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Die italienische Homo-Gruppe Arcigay hat Marcello Lippi, den Trainer der italienischen Fußballnationalmannschaft, wegen homofeindlicher Aussagen scharf kritisiert.

Der 61-jährige Lippi hatte davor gewarnt, dass ein schwules Fußballerpaar "Konflikte" auslösen könne. Die Medien würden das Paar negativ betrachten, daher sei es auch für das Team gefährlich. Bereits im Januar hatte Lippi erklärt, dass Schwule Probleme in der Umkleidekabine erzeugen könnten (queer.de berichtete). Er sei aber noch nie einem schwulen Fußballprofi begegnet.

Die Gruppe Arcigay warf Lippi daraufhin vor, Vorurteile gegen Schwule zu fördern. Dies sei gerade gegenwärtig fahrlässig, da in der Hauptstadt Rom in den letzten Wochen eine Welle von homophoben Übergriffen auf Schwule die Öffentlichkeit erschüttert habe. Erst vor wenigen Tagen griff ein Mann ein schwules Paar an, weil es sich umarmt hatte. Einer der Angegriffenen erlitt Messerstiche im Magenbereich, der andere eine Kopfwunde. Am Dienstag wurde zudem ein Brandanschlag auf eine schwule Disko verübt. "Wir sind es leid, von Politikern, Sängern und Trainern zu hören, wie sie das Klima mit Angst und Vedächtigungen vergiften", so Arcigay in einer Mitteilung. "Wir wollen nicht länger Angst haben. Wir hoffen, dass berühmte Menschen mutig genug sind, sich dafür einzusetzen, dass jeder sein Leben auch in der Öffentlichkeit leben kann."

Lippi war von den 60ern bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erfolgreicher Libero in der italienischen Profiliga. In den 90ern gewann er als Trainer von Juventus Turin die Champions League. Ab 2004 betreute er die italienische Nationalmannschaft, die er bei der WM 2006 in Deutschland zum Weltmeister machte.

In Italien heizen auch andere Profifußballer die Atmosphäre auf: So erklärte Nationalspieler Nicola Legrottaglie in seiner Biografie, dass Homosexualität eine "Sünde" sei (queer.de berichtete). Sein Teamkollege Gennaro Gattuso sprach sich gegen die Homo-Ehe aus und begründete das mit seiner Religion (queer.de berichtete). (dk)



#1 CarstenFfm
  • 27.08.2009, 16:50h
  • ...und nicht das gemeinsame Duschen nach dem Spielen vergessen.... das kommt doch immer wenn so Dumpfbacken was gegen Schwule im Fußball haben.
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#2 alexander
  • 27.08.2009, 17:29h
  • dank berlusconi hat die italienische gesellschaft, durch ihre wahl, dieses klima begünstigt !
    aber wir sind in deutschland ja auch kurz davor die wirtschaftskriminellen und ihre steigbügelhalter zu mehr geld und macht zu verhelfen.
    wer dem profifussball zu seinem stellenwert verhilft, muss sich nicht wundern, denn hier geht es ja auch ausschliesslich um kohle !
    die verantwortlichen in diesem "breitensport", hatten noch nie viel in der birne, woher - oder wieso auch !!!
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#3 ProseccoAnonym