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Eine Aids-Kampagne des Vereins Regenbogen, in dem Hitler beim Sex gezeigt wird, hat zu internationaler Kritik geführt.

Die Hamburger Werbeagentur "Das Comitee" hat mehrere Spots produziert, in denen Diktatoren wie Josef Stalin, Saddam Hussein und Adolf Hitler beim Geschlechtsverkehr zu sehen sind. Am Ende des Spots folgt der Slogan: "Aids ist ein Massenmörder". Die Werbekampagne wurde vom gemeinnützigen Selbsthilfeverein Regenbogen e.V. aus Saarbrücken in Auftrag gegeben. Das Video, das auf einer eigens angelegten Website in mehreren Sprachen abrufbar ist, hat bereits zu heftigen internationalen Reaktionen geführt.

So warf der britischen National Aids Trust dem saarländischen Verein vor, die Arbeit für Aids-Hilfen mit diesem Video zu erschweren: "Es gibt dort keine Präventions-Message wie ‚Benutze ein Kondom'. Außerdem könnte es Leute davon abhalten, sich testen zu lassen", erklärte eine Sprecherin gegenüber dem "Daily Telegraph". Sie kritisierte, dass HIV-Positive mit Massenmördern in Verbindung gebracht würden. HIV sei zudem kein Todesurteil mehr, wie der Spot suggeriere, sondern eine ernstzunehmende chronische Krankheit.

In US-amerikanischen Blogs wird im Zusammenhang mit der Kampagne weniger über das Thema Prävention diskutiert, als darüber, welche lebenden Diktatoren in den Videos auftauchen sollten. Dabei werden unter anderem Mahmud Ahmadinedschad und Hugo Chávez erwähnt.

Die Macher von "Das Comitee" begrüßen dagegen die Aufregung: "Wir wollten dem Virus ein Gesicht geben, nicht den Erkrankten", so Dirk Silz gegenüber "Spiegel Online". "Dass die Kampagne möglicherweise über das Ziel hinausschießt, haben wir in Kauf genommen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen."

Die Spots sollen ab dieser Woche im deutschen Fernsehen im Abend- und Nachtprogramm gezeigt werden. Außerdem wurde ein Radiospot angekündigt, in dem eine Rede von Joseph Goebbels als Grundlage verwendet wird. (dk)



39 Kommentare

#1 Ulli_2mecsProfil
  • 07.09.2009, 19:28hHamburg
  • eine unerträgliche, unverantwortliche kampagne, die massiv zur stigmatisierung hiv-positiver beiträgt.
    geht es den machern nur um aufregung und publicity für sich selbst? fast scheint es ... der aids-prävention jedenfalls wird mit solchen "kampagnen" massiv schaden zugefügt ...
    aufmerksamkeit - auf dem rücken von hiv-positiven, und für einen dubiosen verein ...

    www.ondamaris.de/?p=12421
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#2 hwAnonym
  • 07.09.2009, 19:30h
  • Das ist gut so. Sie sind am Ende. Man sieht es auch.

    Das Komitee:

    Bild nicht aufrubar
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#3 hwAnonym
  • 07.09.2009, 19:48h
  • Antwort auf #1 von Ulli_2mecs
  • Sie wird auch in nicht-metropolen Regionen der Bundesrepublik Deutschland zu Stigmatisierungs-Strategien gegen die dort lebenden und heranwachsenden Schwulen pro-aktiv beitragen.

    Man darf auf den LSVD gespannt sein.
    Mal sehen, ob die Maneo-Fraktion schweigt.
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#4 Good ol friendAnonym
  • 07.09.2009, 19:50h
  • Antwort auf #1 von Ulli_2mecs
  • Es ist unfassbar, was sich diese Clique, die offenbar nicht über ein Minimum an historisch-politischem Bewusstsein und gesellschaftlichem Verwantwortungsgefühl verfügt, da aus reiner Wichtigtuerei und Sensationshascherei geleistet hat. Und dann besitzen sie auch noch die Frechheit, das Ganze mit dümmlichsten Pseudo-Argumenten schönzureden.

    Wie man sieht: Die Aufklärung über die eigene Geschichte und die Konsequenzen für unser heutiges Handeln verschwinden (sofern jemals vorhanden) zunehmend aus dem kollektiven und individuellen Bewusstsein.

    Da passt es doch perfekt ins Bild, dass unsere Bundesregierung es sich auf Anfrage einer Abgeordneten der Linken unverblümt erlauben kann, den Einsatz von Soldaten gegen Demonstranten als Option zu bezeichnen. Ohne dass dies bislang - mitten im Wahlkampf - von irgend jemandem deutlich wahrnehmbar thematisiert und vor allem kritisiert worden wäre. Aber von den Massenmedien, die sich weitgehend in den Händen der großen Konzerne und der Herrschenden befinden, braucht man selbiges freilich auch nicht zu erwarten.
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#5 hwAnonym
  • 07.09.2009, 20:05h
  • Antwort auf #4 von Good ol friend
  • "Wichtigtuerei und Sensationshascherei"

    Es geht ganz oridinär um cash. Ganz vulgär, wie mache ich schnell Kasse mit dem Blut von anderen.
    Wie krawalle ich mich an die Front der Agenturen,
    die in Krisenzeiten überhaupt noch Aufträge bekommen.

    Diese Menschen und ihre Sachwerte sind angreifbar.
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#6 hwAnonym
#7 Dennis
#8 anonymusAnonym
  • 07.09.2009, 20:55h
  • Also es bekommt zumindest die Beachtung die es provoziert. Ist doch was anderes als diese abgelutschten Gemüse- und "Präventivmessages" die ohnehin kein Schwein ernst nimmt bzw. sich darüber Gedanken macht. Dieses politisch korrekte Gesülze trieft an den Leuten doch ab wie Wasser auf einer Regenjacke.
    Nein! Ich find´s gut! Und ich bin selbst positiv!
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#9 TimmAnonym
  • 07.09.2009, 21:05h
  • Weg mit dieser unerträglichen, unverantwortlichen Kampagne.

    Wie kann man nur so dumm und dämlich sein.

    Wie oft muessen es Menschen in der Werbung, im Journalismus oder in der Politik denn noch beigebracht bekommen, dass sich Vergleiche mit Hitler, dem Nationalsozialismus oder dem Holocaust nicht gehören und historisch unverantwortlich sind. Ich kotze, wenn ich diese Kampagne sehe.
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#10 Good ol friendAnonym