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  • 06.09.2009           50      Teilen:   |

Deutsche Top-Politiker im Homo-Check

Was Westerwelle, Nahles, Özdemir und Gysi Deutschlands Schwulen und Lesben versprechen

Von Carsten Weidemann

Drei Wochen bis zur Wahl 2009 - noch immer sind viele unentschieden. Wer setzt sich zum Beispiel am meisten für Schwule und Lesben ein? Das wollten die drei Homo-Magazine des Jackwerth-Verlags wissen.

In den aktuellen Ausgaben von DU&ICH, L-Mag und Siegessäule stehen FDP-Chef Guido Westerwelle, SPD-Vorstandsmitglied Andrea Nahles, Grünen-Chef Cem Özdemir und Linken-Fraktionschef Gregor Gysi Rede und Antwort. Einen Spitzenpolitiker der Union bekamen die Kollegen des Jackwerth-Verlags nicht vors Mikrofon.

Die erstaunliche Bilanz der Gespräche: Öffnung der Ehe und ein umfassendes Adoptionsrecht - SPD, FDP, Grüne und Linke versprechen die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Damit hätten die Belange homosexueller Menschen schon jetzt eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag.

"Ich habe mein Leben nie im Schrank verbracht", sagt Guido Westerwelle. "Ich habe es nur nicht ins Schaufenster gestellt." Im Interview gibt der Vorsitzende der FDP, der Deutschlands erster offen schwuler Außenminister werden könnte, auch private Einblicke: "Mein Partner und ich leben ganz unaufgeregt unser Leben. Vielleicht ist die Selbstverständlichkeit, mit der wir das tun, für manchen jungen Schwulen ermutigend."

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"Ich bin schwul-lesbisch sozialisiert", verrät Andrea Nahles überraschend, "das ist in meiner direkten Umgebung einfach so passiert." Berührungsängste mit Homosexuellen hat die SPD-Politikerin nicht. "Ich habe als heterosexuelle Frau auch Erfahrung mit Diskriminierung gemacht." Umfassend berichtet Nahles über Coming-out-Probleme von lesbischen Politikerinnen und über das Verhältnis des SPD-Kanzlerkandidaten zu Homosexuellen: "Frank-Walter Steinmeier hat damit kein Problem. Den habe ich in der Beziehung immer als extrem entspannt, offen und tolerant empfunden."

Grünen-Chef Cem Özdemir wiederum gibt sich selbstbewusst und kämpferisch "2001 haben wir die SPD dazu gebracht, mit uns die Eingetragene Lebenspartnerschaft umzusetzen. Wir würden dieses Projekt nun gerne vervollständigen, da wir mitnichten am Ende unserer Träume sind." Allerdings gesteht er auch eine private Schwäche: "Meine Frau macht oft Witze darüber, dass ich meist der Letzte bin, der merkt, ob jemand lesbisch, schwul oder hetero ist."

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, fordert im Interview eine Rehabilitierung der in Deutschland nach Paragraf 175 verurteilten Männer: "Verlassen Sie sich darauf, dass ich hier engagiert bleibe. Auch als Anwalt." Privat gesteht Gysi: "Mir ist mal erklärt worden, homosexuelle Neigungen seien mit 16 was Normales. Hatte ich nicht, vielleicht bin ich ja diesbezüglich anormal."

Links zum Thema:
» Die Interviews im Wortlaut auf siegessaeule.de
Mehr zum Thema:
» Merkels Wahlkampf gegen Schwule (01.09.09)
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Tags: westerwelle, nahles, özdemir, gysi
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Schwerpunkt:
 Bundestagswahl 2009

Reaktionen zu "Deutsche Top-Politiker im Homo-Check"


 50 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.09.2009
11:22:49


(+10, 10 Votes)

Von YAVANNAH


"Einen Spitzenpolitiker der Union bekamen die Kollegen des Jackwerth-Verlags nicht vors Mikrofon."

hilfe. und dann gibt es auf gayromeo gruppen für schwule in der union...hilfe. was für idioten.


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#2
06.09.2009
12:32:02


(-8, 10 Votes)

Von RobDN


Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl....

