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Eine Frankfurter Homo-Gruppe ruft für Donnerstag zu einer Demo auf, in der für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben nach dem Vorbild Spaniens geworben wird – Politiker von SPD, FDP und Grünen unterstützen die Kundgebung.

Die von der überpateilichen Gruppe "¡Despierta!" organisierte Kundgebung findet am Donnerstag (27. August) vor der Alten Oper in Frankfurt am Main statt. Die Demonstranten werden dann zur Paulskirche ziehen.

Bei der Kundgebung werden die hessische Landtagsvizepräsidentin Sarah Sorge (Grüne), der Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (FDP) und die Frankfurter Bundestagskandidatin Ulli Nissen (SPD) persönlich Grußworte an die Aktivisten richten. Kein Interesse an einer Teilnahme zeigten die Parteien CDU und Die Linke. Sie haben bislang auf eine Anfrage von "¡Despierta!" nicht reagiert.

Eine zweite Demo ist bereits für den 17. September geplant, zehn Tage vor der Bundestagswahl. Initiatorin Mercedes Rodriguez Garcia-Gutierrez hofft, dass eine erfolgreiche erste Demo einen Dominoeffekt auslösen könnte: "Wenn wir’s am 27. August richtig krachen lassen, gibt es vielleicht für den 17. September in anderen Städten ähnliche Initiativen", so Garcia-Gutierrez gegenüber queer.de.

"’Despierta’ wurde im Juni diesen Jahres gegründet. Der Name bedeutet auf Spanisch "wach, aufgeweckt, rege". "Mit diesem Weckruf will das Despierta-Team die schwule und lesbische Community in Deutschland endlich aus ihrem Dornröschenschlaf in Sachen politisches Engagement herausreißen", hofft Garcia-Gutierrez. Auch der Ex-Bundesrichter und LSVD-Sprecher Manfred Bruns unterstützt "¡Despierta!".

Die Gruppe beklagt, dass es in Deutschland zwar im letzten Jahrzehnt viele Fortschritte für Schwule und Lesben gegeben habe. Trotzdem würden gleichgeschlechtliche Paare beim Steuerrecht (Einkommenssteuer), beim Zivilrecht (Adoption), beim Beamtenrecht (Hinterbliebenenrente) und bei den
Altersvorsorgemodellen (Riester- und Rürup-Rente) nach wie vor benachteiligt, obwohl sie doch dieselben Pflichten haben wie Heterosexuelle. Dagegen habe die spanische Regierung Schwule und Lesben ohne Wenn und Aber gleich gestellt. "¡Despierta!" will deshalb den Druck auf die deutsche Regierung aufrecht erhalten, bis die Gleichstellung auch hierzulande erreicht ist. (dk)

Treffpunkt für die Demo: Vor der Alten Oper in Frankfurt, Do. (27. August) um 17 Uhr.



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19 Kommentare

#1 Olaf_LEO
  • 26.08.2009, 15:53h
  • Tolle Idee! Ich hoffe, möglichst viele Frankfurter gehen zur Demo!!!

    Die Teilnahme der Parteien zeigt auch, wer hinter uns steht: Schwule und Lesben sollten daher auf jeden Fall das Kreuz bei SPD, Grünen oder FDP machen. Die CDU will uns keine Rechte geben und der Linken sind wir egal. So ist die Lage.
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#2 Liedel
  • 26.08.2009, 16:04h
  • @ Olaf-LEO

    Nicht ganz. Sobald die FDP in der Regierung ist, sind wir denen auch egal. Jede Wette
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#3 Olaf_LEO
#4 DizAnonym
  • 26.08.2009, 16:59h
  • Ich finde das schon recht unglaublich.
    Die SPD ist dafür.
    Die Grünen sind dafür.
    Die FDP ist (zumindest noch) dafür.
    Warum zum Teufel stellt sich die CDU so quer? Es ist doch offensichtlich Volkes Wille. Viele Hetereos WISSEN noch nicht mal, dass es große Unterschiede zwischen homo- und heterosexueller Ehe gibt! Oh Mann!
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#5 hwAnonym
  • 26.08.2009, 17:01h
  • Antwort auf #3 von Olaf_LEO
  • Was ein Jahr ausmacht. Immerhin, soweit hast du es schon gebracht.

    -------

    "#1
    14.08.2008
    19:14:29

    Von Olaf_LEO
    Profil nur für angemeldete User sichtbar

    Eine tolle Geschichte! Ich wünschte mir, wir hätten auch ein Wahlrecht wie in den USA, wo man Kandidaten wählen darf und nicht nur olle Parteien."
    -----

    Es gibt natürlich noch eine Möglichkeit. Lieb, dass du mich an die Mitteilung erinnerst.

