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  • 30. August 2009, noch kein Kommentar

Der Piton de la Fournaise ist die "heißeste" Attraktion der gayfriendly Insel mitten im Indischen Ozean

Von Carsten Weidemann

Bienvenue an einem der "heißesten" Plätze der Insel, dem Piton de la Fournaise (zu Deutsch: Glutofen). Réunions Vulkan brodelt ständig und bricht sogar etwa dreimal im Jahr aus. Der Piton de la Fournaise zählt deswegen zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Das Magma entleert sich meist schnell und ruhig und ist daher vollkommen ungefährlich. Der vor etwa einer Million Jahren entstandene Vulkan (2631 m) befindet sich im Südosten der Insel und präsentiert eine spektakuläre Mondlandschaft mitten auf einer paradiesischen Insel.

La Réunion, das kleine Stückchen Frankreich inmitten des Indischen Ozeans, wirbt mit seinem toleranten Klima bereits seit mehreren Jahren gezielt um schwule und lesbische Touristen (queer.de berichtete). Die Besteigung des Vulkans gehört zu den Höhepunkten eines Réunion-Aufenthaltes. Man sollte allerdings früh aufbrechen, um die Gipfelzone mit den Kratern nebelfrei zu erleben.

Auf dem Weg zum Vulkan, in Bourg Murat, befindet sich das Maison du Volcan. Dieses 1992 eröffnete Vulkanmuseum folgt einem Konzept des legendären Vulkanologenpaares Maurice und Katia Krafft und bietet eine ebenso weltumspannende wie Réunion-spezifische Einführung in die Materie. Besucher erhalten Auskünfte über Grundbegriffe des Vulkanismus, Vulkantypen, über die Entstehung der Insel und des Piton de la Fournaise sowie Informationen über große Eruptionen. Neben Erklärungstafeln liefern Illustrationen, Karten und Modelle eine Menge anschaulicher Informationen, die den Museumsbesuch auch für Gäste die kein französisch sprechen, äußerst informativ gestalten.

Bevor der Berg zu spucken anfängt, hat das Vulkanologische Observatorium längst die Präfektur alarmiert. Das Observatoire Volcanique de la Réunion in la Plaine des Cafres wird von dem deutschen Vulkanologen Thomas Staudacher geleitet und registriert jede seismologische Aktivität des Piton de la Fournaise. Staudacher und sein Team arbeiten am Fuße des Vulkans. Die Magnetometer und Seismographen melden die Aktivitäten des Vulkans bereits eine Woche vor dem Ausbruch.

Jede Eruption ist ein Spektakel. Ist das Erwachen des Vulkans gemeldet, feiert sich die Insel selbst. Einheimische wie auch Besucher setzen sich ins Auto um das einzigartige Naturspektakel aus nächster Nähe mitzuerleben. Unter den Einheimischen der Insel heißt es dann auf kreolisch: "Volcan i pet", was auf Deutsch so viel bedeutet wie: "Der Vulkan furzt".

Galerie:
Urlaubsparadies La Réunion
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