Ich finde es persönlich immer wieder erschütternd wenn im Freundeskreis über Politik gesprochen wird und der Eindruck entsteht das die Grünen quasi die schwule Partei schlechthin sind.

Homorechte sind wichtig aber nicht alles im Leben was nutzen mir Rechte wenn ich wirtschaftliche und soziale Zustände wie in der dritten Welt habe ?

Ich kann jedem nur den Wahlomat ( www.wahl-o-mat.de/) ans Herz legen und mancher wird, genau wie ich auch, überrascht sein welches Ergebnis er für seine Wünsche, Vorstellungen und Ziele bekommt.


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#3
06.09.2009
14:22:27


(+6, 8 Votes)

Von goddamnedliberal
Antwort zu Kommentar #2 von RobDN


"Homorechte sind wichtig aber nicht alles im Leben was nutzen mir Rechte wenn ich wirtschaftliche und soziale Zustände wie in der dritten Welt habe "

Mit welcher Muttermilch bekommt man denn solche Urängste eingeflößt? Liegen Norwegen oder andere skandinav. Länder in der 3. Welt oder an der Qualitätspitze fast jeden internationalen Rankings? Wo hätte jemals eine Mitte/Links-Regierung ein entwickeltes Land in die dritte Welt zurückgeschleudert? Auch als Beispiel für einen spürbaren wirtschaftl. Niedergang fällt mir nur das England der 60er und 70er Jahre ein.

Zustände wie in der 3. Welt verursachen v.a. neoliberale Regime, die Mittelschichtgesellschaften Lateinamerikas (Chile, Uruguay) in die dritte Welt zurückgeworfen bzw. dafür gesorgt haben, dass man in den USA oder England Inseln von 3. Welt vor der eigenen Haustür vorfindet.

Auch (und gerade) die hier vielzitierten Penthouse-Bewohner sollten das unschön finden.


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#4
06.09.2009
15:43:11


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User axelw
Antwort zu Kommentar #2 von RobDN


Ach, und deshalb sollen wir jetzt alle CDU/CSU & FDP wählen?


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#5
06.09.2009
16:47:05


(+8, 10 Votes)

Von remixbeb
Antwort zu Kommentar #2 von RobDN


Ach ja? Bei mir kam beim wahlomat "Linke" und "Grüne" raus. Was mich weniger überrascht.

Und mich erschüttert immer wieder, wenn manche absolut davon überzeugt sind, dass lediglich die Unionsparteien und die FDP eine Ahnung von Wirtschaft haben.
Wie war das noch gleich mit erneuerbaren Energien und Hybridautos etc??


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#6
06.09.2009
17:31:39


(+7, 9 Votes)

Von hw
Antwort zu Kommentar #5 von remixbeb


Zählen, messen, wiegen, schätzen..

Das ist der Ausschuß der Lenkung !!

Womit wir beim Lenkungsausschuß wären
und beim zur Zeit wichtigsten Mann für/von ?
Goldman & Sachs-Pläne in/für ? Europa.

Ihr nehmt unseren Dollar, wir nehmen die
Sachwerte.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Asmussen


Seilschaften

IKB

Während seiner Zeit als Abteilungsleiter saß Jörg Asmussen als Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB, die im Sommer 2007 infolge der Krise am US-amerikanischen Subprime-Markt in eine Schieflage geraten war und zu deren Rettung die staatseigene Förderbank KfW Milliarden zur Verfügung stellen musste.

BaFin

Außerdem saß und sitzt Jörg Asmussen als Vertreter des BMF auch im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), derzeit als Vorsitzender.
[bearbeiten]Bundesbank
Jörg Asmussen überzeugte seinen Dienstherrn Hans Eichel von der Idee, seinen früheren "Lehrmeister" Prof. Axel Weber zum neuen Präsidenten der Deutschen Bundesbank als Nachfolger des im April 2004 zurückgetretenen Ernst Welteke zu machen. Zwei Jahre zuvor war es ebenfalls Asmussens Einfall gewesen, Weber in den Kreis der fünf Wirtschaftsweisen der Bundesregierung zu berufen.