    Ich wähle die Linke, weil ich nicht nur schwul bin, sondern, wie Freunde und Bekannte, auch alt werde, den Kriege hasse und soziale Gerechtigkeit liebe.

    Die Grünen wollen weiter Soldaten im Afghanistan-Krieg, sie wollen die Rente mit 67 und die weitere Verelendung der Gesellschaft mit Hartz IV.

    Das Hamburger Modell wird so zu einem Prototyp. Das ist auch nicht verwunderlich, da ich schwer davon ausgehe, dass die Folge-Generation des Millionärs und Villenbesitzers Joschka Fischer mit 67 Jahren seinem Vorbild zumindest nahe kommen will. Das geht nur mit Macht, Einfluß und Seilschaften.

    Für diese Generation wird es nun eng. Es heißt jetzt, schnell an die Macht. Das ist nicht verwerflich, aber für mich nicht wählbar.

    Mildes Bedauern habe ich für jüngere Idealisten, die Statisten in diesem Film sind und schon vielleicht schon bald zum Prekariat gehören oder in solche Verhältnisse abgleiten.

    Die Erklärung des Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Baden-Württemberg "Schwarz-Grün könnte die Ökologie ins Zentrum der Wirtschaft tragen" von Anfang Juli, hat nicht nur regionale Aussagekraft.

    Auch die heutige Äußerung des früheren Bundestagsabgeordneten Kleinert "Schwarz-Grün hat so viel Rückenwind in der Gesellschaft wie nie zuvor",
    reiht sich eine in die grünen Absagen von Rot-Rot-Grün in Sachsen, Thüringen und dem Saarland.
    So ist wenigstens klar sortiert.
    Ich gebe meine Stimme für den Alltag der Mehrheit der Schwulen. Arbeit, Wohnung, Essen, Kleidung, Kultur.
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#6 Tim_ChrisProfil
  • 26.08.2009, 17:05hBremen
  • Antwort auf #2 von Liedel
  • Darauf wette ich auch. Der FDP waren wir die letzten vier Jahre egal, jetzt vor der Wahl spielen sie sich auf und schleimen sich ein, aber sobald die Wahl vorüber ist, wird ihr Interesse für uns und unsere Rechte wieder gen Null sinken.
    Und CDU/CSU ist für LGBTs sowieso unwählbar. Wer das noch immer nicht kapiert hat, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
    Das die Linke allerdings so wenig Interesse zeigt, wundert mich doch ein wenig.
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#7 hwAnonym
  • 26.08.2009, 17:19h
  • Antwort auf #6 von Tim_Chris
  • Ja, das verwundert mich auch. Inhaltliche Gründe kann es nicht haben. Ich schreibe mal Mercedes Rodriguez Garcia-Gutierrez von den "Wirtschaftsweibern" an, woran es gelegen haben könnte. Und natürlich DIE LINKE.
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#8 Liedel
  • 26.08.2009, 20:42h
  • @Tim-Chris

    Da hab ich doch glatt mal auf die HP der linken Direktkandidatin für Friedrichshain- Kreuzberg geschaut. Sie beschäftigt sich, was Community- Theman angeht, "ausführlich" mit dem Friedrichshainer Parkfest *lol:

    "DIE LINKE ist schon seit langem bei solchen Festen dabei. Im Wahlprogramm heißt es u.a.:

    “alle Familienformen gleichstellen: Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare einführen.” Und: “eingetragene Lebenspartnerschaften rechtlich gleichstellen”

    Jetzt ist aber erst mal Wahlkampf- und Politikpause bis Montag. Schließlich muss auch irgendwann die Wohnung gesäubert und die Wäsche gewaschen werden."

    (in: wawzyniak.de, Stand 27.08.09)

    Soso. Homo-Themen neben Wäschewaschen und Putzen. Ströbele hätte wahrscheinlich noch angefügt: "Auf jeden Fall mit biologisch abbaubaren Waschmitteln und nur aus Ländern, die keine Angriffskriege führen".

    Immerhin wird der Wahlkampf in meinem Bezirk nicht langweilig, schließlich treten ja auch noch besagter Ströbele (Grüne), B. Böhning (SPD) und V. Lengsfeld (CDU) als Direktkandidaten an... und der FDP- Fritze ist Politologe und Vater von drei Kindern. Wobei ich den eher ich nicht im Muckishirt oder Tanga sehen möchte Falls er wie Lengsfeld gedenkt sich auch noch "freizügig" präsentieren zu müssen...

    Ich würde nicht sagen, dass wir der Linken egal sind, aber so rein programmatisch ist da wirklich wenig vorhanden... Meine Briefwahlunterlagen dürfen also gern noch ein bisschen auf sich warten lassen
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#9 free_worldEhemaliges Profil
#10 Tim_ChrisProfil