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Ein Bezirksgericht in New York hat entschieden, dass es nicht mehr beleidigend ist, jemanden als schwul zu bezeichnen – selbst wenn dieser heterosexuell ist.

Geklagt hatte der Anwalt Howard K. Stern, der ehemalige Lebensgefährte des Fotomodels Anna Nicole Smith, das 2007 an einer versehentlichen Überdosierung von Medikamenten gestorben war. Er wollte 60 Millionen US-Dollar von der Autorin Rita Cosby erstreiten, die in ihrem Enthüllungsbuch "Blond Ambition: The Untold Story Behind Anna Nicole Smith's Death" auch über die Homosexualität Sterns berichtete (queer.de berichtete). Dieser soll eine Affäre mit Larry Birkhead gehabt haben, der ebenfalls mit dem Model liiert war.

Richter: Homosexualität seit Jahren nicht mehr strafbar

Richter Denny Chin erklärte, dass es wegen der "großen Veränderungen in der öffentlichen Bewertung von Homosexualität" heutzutage keine Beleidigung mehr sei, jemanden als "schwul" oder "lesbisch" zu bezeichnen: "Früher waren homosexuelle Akte illegal. Damit führte eine Aussage, die einen anderen Menschen als homosexuell bezeichnete, zur Verachtung und Spott dieser Person. Der Fall ‚Lawrence gegen Texas’ hat das beendet." Richter Chin verwies dabei auf eine Supreme-Court-Entscheidung aus dem Jahr 2003, die ein Verbot von Homosexualität für verfassungswidrig erklärte. In diesem Fall gaben die Verfassungsrichter dem Texaner John Geddes Lawrence Recht, der wegen schwulem Geschlechtsverkehr in seiner eigenen Wohnung verhaftet worden war. Damals war Homosexualität noch in zehn der 50 US-Bundesstaaten verboten. Nach der Entscheidung waren die so genannten "Sodomy Laws" auf einen Schlag ungültig.

Auch die Öffentlichkeit betrachte Homosexualität nicht mehr als etwas Negatives, so Chin. Er zitierte dabei Meinungsumfragen, nach denen die Mehrheit der New Yorker die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben befürworte und sich mehr als zwei Drittel für Eingetragene Partnerschaften aussprächen.

Der Richter merkte allerdings an, dass es weiterhin beleidigend sein könne, wenn sexuelle Handlungen einer Person beschrieben werden würden, die nicht der Wahrheit entsprechen. Es sei aber unwichtig, ob dabei um gleich- oder verschiedengeschlechtlichen Sex gehe. Cosby beschreibt in ihrem Buch sexuelle Aktivitäten zwischen Stern und Birkhead, unter anderem Oralsex. Daher könne Stern weiter gegen Cosby klagen, dürfe aber nicht mehr Homosexualität als Grund für die Klage anführen.

In der Vergangenheit haben immer wieder Stars gegen den "Vorwurf" der Homosexualität geklagt. Am notorischsten war dabei der Schauspieler Tom Cruise, der wiederholt seine Heterosexualität durch Presseberichte beschädigt sah. Er argumentierte, dass er als Schwuler weniger populär sein würde und deshalb finanzielle Einbußen durch solche Gerüchte erleide. (dk)



12 Kommentare

#1 alfAnonym
  • 14.08.2009, 19:03h
  • Endlich, ich hab nie verstanden warum homosexuell aber nicht heterosexuell ein Schimpfwort sein kann.
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#2 ThomasxProfil
  • 14.08.2009, 19:27hNürnberg
  • Sehe ich genauso.

    Homosexualität ist immer nur eine Beschreibung wie etwa "blaue Augen".
    Kann also nie eine Beleidigung sein.

