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Eine neue Studie belegt, dass es Männer grundsätzlich bunt treiben – egal ob schwul oder heterosexuell. Schwule hätten nur andere Beziehungsmodelle.

Von Carsten Weidemann

Ist "Treue" nur ein Fremdwort unter Schwulen? Während Gründe und Begleitumstände heterosexueller Paare bislang regelmäßig und umfassend untersucht worden, will eine neue Studie nun auch bezüglich homosexueller Paare Abhilfe schaffen. Diese trägt den Namen "Beziehungsverhalten schwuler Männer bezüglich Monogamie" und wurde in dem neuen Buch "Sexuelle Orientierungen: Weg vom Denken in Schubladen" vorgestellt.

Diplom-Psychologe Roland Kirchhof (29) kommt nach der Befragung von fast 300 Schwulen und der Auswertung zahlreicher anderer Studien zu dem Schluss, dass "schwule Männer ebenso (un)treu sind wie heterosexuelle". Zudem würden monogame schwule Beziehungen nicht länger halten als offene schwule Beziehungen. Viel eher scheint der Faktor "Nicht-Exklusivität" zur Stabilität schwuler Beziehungen beizutragen.

Die Wahrscheinlichkeit einen Seitensprung einzugehen, unterscheide sich zwischen monogamen schwulen Männern (26%) und monogamen heterosexuellen Männern (22 bis 49%) nicht grundsätzlich.

Unterschiede zeigten sich laut Kirchhof allerdings in der großen Verbreitung "alternativer nichtmonogamer Beziehungsformen", die bei heterosexuellen Paaren zwar auch vorkommen, aber nicht in der Häufigkeit vertreten sind.

"In diesen alternativen Beziehungsformen haben Monogamie und Treue einen ganz anderen Stellenwert als bei monogamen Paaren", meint Kirchhof und ergänzt: "Mit Treue ist hier die Treue gegenüber den gegebenenfalls getroffenen Vereinbarungen gemeint, nicht aber der Verzicht auf Sex außerhalb der festen Beziehung." Männer mit einem geringeren Glauben an Monogamie und Treue hätten zudem häufiger einen Seitensprung.

Die Partnerschaftsdauer sei allerdings ein wichtiger Faktor und erhöhe das Risiko einer Seitensprungs – unabhängig von Zufriedenheit, Meinungen und Gelegenheiten. Außerdem beeinflusse die erwartete Konsequenz des Seitensprungs das Verhalten der befragten Männer.

Insgesamt erwarteten schwule Männer, die in einer monogamen Beziehung leben, unabhängig davon, ob sie fremdgegangen waren, negative Konsequenzen für die Qualität der Partnerschaft durch einen (möglichen) Seitensprung.

Diese Befürchtung war allerdings bei den Männern, die bereits fremdgegangen waren deutlich geringer. Auch fürchteten Männer mit "außerpartnerlichen Beziehungen" im Gegensatz zu Männern ohne Seitensprung, kaum Schaden für das eigene Selbst.



#1 XDAAnonym
  • 03.09.2009, 10:33h
  • hat auch eher was mit Charaktereigenschaften zu tun, statt mit sex. neigung. ich finde monogamie super, andere eben nicht. dumm wird es nur, wenn einer der auf treue wert legt, von einem der nicht so viel davon hält verarscht wird. wenn von anfang an, alles klar geklärt ist, dann ist es auch ok.
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#2 MaxAnonym
  • 03.09.2009, 10:49h
  • Finde ich auch logisch:
    genauso wie es bei Heteros treue und untreue Männer gibt, so gibt es dasselbe auch bei Schwulen.

    Jeder nach seine Facon: ich finde es nur wichtig, dass es im gegenseitigen Einvernehmen passiert. Wer eine offene Beziehung führt, wo beide einverstanden sind: bittesehr. Mein Ding ist es zwar nicht, ich lebe in einer monogamen Beziehung, aber wer das will und wenn das in beidseitigem Einvernehmen geschieht, ist nichts dagegen zu sagen.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.09.2009, 11:29h
  • Worüber sich Meinungsforscher so alles Gedanken machen! Ich lebe bereits seit zehn Jahren in einer monogamen Beziehung und bin meinem Partner absolut treu! Eine offene Beziehung kommt für mich nicht in Frage. Für mich gilt nach wie vor der Satz "Appetit kann man sich holen, aber gegessen wird zuhause!"

