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Die Deutsche Aids-Stiftung und die Deutsche Aids-Hilfe kritisieren die Präventionskampagne des Vereins Regenbogen, bei der das Virus mit Diktatoren wie Adolf Hitler und Joseph Stalin in Zusammenhang gebracht wird: Sie schade der Prävention, stigmatisiere Positive und verhöhne NS-Opfer.

In kurzen Werbevideos werden die historischen Despoten beim Sex gezeigt, anschließend erscheint der Slogan: "Aids ist ein Massenmörder". Die Kampagne, die ab sofort im deutschen Fernsehen zu sehen ist, wurde bereits international kritisiert, unter anderem von der britischen Aids-Hilfe (queer.de berichtete).

"HIV-positiv gleich (Massen-)Mörder"

Jetzt hat auch die Deutsche Aids-Stiftung in Bonn erklärt, der Werbespot zeuge "nicht nur von schlechtem Geschmack", sondern schade auch der Prävention: "Die wenigsten Zuschauer werden bei der Darstellung Adolf Hitlers an das HI-Virus denken. Viel naheliegender ist die Gleichung: HIV-positiv gleich (Massen-)Mörder", erklärte die Stiftung am Dienstag in einer Mitteilung. Die Kampagne leistet damit der Stigmatisierung HIV-positiver Menschen Vorschub. "Gleichzeitig ist sie geeignet, bei allen anderen Menschen Unsicherheit und Ängste zu schüren. Das Ziel der Urheber wird so nicht erreicht, nämlich den Trend zum ungeschützten Geschlechtsverkehr zu stoppen."

Die Werbespot sei auch aus historischen Gründen "untragbar", erklärte die Stiftung weiter: "Männer die Sex mit Männern haben, wurden von den Nationalsozialisten grausam verfolgt. In Deutschland zählen sie zur am stärksten von HIV betroffenen Gruppe. Es ist eine Verhöhnung der NS-Opfer und dieser Männer, sie durch einen 'Aufklärungsspot' mit Adolf Hitler in der Hauptrolle schützen zu wollen".

Ulrich Heide vom Vorstand der Aids-Stiftung sagte, er wünsche sich statt des Hitler-Filmchen "Spots mit sachgerechter Aufklärung über den Schutz vor HIV, von denen sich die Zuschauerin und der Zuschauer gleichzeitig emotional angesprochen fühlt". Es müsse zudem weiterhin für die Solidarität mit den Betroffenen geworben und deren Stigmatisierung verhindert werden.

Auch die Deutsche Aids-Hilfe sprach sich für den sofortigen Stopp der Kampagne aus. Eine gute HIV-Prävention sei nur dann erfolgreich, wenn sie die Lebensstile ihrer Zielgruppen anerkenne, sachlich über Infektionsrisiken informiere und somit zum Schutz gegen HIV motiviere, erklärte Guido Schlimbach von der Aids-Hilfe NRW. (dk)



14 Kommentare

#1 bastapapsta
  • 08.09.2009, 18:26h
  • Eigentlich sollte nicht Hitlers sondern das Gesicht vom Papst gezeigt werden, denn seine Propaganda für unsafen Sex treibt die Aidsverbreitung speziell in Afrika voran. Dieser Mann ist ein Verbrecher !

    Ich finde das Video gut. Beschämend finde ich, dass von den krtikern Menschen mit dem HIV Virus schlechter gestellt werden als NS Opfer. Was den NS Opfern angetan wurde ist eine schlimme Sache und nicht wieder gut zu machen. Aber wer hat das Recht, Menschen mit HIV Erkrankung als minderwetiger hin zu stellen ? Den vergleich als beleidigung zu sehen ist üble Diskriminierung. Aber so ist der Lobbyismus.

    Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verurteilte die Kampagne scharf. Diese sei "geschmacklos und kontraproduktiv", sagte BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert. Seriöse Prävention arbeite nicht mit Schockeffekten, sondern ziele auf eine langfristig stabile Verhaltensänderung.

    Wen wundert es, dass das BZgA solch eine fundamentalistische Flosgel benutzt, wenn Deeutschland von einer verkorksten CHRISTLICHEN partei regiert wird, welche Bananenpolitik betreibt ?
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#2 xyAnonym
  • 08.09.2009, 18:28h
  • Immer wieder schön, wenn man jeden Tag etwas findet, über das man sich aufspulen kann. Wie man Argumentationen an den Haaren herbeizieht und sich stets schwer betroffen und verfolgt fühlt, darin ist man ja seit langem geübt.

