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  • 07. September 2009, noch kein Kommentar

Das autobiografische Buch "Taking Woodstock" von Elliot Tiber mit Tom Monte

Von Carsten Weidemann

Weil er in den 60er-Jahren als schwuler Sohn jüdischer Eltern auf dem Lande gleich mehrfach gesellschaftlichen und familiären Unterdrückungen ausgesetzt ist, flüchtet Elliot Tiber als junger Mann in die kreative Schwulenszene New Yorks. Dort trifft er Künstler wie Truman Capote, Tennessee Williams und Robert Mapplethorpe, wird beruflich erfolgreich und lebt, wenngleich erst zögerlich, seine sexuellen Fantasien aus, nimmt sogar am Stonewall-Aufstand teil.

Doch obwohl er sein New Yorker Leben liebt, fühlt Elliot sich verpflichtet, El Monaco, das marode Motel seiner dominanten russischstämmigen Mutter, vor dem Ruin zu bewahren. Damit zwängt er sich in ein verwirrendes Leben zwischen den radikal-kreativen Lebensentwürfen der Metropole und der miefigen Engstirnigkeit der Provinzbewohner – latenter Antisemitismus inklusive.

Doch dann kommt der Summer of '69. Elliot erfährt, dass die Woodstock-Organisatoren händeringend einen neuen Veranstaltungsort suchen… Kurze Zeit später ist das Motel in Elliots unbelebtem und ungeliebtem Heimatort White Lake das Hauptquartier jenes Festivals, das das Leben aller ändern sollte – vor allem Elliot Tibers, der schließlich in dem unvergleichlichen Trubel vor allem eines findet: sich selbst.

Taking Woodstock ist eine autobiografische, komische und rührende Geschichte über den Mann, der Woodstock rettete – gegen jede Wahrscheinlichkeit und jeden Widerstand.

Elliot Tiber mit Tom Monte: Taking Woodstock, Roman, 256 Seiten, Hardcover, edel verlag/rockbuch, 19,95 €