    Dennoch bin ich der Meinung, daß Schwule treuer als heterosexuellen Geschlechtsgenossen sind.
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#4 axelwEhemaliges Profil
#5 RabaukeAnonym
  • 03.09.2009, 15:45h
  • Wer fremdgeht ist ein "Schwein".
    Wer viel fremdgeht ist ein "Mehrschwein".
    Wer sich erwischen läßt ist ein "dummes Schwein"

    So sehe ich da. Lach frech, zwinker:)))))
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#6 Good ol friendAnonym
  • 03.09.2009, 17:10h
  • Warum sollten mittelalterliche Zwangskonstruktionen für ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben geeignet sein?

    Wie die Studie zu Recht offenlegt: Bei der Vorstellung von "Monogamie" geht es um nichts anderes als die ihr zugrundeliegende religiöse Angstmoral, die Sex nur in der heiligen Ehe (zwischen Mann und Frau, versteht sich) zulässt!

    Daher ist es über alle Maßen erschreckend, dass auch so viele schwule Männer diese Unterdrückungslehre derart tiefgreifend verinnerlicht haben.

    Und auch hier sorgt die Studie für Aufklärung im wahrsten Sinne des Wortes: Wenn man diesen Zustand des geistigen Mittelalters erst einmal überwunden hat, dann hat man auch keine Angst mehr vor seiner eigenen sexuellen Freiheit und der des Partners

    (und wenn wahre Liebe sich durch irgend etwas auszeichnet, dann doch wohl durch Freiheit - und nicht etwa durch Besitz-Ergreifen-Wollen!).
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#7 Dennis
  • 03.09.2009, 18:09h
  • Anal - Oral - Vaginal - total egal - humans are all the same

    Wie sagt Shakira doch so treffend?

    Freedom is more than a state of mind, it relates to many different parts of our lives - not only sexual pleasure. But sex is the origin of life, the ultimate human expression."

    Recht hat sie . . .
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#8 remixbebAnonym
  • 03.09.2009, 18:45h
  • Antwort auf #6 von Good ol friend
  • weißt Du, was ich interessant finde und wo ich mich auch Frage, warum das so ist, wenn doch alles so locker leicht ist? Warum müssen "polygame" Schwule immer ihre Mittelalter-Keule rausholen, wenn andere schwule sagen, sie sind monogam und glücklich? Zeigt es in Wirklichkeit nicht, dass genau diese Leute irgendwie einen Knacks weg haben, da sie sich immer rechtfertigen müssen??!

    Komischerweise ist es umgekehrt nicht so. Die meisten monogamen Schwulen sagen lediglich, "ist nicht mein Ding", aber wenn es für beide Partner okay ist, soll jeder so leben, wie er es für richtig hält.

    Wer ist hier also der tolerante und aufgeschlossene Schwule?

    Wie dem auch sei: Ich kann mit einer polygamen Beziehung nichts anfangen. Das besondere an einer Beziehung ist für mich nun mal der besondere (und unantastbare) Stellenwert, den mein Partner für mich hat. Sobald ich mit jemand anderem in die Kiste gehen würde, wäre der für mich nicht mehr gegeben. Und das hat NICHTS mit Moral zu tun, sondern damit, dass das besondere der einen besonderen Person nicht mehr gegeben wäre. Und dann bräuchte ich keine Beziehung mehr. Super Freunde hätte ich auch so, und poppen könnte ich mit jedem.

    Ich denke eher, dass in unserer Gesellschaft die Tendenz dazu geht: Immer mehr, immer besser, immer schneller. Und warum dann Dinge tun, die einem Schwierigkeiten machen, wenn ich es doch auch einfacher haben kann?
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#9 seb1983
  • 03.09.2009, 19:58h
  • Antwort auf #8 von remixbeb
  • ich mach mal copy and paste wie die großen Meinungsführer hier

    Immerhin haben wir 2009, da kann man ja wohl von jedem Schwulen polyamores Rudelbumsen in Berliner Szenekneipen erwarten, und bitte ohne sich von Kondomfanatikern und Moralaposteln den Spaß verderben zu lassen, das ist ja sowas von 90's....

    Ironie aus
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#10 XDAAnonym