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  • 04. September 2009, noch kein Kommentar

Das "Feast Festival" findet jährlich im November in South Australias Hauptstadt Adelaide statt. Zwei Wochen lang Partys und Kultur nonstop! Queer.de sprach mit dem Festivalmanager David Waylen.

Von Jan Gebauer

Das schwule Zentrum von South Australia ist ganz ohne Zweifel die progressive Haupstadt Adelaide mit rund einer Million Einwohnern. 2009 wird das jährlich stattfindende schwul-lesbische "Feast Festival" wieder als Szene-Ereignis des Jahres gefeiert. Aus ganz Australien reisen die Gäste an – aber auch aus Übersee. Vom 14. bis 29. November stehen zwei Wochen lang Partys, Theater, Konzerte, Lesungen, Shows, Konferenzen und Foren auf dem Programm. Queer.de sprach mit dem Festivalmanager David Waylen über die Highlights und Australiens Schwulenszene.

Wie müssen wir uns das Festival vorstellen?

Das "Feast Festival" ist Australiens größter Kulturevent für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle. 16 Tage volles Programm und 160 verschiedene Veranstaltungen an 81 Veranstaltungsorten bieten eine ganze Menge Vielfalt. Im Jahr 2008 haben rund 700 Künstler das Programm gestaltet. Alleine 27 Weltpremieren konnten gefeiert werden.

Was steht dieses Jahr an?

In diesem Jahr lautet das Thema "HomeGrown" ("selbst angebaut") mit einem starken Fokus auf Adelaide und South Australia, aber auch mit internationalen Talenten. Leider sind die Hauptacts noch geheim, aber wir haben auch eine tolle deutsche Künstlerin zu Gast: Bridge Markland aus Berlin präsentiert "Bridgeland zwei", eine sehr eigenwillige Performance. Die Gute wechselt ihre Identität wie Unterwäsche!

In deutschen Städten wie Köln oder Berlin feiern heterosexuelle Familien ganz natürlich bei den Gay Prides mit. Ist das in Australien genauso?

Klar, bei den großen Events wie dem "Feast Festival" aber auch beim Mardi Gras in Sydney oder dem MidSumma in Melbourne feiern alle gemeinsam. Besonders beim "Picnic in the Park", der an sich sehr familiär und gemütlich ausgerichtet ist. Der findet übrigens schon seit 20 Jahren statt. Über 15.000 Menschen von ganz jungen bis hin zu deren Großeltern sind dann mit dabei, um mit der homosexuellen Community zu feiern.

Was für andere Gründe gibt es für deutsche Schwule nach Adelaide zu reisen?

Wein und Gastfreundlichkeit! (lacht) Es gibt hier sogar eine deutsche Gemeinde namens Hahndorf. Die ist nur 20 Minuten von der Innenstadt entfernt. Außerdem ist das Barossa Valley sicher ein Muss für Weinfans! 80 Minuten von Adelaide entfernt, ist dies mit einer Rebfläche von rund 10.000 Hektar das bekannteste Weinbaugebiet Australiens und sehr beliebt bei Schwulen. Ich denke außerdem, dass wir Einiges in Sachen Lifestyle, Entertainment und Nachtleben zu bieten haben. Dazu kommt die großartige Natur drum herum.

Überzeugt! Welche Adressen sollte ich bei den Hotels beachten?

Es gibt einige schwule bzw. schwulenfreundliche Adressen. Zum Beispiel das Adelaide Riviera oder Princes Lodge Motel. Beide sind zentral gelegen und die Kultur ist quasi vor der Tür.

Wie sieht die schwule Szene in Adelaide aus?

Adelaide war schon immer führend was die schwule Szene Australiens betrifft – natürlich neben den anderen Metropolen wie Sydney und Melbourne. So gibt es hier den ersten schwulen Nachtclub des Landes: die "Mars Bar". Auch das "Garage" ist legendär und unzählige weitere Bars, Clubs und Restaurants schließen sich an.

Und wie sind die schwulen Jungs in Australien so drauf?

Das musst du herausfinden. (lacht) Meist sind die Jungs sehr relaxt. Sie verstehen und machen eine Menge Spaß und sind sehr gesellig.