    Zwar hat diese komische Kampagne immerhin erreicht, daß mal wieder über Aids gesprochen wird, und zwar auch in Medien, die das sonst kaum tun. Aber wir machen lieber unsere nächsten Eiapopeia-Kampagnen, wo irgendwelche Nullgesichter erklären: "Seit ich beim GV ein Kondom vorschriftsgemäß verwende, mundet mir das Mineralwasser viel besser. Versuch du es doch auch einmal!" Oder so.
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#3 bastapapsta
  • 08.09.2009, 19:28h
  • "Die Deutsche Aids-Stiftung kritisiert die Präventionskampagne des Vereins Regenbogen, bei der das Virus mit Diktatoren wie Adolf Hitler und Joseph Stalin in Zusammenhang gebracht wird: Sie schade der Prävention, stigmatisiere Positive und verhöhne NS-Opfer."

    Ich kann die Kritik der Aids-Stiftung nicht nachvollziehen. Dass vom Verein Regenbogen puplizierte Video zeigt zum Einen kein schwules, sondern ein Heteropärchen beim Sex, zum Anderen sieht derjenige, der einmal genauer hinschaut, dass dies nicht gegen Menschen mit HIV geht, sondern gegen rechstskonservative, christliche Dogmen, die die Christen als "Werte" bezeichnen.
    Ich erinnere da nur an den Auftritt der Schnacksel Else ( "Fürstin" Gloria Von Thurn und Taxis ), welche Auma Obama in einer Fernsehsendung beleidigte und deren ehrenamtliche Arbeit für die Entwicklungsfilfe in Afrika schlecht redete. "Der Schwarze würde gerne schnackseln und so die Aidsverbreitung fördern, sagte Else damals. Man erkennt doch eindeutig die Botschaft , welche sich gegen überholte, rechtskonservativen Lobbyismus bzw. christlichen Fundamentalismus richtet, nicht gegen Schwule und auch nicht gegen Menschen mit HIV. Christfaschisten, wie die zB. Stuttgarter Piusbruderschaft und ihre Anhängersippschaft werden hier zu Recht für ihre Propaganda gegen Safersex kritisiert.
    Ich denke, dass die Aids Stiftung da etwas Gegenteiliges hinein interpretiert, da das Video gegen die Diskrminierung von uns Homosexuellen und gegen die Diskriminierung von menschen mit HIV ist.
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#4 seb1983
  • 08.09.2009, 19:43h
  • Geschmackvoll ist die Sache nicht, keine Frage, die Nazikeule packt man am besten erst gar nicht aus.

    Was mir aber mal jemand erklären muss:

    Hitler, Stalin etc. poppen eine Frau, was man in allen Videos eindeutig sieht, und das diskriminiert dann Schwule???
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#5 stromboliProfil
  • 08.09.2009, 20:43hberlin
  • Antwort auf #1 von bastapapsta
  • ja, den papst als zeitzeugen und mitverantwortlichen an den pranger stellen ist eine notwendige und sinnvolle aufgabe.
    Gerade in einer solchen kampagne wäre da die satire am richtigen platz gewesen!
    Was hitler,stalin oder sadamm als massenmörder mit aids zu tun haben allerdings unverständlich. Fällt uns eigentlich in vorbeugender feigheit vor dem oberhaupt der rkk nichts mehr produktives ein? Als zwar altbekannte, aber inhaltlich völlig abwegige assoziationen nützen sie nicht als präventionsvorhaben! Egal ob mit homosexinhalt oder hetenbumbs.

    Holocoust oder gulak ist nicht aids und die aufzählung der leichen ist in diesem zusammenhang ein schlag in das jeweilige gesicht der betroffenen. Es wird den kz und gulakopfern nicht gerecht, wie auch nicht den opfern der aidsepedemie!
    Es ist gedankenlos und hat mit der gewollten provokation nichs zu tun.
    Beneton errechte zumindest 2 dinge: das leid wurde sichtbar! Nicht mehr anonym für die , die im krankenhaus ihre freunde sterben sahen!
    Und es wurde darüber geredet! Ob damit weitere infektionen verhindert wurden sollte nicht die frage sein ; aids trat über ein medium ins öffentliche interesse. Diesen effekt bezweifele ich bei dieser spot-kampgne.
    Hitler kopuliern zu sehen, ist eben in der betrachtung seiner geschichte nur noch ein jux, der niemanden zu neuen erkenntnissen treibt. Nicht einmal mehr eine provokation; ein lacherfolg ?... vieleicht.
    Deshalb halte ich das ganze als ein daneben gegangenes, unausgegorenes etwas, was nicht mal richtig zum lachen reizt.
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#6 bastapapsta
  • 08.09.2009, 21:15h
  • Es ist nicht ganz richtig, dass die Kirche sich immer gegen die Verbrechen, die Adolf Hitler in Form des Holocoust ausgesprochen hat, so wird es meist beschrieben, dass stimmt aber so nicht ganz, wenn man alle Quellen mit einbezieht.
    Hitler hat die Kirche damals auch sozusagen ein Stück weit gekauft, indem ER die Kirchensteuer eingeführt hat. Auf der grundlage seiner Unterschrift wird noch heute die Kirchensteuer erhoben. Dem Bericht zu Folge, zu dem der nachfolgende Link führt, hat die Kirche sich am Holocoust beteiligt.