    Aber was schreib ich das auf einer schwulen Seite
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#3 schwarzwaldbub
  • 14.08.2009, 21:45h
  • ok …ich versuch das mal …

    … dreckige Hete …

    … Muschilutscher …

    … Mösenlecker …

    … Votzenklempner …

    … ich denke, dass der Fantasie da keine Grenzen gesetzt sind. Ihr seid da bestimmt sehr kreativ …

    Im Gegensatz zu homophoben Hetero-Männern wissen wir hoffentlich, dass die Wahl des Sexualpartners keine Rolle bei der Beurteilung spielt …

    Trotzdem: Heizt den Dumpfheten ordentlich ein …
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#4 HannibalEhemaliges Profil
#5 Pete MWAnonym
  • 16.08.2009, 02:09h
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • ihr habt doch keine ahnung.
    ich bewege mich in bi-kreisen und habe ALLES gesehen. ein transvestit der im kleid und high-heels dem typen einen bläst um im nächsten moment mit hochgezogenem kleid die frau von hinten zu nehmen wie ein wilder hengst.

    IHR seid wie die stock-Heteros total verklemmt. die sind homophob und kriegen herpes wenn sich zwei männer küssen, ihr seid heterophob und kriegt herpes wenn ihr an mösen denkt. hat doch hier mal einer erzählt....

    für mich ist das jacke wie hose, hetero oder homo. verklemmte kleingeistige fundis.
    Basta.
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#6 Dreamthief
  • 16.08.2009, 09:52h
  • Antwort auf #5 von Pete MW
  • Ich bin mir fast sicher, es gibt irgendetwas von Ratiopharm, dass dir hilft, dieses verbale Gekeife in den Griff zu bekommen und dich aufs Thema zu konzentrieren.

    In diesem Sinne "Gute Besserung".
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 16.08.2009, 10:07h
  • Antwort auf #5 von Pete MW
  • Und was hat das mit "Fotzenklempnern" zu tun?
    Aber du hast recht: Bei Fotzen krieg ich Herpes (kein Scherz). Aber mal was anderes. Bisexuelle gibt es nicht! Leute die sowas behaupten sind nur zu feige zuzugeben schwul zu sein und wollen sich nch ein Hintertürchen zu den Heten offen halten.

    Frage: Wo befinden sich Bi-Kreise! Habe noch nie davon gehört, dass es eine Bi-Szene gibt. Vielleicht irgendwelche Selbsthilfegruppen?
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#8 HannibalEhemaliges Profil
  • 16.08.2009, 10:13h
  • Antwort auf #5 von Pete MW
  • "ich bewege mich in bi-kreisen und habe ALLES gesehen. ein transvestit der im kleid und high-heels dem typen einen bläst um im nächsten moment mit hochgezogenem kleid die frau von hinten zu nehmen wie ein wilder hengst."

    Wenn sowas für dich "ALLES" ist ... na Prost-Mahlzeit!
    Aber schön, wenn du dich an deinen eigenen Text für einen Moment aufgeilen konntest!
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 16.08.2009, 20:43hBremen
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • "Bisexuelle gibt es nicht!"

    Süßer, ich widerspreche dir ungern, weil wir meistens Meinungskonform sind, aber hier muss ich es mal. Warum soll es Bisexuelle denn nicht geben? Klar gibt es sie. Das ist so sicher wie es Heterosexuelle und Homosexuelle gibt. Schwule, Lesben und Transen in allen Intensitäten.
    Nur sind viele "angeblich" Bisexuelle, und da stimme ich dir zu: "zu feige zuzugeben schwul zu sein und wollen sich nch ein Hintertürchen zu den Heten offen halten."
    Aber Bisexualität deshalb gänzlich auszuschließen, wäre übertrieben. Sexualität und Liebe sind nun mal vielfältig und genau das ist das besondere daran. Da ist einfach alles möglich, von 100% Mann/Mann über 30/70 % und 50/50% zu 70/30% und 100% Mann/Frau.
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#10 HannibalEhemaliges Profil
  • 17.08.2009, 06:45h
  • Antwort auf #9 von Tim_Chris
  • Papperlappapp!
    Von dieser ganzen Queer-Kacke halte ich nichts.
    Ich stecke die Menschen gerne in Schubladen, das erleichtert vieles und kommt auch meistens gut hin. Wenns mal nicht passt, sind das ganz normale statistische Abweichungen.
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