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Der Hefepilz Candida albicans betreibt sexuelle Fortpflanzung mit Mitgliedern des gleichen Geschlechts, haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden.

Richard Bennett von der Brown University in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) hat unter Laborbedingungen gleichgeschlechtliche Fortpflanzung beobachtet, bei der sich zwei Zellen des gleichen Geschlechts vereinigen. Allerdings sei dieser Weg, für Nachwuchs zu sorgen, weit seltener als die verschiedengeschlechtliche. Die Zugabe eines bestimmten Pheromons hat dabei Zellen des gleichen Geschlechts mehr angeregt und damit zu einer Vervielfachung der gleichgeschlechtlichen Vermehrung geführt.

Hefepilze wie Candida albicans haben zwei Geschlechter, diese werden allerdings wegen der großen Unterschiede zum Tierreich als "a" und "alpha" bezeichnet – und nicht als männlich und weiblich. Bislang galt diese Art als Anhänger der ungeschlechtlichen Fortpflanzung.

Candida albicans gehört dabei zu den am weitesten verbreiteten Hefepilzen und ist auch bei drei Viertel der Menschen nachweisbar. Besonders beliebt ist er aber nicht: So kann er zu gesundheitlichen Problemen wie Infektionen der Schleimhäute führen.

Bereits vor wenigen Jahren sorgte ein "schwuler Pilz" für Schlagzeilen: Beim ebenfalls für Menschen nicht sehr angenehmen Cryptococcus neoformans wurde auch die gleichgeschlechtliche Fortpflanzung entdeckt. Daraufhin titelte die "Bild"-Zeitung": "Forscher entdecken schwulen Killer-Pilz" (queer.de berichtete). Noch ist allerdings weitgehend unbekannt, warum sich die Hefepilze so vermehren und welche Vorteile sie daraus ziehen. Es wird angenommen, dass die besonders flexiblen Pilze auch die virulentesten – und damit potenziell die gefährlichsten – sind, die auch in der unwirtlichsten Umgebung überleben können.

Das Ergebnis ihrer Untersuchungen haben die Wissenschaftler der Brown University am Donnerstag im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht. (dk)



#1 Klaus KlohockerAnonym
  • 13.08.2009, 17:40h
  • "Es wird angenommen, dass die besonders flexiblen Pilze auch die virulentesten – und damit potenziell die gefährlichsten – sind..."

    Ich sehe schon die Blöd-Zeitungs-Schlagzeilen:

    "Arglose Wanderer von schwulen Pfifferlingen bedroht..."

    "Bald Helmpflicht für Steinpilz-Sammler"

    "Schwule Champignons treiben Förster und Jäger in die Flucht - Jung erwägt Bundeswehreinsatz"
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#2 heptakaidecagonAnonym
  • 13.08.2009, 17:52h
  • Es hat auch niemand das Gegenteil behauptet. Hefe als zweigeschlechtlich darzustellen dürfte allerdings problematisch sein. Das mag vielleicht eine These sein.
    Im übrigen vermehrt sich Hefe vor allem durch Zellteilung.
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 13.08.2009, 18:29hBremen
  • Antwort auf #1 von Klaus Klohocker
  • Nicht zu vergessen die Pseudowissenschaftler, die uns als nächstes den Grund für Homosexualität erklären. Ist ja auch ganz logisch, nach so vielen schwulen Pilzen. Garantiert wurde Muttern während der Schwangerschaft von Gelüsten auf Pilzgerichte heimgesucht oder litt gerade während der Schwangerschaft an irgendeiner Pilzinfektion. Das Gen des schwulen Pilzes war plazentagängig und hat die Zellstruktur des Embryo so beeinträchtigt, dass der daraus wachsende Mensch einfach homosexuell werden musste. Zur Heilung empfiehlt sich dann eine spezielle Creme die auf ökologisch unsinnige Weise über die kahlrasierte Kopfhaut verteilt die Zellstruktur des sexuellen Orientierungszentrums im Gehirn (die Wissenschaftler werden es sicher (er)finden.) entsprechend beeinflusst und uns heterosexuell werden lässt.
    Vielleicht sollte ich schon mal irgendeine Vaseline mit Pilzpollenstaub mischen und als wirksames Heilmittel patentieren lassen. Könnte dann der Renner werden
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#4 RenaAnonym
#5 Klaus KlohockerAnonym
  • 14.08.2009, 01:21h
  • Antwort auf #3 von Tim_Chris
  • "Vielleicht sollte ich schon mal irgendeine Vaseline mit Pilzpollenstaub mischen und als wirksames Heilmittel patentieren lassen. Könnte dann der Renner werden"

    Da muß ich dich leider enttäuschen lieber Tim_Chris. Bereits in den sechziger Jahren haben anglikanische Geistliche zusammen mit britischen Wissenschaftlern umfangreiche Versuche mit derartigen Tinkturen durchgeführt. Nach Bekanntwerden der Auswirkungen, siehe:
    www.youtube.com/watch?v=U6tV11acSRk
    wurde die Versuchsreihe jedoch abrupt gestoppt.
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#6 jochenProfil
  • 14.08.2009, 12:37hmünchen
  • männer, pinguine und hefepilze sind jetzt plötzlcih alle schwul.
    na, das ist sicher so eine neue mode.

    sicher hatte der hefepilz eine zu dominante mutter gehabt oder es lief sonst irgendwas schief in der kindheit.
    da kann man doch sicher mit einer guten gesprächstherapie den pilz wieder auf den pfad der tugend zurückbringen.
    und wenn das nicht hilft, kann mal ne anfrage bei den evangelikalen was bringen. die haben doch da so eine tolle ex-gay-methode erfunden.

    wenn alles nichthilft könnten vielleicht auch exorzisten da den schwulen dämon herauskriegen.
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#7 Tim_ChrisProfil
#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 14.08.2009, 14:58h
  • Was für ein sympathischer Hefepilz!
    Lässt der sich evtl. domestizieren und als Haustier halten oder zur Deko auf der Fensterbank im hübschen Tontopf?
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 14.08.2009, 23:18hBremen
  • Antwort auf #6 von jochen
  • "wenn alles nichthilft könnten vielleicht auch exorzisten da den schwulen dämon herauskriegen."

    Ich stelle mir gerade vor, wie irgendwelche Beweihräucherten vor einem Scheidenpilz stehen und dort ganz angestrengt und hoch konzentriert Exorzismus betreiben, um die Frau von ihrem Übel zu heilen...
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#10 AntichristProfil
  • 15.08.2009, 08:16hHH
  • Antwort auf #8 von Konstantin
  • @Konstantin: "Lässt der sich evtl. [...] als Haustier halten oder zur Deko [...] im hübschen Tontopf?"
    Das bringt mich zu einer Frage: zu was zählt eigentlich der Pilz allgemein? Tier oder Pflanze?
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