    www.theologe.de/euthanasie.htm

    Dr. Josef Mayer vom Institut für Caritaswissenschaften schrieb demenach ein Buch mit dem Titel "Gesetzliche Unfruchtbarmachung Geisteskranker" . als geisteskrank betitelte der Katholik u.A. Menschen mit Behinderung. Ein Satz darin lautet wie folgt :
    "Erblich belastete Geisteskranke befinden sich in ihrem Triebleben auf der Stufe unvernünftiger Tiere" (PS: Über die "unvernünftigen Tiere" heißt es in der Bibel in 2. Petrus 2, 12, dass sie "von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden").
    In einem weiteren Satz schreibt er :

    "Wenn darum ein Mensch der ganzen Gemeinschaft gefährlich ist und sie durch irgendein Vergehen zu verderben droht, dann ist es löblich und heilsam, ihn zu töten, damit das Gemeinwohl gerettet wird."Ähnliche Überlegungen solle es auf evangelischer Seite gegeben haben.

    Jüdische Menschen, Schwule und Lesben, Menschen mit Behinderung wurden damals opfer der Holocoust verbrechen.der heutige Papst war damals in der Napola, Hitlerjugend und bei der Flac und was hat er daraus gelernt ?

    Er machte die Exkommunikation von 4 Piusbrüdern, rückgängig welche allgemein bekannt heute noch den Holocoust leugnen und immer Freitags antijüdische Gebete abhalten.

    Der Papst hetzt gegen Juden Muslime und auch gegen Schwule und Lesben.Er vverurteilt menschen mit HIV,weil sie nicht nach seinem Enthaltsamkeitswahn leben.

    Und wie sieht es auf evangelischer Seite aus ? So ganz ist die Toleranz auch da noch nicht angekommen. Die christliche Rechte organisierte 2008 den "Kongress" Christival. darin ein Seminar, welches Menschen von ihrer Homosexualität "heilen" sollte, was auf öffentlichen Druck hin zum Glück abgesagt wurde. Dennoch wurden die Jugendlichen gegen Mütter aufgestachelt, welche sich zu einer Abtreibung entschieden hatten, was jede Frau für sich frei entscheiden muss, ob sie diesen Schritt geht. Wieder wurde anstatt aufzuklären Enthaltsamkeit gepredigt.
    Der Chef des sogenannten "Christival" ist aktives Mitglied bei der Judenmissionierung, wo er während dieses "Festivals" keinen hehl draus machte.

    ich schätze die Arbeit der Aidshilfe, rate ihr ab er das ganze nochmal genau zu analysieren. hätte sie genau analysiert, hätte sie nicht gesagt, das Video könne zur Schwulendiskriminierung beitragen, da beim Sex ein Heteropärchen gezeigt wird. Also, nochmal tief durchatmen und analysieren.Auch und besonders Schwule und Lesben, die nicht der christlichen Religion angehören werden zB. bei der Lebenspartnerschaft von der christlichen Regierung immer noch diskriminiert.
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#7 hwAnonym
  • 08.09.2009, 21:23h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • ich tipp auf einschlägige genußmittel und burn out.
    hilfst du mir suchen ?

    heute morgen war auf der seite
    www.das-comitee.de unter print und plakat
    noch "noah" oder so zu finden.

    die drei herren aus der "kampagne" als werbung
    gegen pezlmäntel. palü palü arömtömtöm.

    ich find's grad nimmer. hiess schon noah, glaube ich, so arche-denk-mäßig. früh morgens unwetter, das merkt man sich..

    geh die seite mal durch. hatse aber schon, denk ich.
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#8 hwAnonym
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