True Sale International

Jörg Asmussen war Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation True Sale International GmbH (TSI), die sich für die Entwicklung des deutschen ABS-Marktes einsetzt[4]. Probleme mit solchen Asset Backed Securities (ABS) sind eine der Hauptursachen der Finanzkrise 2008. Wie die Eröffenung eines Kongresses der TSI GmbH am 01. Oktober 2008 zeigt, ist Jörg Asmussen der TSI GmbH nach wie vor wohlwollend verbunden Expertengruppe zur Finanzmarktreform Jörg Asmussen ist im Oktober 2008 von der Presse als Mitglied der sechsköpfigen Expertenkommission der Regierung zur Reform der internationalen Finanzmärkte benannt worden.

Mitgliedschaften in Aufsichtsräten

Während seiner Zeit als Leiter der Abteilung "Geld und Kredit" des BMF war Asmussen Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:
Euler Hermes Kreditversicherungs AG, Hamburg
IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf
Deutsche Postbank AG, Bonn

Diese Ämter hat er mit Übernahme des Staatssekretärspostens zum 1. Juli 2008 niedergelegt.


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#7
06.09.2009
17:48:06


(+9, 11 Votes)

Von hw
Antwort zu Kommentar #1 von YAVANNAH


Die wollen einige ihrer Funktionäre und Sympathisanten nicht ver'grau'len.

CDU von Grauen Wölfen unterwandert?
Bisher schweigt die Partei zu Vorwürfen um den Krefelder Politiker Mehmet Demir

Der Krefelder CDU-Politiker Mehmet Demir hat nach Recherchen des WDR-Magazins Cosmo TV auffällig enge Kontakte zu den Bozkurtçular, den "Grauen Wölfen". So ist er unter anderem auf zahlreichen (und mittlerweile aus dem Internet entfernten) Fotos mit Funktionären der rechtsextremen Organisation zu sehen. Dabei deuten Gesten und die Anordnung der Personen auf den Bildern darauf hin, dass Demir eine zentrale und wichtige Position unter ihnen einnehmen könnte. Er selbst streitet eine Mitgliedschaft allerdings ab.

Link zu www.heise.de

Deckt sich mit meinem Wissen, in meiner Gegend.


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#8
06.09.2009
18:11:38


(+9, 9 Votes)

Von goddamnedliberal
Antwort zu Kommentar #7 von hw


Was dem rechten Türken der 'Graue Wolf' ist dem rechten Katholen sein 'Opus Dei'. Z. B. unserem besonderen Freund Norbert Geis (CSU):

"Gern zitiert Geis den Opus-Dei-Gründer Escrivá – als Sympathisant, wie er freimütig bekennt, allerdings ohne Mitglied zu sein. "Ich schätze das Opus Dei sehr, bin seinen Mitgliedern freundschaftlich verbunden und würde dem Opus Dei auch das allerbeste Zeugnis ausstellen." (Der Spiegel)

Geis ist Präsident der Opus-Dei-nahen 'Rhein-Donau-Stiftung', deren Projekte er auch gerne mit Steuergeldern versorgen lässt...

Link zu www.spiegel.de

Muss man 'links' sein, um das unerträglich zu finden oder einfach nur Demokrat?

PS: No Pasaran!


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#9
06.09.2009
18:17:03


(+7, 7 Votes)

Von axek
Antwort zu Kommentar #7 von hw


Oh ja, nicht nur das, denn was macht ein CDU-Politiker, wenn ihm nichts einfällt? Richtig, er schwingt die Rassistenkeule!

Link:
gaymuensterland.wordpress.com/2009/09/06/jurgen-ru
ttgers-die-rumanen-und-die-chinesen/


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#10
06.09.2009
18:22:31


(+9, 9 Votes)

Von markuskrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 05.08.2008


Was nützt mir ein Schwuler Politiker wie Guido Westerwelle, solange er Unsoziale Politik vertritt.
Sorry, die FDP ist für mich auch oder wegen Westerwelle unwählbar. Das gleiche gilt für eine CDU / CSU - die Menschenwürde unter dem Deckmantel des Christlichen Glaubens missachten.


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