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In einem bereits am Freitag veröffentlichten Interview hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut gegen ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen.

In dem Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte sie, in den Bereichen der Familienpolitik wie auch in der Diskussion um Stammzellen oder Patientenverfügungen sei die CDU dem "'C', also dem christlichen Menschenbild, verpflichtet". Auf die Frage, wo es zur FDP Unterschiede in der Familienpolitik gebe, sagte die Kanzlerin: "Da ist zum Beispiel die Frage der Adoption von Kindern auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, die von Union und FDP unterschiedlich debattiert wird. Die Aufrechterhaltung des Ehegattensplittings ist in diesem Zusammenhang eine weitere Frage. Sie ist uns wichtig, um den besonderen Schutz der Ehe zu unterstreichen. Hier hat die Union klare Prinzipien."

Zwei Auftritte vor Katholischen Akademien

Bereits im März hatte sich Angela Merkel gegen eine Gleichstellung von Ehe und Lebenspartnerschaft ausgesprochen (queer.de berichtete). "Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft", hatte sie bei einer Rede vor der Katholischen Akademie in Berlin erklärt. "Die CDU hat es in ihrem Grundsatzprogramm so festgelegt: Familie ist, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung übernehmen. - Das ist ein sehr anderer Satz als der Satz: Familie ist, wo Kinder sind". Anderen Lebensgemeinschaften zollte sie zwar "Respekt", allerdings schränkte sie sogleich ein: "Respekt ist nicht Gleichstellung". Zudem sprach die Kanzlerin bereits damals von der besonderen Rolle des "C" in ihrer Partei, das auch in der Familienpolitik gestärkt werden müsse.

Im Juli trat Merkel vor der Katholischen Akademie in München auf und sagte über ihre Parteimitglieder, dass "wir die Ehe für die verlässlichste Form des Zusammenlebens und des Verantwortung-Lebens halten", weshalb der Schutz der Ehe weiter im Grundgesetz verankert sein sollte. "Es ist richtig, dass wir damit eine bestimmte Besserstellung bei der Entscheidung für eine eheliche Gemeinschaft nicht nur in Kauf nehmen, sondern bewusst wollen. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht auch anderen Gemeinschaften zuwenden und dass wir nicht auch Alleinerziehende aufnehmen." Im folgenden Satz spielt sie Eheleute gegen Alleinerziehende oder auch Lebenspartnerschaften aus: "Es ist also nicht so, dass wir diese Lebensmodelle sozusagen negieren und den Menschen, die nach diesen Modellen leben, keinen Halt geben. Das heißt aber schon, dass sich diejenigen, die sich zu einer Ehe entscheiden und in einer Ehe ihre Kinder erziehen, nicht als Minderheit in unserem Lande fühlen sollen, während andere sozusagen die geballte Aufmerksamkeit des Staates bekommen." (nb)



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#1 Mister_Jackpot
  • 01.09.2009, 14:03h
  • Also wer diese Partei als schwuler Mann unterstützt oder wählt ist ganz direkt gesagt ein Verräter an all denen, die sich gleiche Rechte für ihre Partnerschaft so sehr wünschen. Ich werd wahnsinnig bei dem Gedanken, dass es so dermaßen viele Schwule gibt, die diese Partei wählen. Allein der Romeo Club der CDU hat über 470 Mitglieder zur Zeit. Zum Vergleich: der grüne Romeo Club hat lediglich 498 Mitglieder..also nur geringfügig mehr Mitglieder. Wie kann man sich nur so selbst hassen? Ich verstehe es nicht und werde es nie verstehen. Das für Menschen andere Politikfelder wichtiger sind ist hier keine Ausrede, da es hier um Grundprinzipien geht, die für jeden Schwulen Bedeutung haben sollten.

    Pfui CDU/CSU! Pfui schwule Unionswähler!
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#2 FloAnonym
  • 01.09.2009, 14:26h
  • Tja, die Union bleibt auch unter Angela Merkel eine Partei, die Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle weiterhin diskriminieren und als Menschen 2. Klasse behandeln will!!

    Wer endlich im 21. Jahrhundert ankommen will und solche mittelalterliche Politik des Hasses verhindern will, muss dafür sorgen, dass diese Partei nicht in die Regierung kommt. Oder wenn, dann so schwach wie möglich.

    Und da die FDP mit der Union koalieren will (und die Union ihre Homopolitik nicht ändern wird, wie Angela Merkel noch mal klar gemacht hat), ist jede Stimme für die FDP indirekt auch eine Stimme für die CDU/CSU!

    Wer im 21. Jahrhundert Menschen noch immer diskriminieren und als Menschen 2. Klasse behandeln will (und das nur, weil sie lieben), gehört abgewählt.

    Und das sage ich nicht nur, weil ich schwul bin , sondern das würde ich genauso sagen, wenn es um Schwarze, Frauen, etc. ginge.

    Würden wir nur ein einziges mal alle zusammenstehen und unsere Macht zeigen (viele von uns sind sich leider gar nicht bewusst, welch große Macht wir aufgrund unserer Anzahl und auch Wirtschaftskraft haben), würde allen klar, dass man keine Politik mehr gegen uns machen kann. Bzw. dann keinen Erfolg hat. Dann gäbe es innerhalb kürzester Zeit KEINE Partei mehr, die gegen uns arbeiten würde. (Und dann hätten wir auch wieder mehr Auswahl bei Wahlen.)

    Aber leider fürchte ich, dass wir wieder mal nicht mit einer Stimme sprechen werden und nur Parteien wählen werden, die uns wirklich und 100%ig gleichstellen wollen (also auch nicht SPD und FDP, die uns mit Almosen abspeisen wollen).

