gatopardo
  • 13.08.2009, 15:18h
  • Also ich bleibe dabei, dass Obama Hoffnungsträger der schwul-lesbischen Gemeinde ist, auch wenn man seine vorsichtigen Schritte bei einer grossenteils durch und durch konservativ-religiös geprägten Gesellschaft mittlerweile mit Ungeduld verfolgt.
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#2 hwAnonym
#3 Liedel
  • 13.08.2009, 15:37h
  • Zeichen setzen in Form von Ehrungen ist natürlich begrüßenswert. Auch in Deutschland wird hin und wieder mit Bundesverdienstkreuzen oder entsprechenden Symbolen auf Länderebene um sich geschmissen, auch schwullesbische AktivistInnen und/oder Hetero-Sympathisanten werden damit ausgezeichnet. Aber was kommt nach der Symbolik? Obama hat noch viel zu tun...
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#4 Knueppel
#5 AndreasAnonym
  • 13.08.2009, 19:16h
  • Ich habe mich auch wahnsinnig gefreut.
    Harvey Milk !!!

    Als Förderer von amnesty international
    freute mich auch die Auszeichnung für Tutu und
    die ehemalige irische Präsidentin und UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson.
    Gleich sieben israelische Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen bestärkten Obama
    in dieser Entscheidung gegen eine weltweite
    Kampagne rechter zionistischer Milieus gegen
    diese verdiente Ehrung.
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#6 axelwEhemaliges Profil
#7 goddamnedliberalAnonym