    Wären Frauen, Farbige, etc. so gewesen wie wir, wären sie noch heute Menschen 2. Klasse!! Wir haben es wohl auch nicht anders verdient, wenn wir nicht zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen....

    Jetzt zählt es!

    Jetzt werden die Weichen gestellt!!

    Seid Euch unserer Macht bewusst und zeigt sie! Lasst uns den Homohassern zeigen, dass sie ohne uns auf keinen grünen Zweig mehr kommen....
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#3 RabaukeAnonym
  • 01.09.2009, 14:41h
  • Wer diese Frau, Partei wählt, hat indirekt einen heftigen Dachschaden! In Sachsen hat diese Partei 40.9% der Stimmen bekommen. Ich frage mich bis heute: "Waren hier nur Vollidioten zur Wahl???? Nein! Gut die Hälfte hier ist Ü50 oder Rentner. Die waren wählen. Unseren Rentnern gehts ja "gut". Zumindest so vielen, dass man diese wichtige Gruppe in "Schach" hält. Für mich ist in vier Wochen eines nur klar: Die "Rote Karte" an solch verlogene Partein wie CDU/FDP/SPD!!!!! Geht zur Wahl, Bitte........aber wählt diese CDU nieeeemals wieder!
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#4 David SAnonym
  • 01.09.2009, 14:49h
  • Man muss schon sehr hasserfüllt und gefrustet sein, um Menschen zu diskriminieren und als minderwertig anzusehen, nur weil diese Menschen lieben!

    Also ich kann keine Partei wählen, die so denkt!

    Und mittlerweile kann ich auch keine Partei mehr wählen, die uns mit Almosen abspeisen will, statt uns endlich 100%ig gleichzustellen. Da interessieren andere Themen gar nicht mehr, wenn mich die entsprechende Partei weiter diskriminieren will.

    Schande über Frau Merkel und die CDU/CSU!!

    Und auch Schande über Parteien wie die FDP und die SPD, die uns mit Almosen abspeisen wollen, statt uns endlich vollständig gleichzustellen (inkl. Eheöffnung, etc.).
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#5 MarcAnonym
  • 01.09.2009, 14:52h
  • Was sind das nur für Menschen, die Liebe verachten?!

    Die Menschen varachten, nur weil sie lieben?!

    Sind wir Menschen zweiter Klasse, nur weil wir lieben?

    Wann hört dieser Hass endlich auf? (Vermutlich erst dann, wenn die entsprechenden Parteien merken, dass sie damit keinen Erfolg mehr haben.)
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#6 MarekAnonym
  • 01.09.2009, 15:00h
  • Jetzt kommt es drauf an!!

    Jede einzelne Stimme zählt!!

    Wir müssen diese Homohasser endlich in die Schranken weisen und endlich etwas ändern in diesem Land!

    Was in den Niederlanden, Belgien, etc. erfolgreich funktioniert, muss doch auch hier möglich sein...

    Vielfalt statt Einfalt!!
    Liebe statt Hass!!
    21. Jahrhundert statt Mittelalter!!
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#7 kikerikiAnonym
#8 LorenProfil
  • 01.09.2009, 15:16hGreifswald
  • Tja, so funktioniert halt Machtpolitik.
    Nachdem ihr intern vorgeworfen wird, die CDU
    zu "sozialdemokratisieren", biedert Merkel sich
    auf Kosten der Homosexuellen ihren katholischen
    Stammwählern an. Das Wählerpotential in den
    südlichen Bundesländern kann so ausgeschöpft
    werden, ohne bei den harten Themen der Wirt-
    schafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik die Hose
    -pardon- den Rock runterzulassen. Dass das
    katholische Spanien in Sachen Gleichstellung
    Deutschland um Lichtjahre voraus ist ... egal.

    Wer als Lesbe oder Schwuler CDU/CSU wählt,
    muss schon einige geistige Haken schlagen, um
    das vor sich selbst und anderen glaubwürdig
    vertreten zu können und die Diskriminierung
    der eigenen Person als sekundär für das ei-
    gene Wahlverhalten darzustellen.
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#9 FinnAnonym
  • 01.09.2009, 15:22h
  • Also, wer Merkel und ihre CDU/CSU wählt, hat es echt nicht besser verdient, als weiter diskriminiert zu werden.

    Nur schlimm, dass genug andere dann auch darunter zu leiden haben.

    Ich habe die Schnautze voll von Diskriminierung! Ich will endlich das, was Schwule in anderen Staaten auch haben: echte volle Gleichstellung!!

    Da das mit Union und FDP offenbar nicht machbar ist, muss man halt andere Parteien wählen (die meiner Meinung nach noch weitere Vorteile haben, aber das ist meine private Meinung).
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#10 hwAnonym
  • 01.09.2009, 15:56h
  • Antwort auf #8 von Loren
  • "..Das Wählerpotential in den
    südlichen Bundesländern kann so ausgeschöpft
    werden, ohne bei den harten Themen der Wirt-
    schafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik die Hose-pardon- den Rock runterzulassen...."

    Und auch da sollte man bis zur Wahl massiv helfen,
    Menschen außerhalb der GLBT-Zusammenhänge
    auf die gravierenden Folgen bei der Wahl von CDU & FDP hinzuweisen.

    Für sie selbst, ihre Kinder, Enkel, Freunde, Bekannte, eben den Bestandteilen der Gesellschaft.

    Soviel Fürsorge sollte bei allem eigenen Leid schon sein.

    Ruhig in kleine Alltagsbemerkungen einklinken.
    An der Tanke, beim Bäcker, in Warteschlangen,
    geht zur Zeit erstaunlich gut.

    Chatman (as speakman): It sounds like a whisper...
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