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Neuer homophober Mord auf Jamaika: Der 65-jährige Brite John Terry wurde in seinem Haus geschlagen und erstickt. "Das wird ALLEN Schwulen passieren", droht ein Zettel neben der Leiche.

Wie örtliche Medien berichten, wurde am Mittwoch in Montego Bay in Jamaika die Leiche des früheren Honorarkonsuls Großbritanniens gefunden. Die Polizei hatte sich Zugang zu seinem Haus verschafft, nachdem eine Nachbarin gemeldet hatte, dass die ganze Nacht über Licht gebrannt hatte.

Medienberichten zufolge hatte die Leiche eine Kordel um den Kopf und zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper, darunter am Kopf; Todesursache soll aber Erstickung sein. In der Nähe der Leiche sei ein Zettel gefunden worden, der Terry als "batty man", den abfälligen Slang-Begriff für Schwule, bezeichnet. "Das wird ALLEN Schwulen passieren", steht ferner auf der mit "Gay-Man" signierten Notiz.

Terry, dem 1992 der Orden Member of the British Empire verliehen wurde, arbeite seit über 30 Jahren in der Tourismus-Industrie in Jamaika und soll auch die britische Königin auf Touren begleitet haben. Der britische Außenminister David Miliband hat sich "schwer betrübt" von der Nachricht gezeigt. Terry sei ein wichtiger Vertreter des Außenministeriums vor Ort gewesen.

Der gebürtige Neuseeländer war verheiratet, lebte aber seit drei Jahren getrennt von seiner Frau und seinen zwei Kindern. Die Polizei geht davon aus, dass Terry den Täter kannte - es wurden keine Einbruchsspuren gefunden. Nachbarn berichteten, ein junger Mann habe das Haus verlassen. Dass der Täter die Geldbörse und das Handy des Opfers entwendete, wertet sie ale Täuschungsversuch. Ein homophobes Verbrechen oder eine Beziehungstat werden als warscheinlicher angesehen als Raub.

In Jamaika kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Homosexuelle. Auch der Staat verfolgt Schwule: Auf männliche Homosexualität stehen auf der Insel zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit. Musiker aus Jamaika machen alle paar Monate mit schwulenfeindlichen Lyrics Schlagzeilen. (nb)



#1 KatAnonym
  • 11.09.2009, 19:03h
  • Also nicht in Jamaika Urlaub machen und auch alle Heten-Freunde zum Boykott aufrufen. Das ist das Wenigste, was wir tun können.

    Wirtschaftlichem Druck haben sich schon viele beugen müssen...
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#2 TimmAnonym
  • 11.09.2009, 20:34h
  • Ehemalige englisch besetzte lnseln in der Karibik und im Pazifik, die heute unabhängig sind, bilden die eine Gruppe, wo heute leider immer noch Homosexualität illegal ist. Demgegenüber ist auf Inseln, die heute noch zum Vereinigten Königreich gehören, Homosexualität mittlerweile legal.

    Jamaica war von 1655 bis 1962 britische Kolonie und heute herrscht in diesem unabhängigen Inselstaat oftmals Gewalt und Korruption. Es gibt bessere Inseln in der Karibik, wo Urlaub möglich ist und wo Homosexualität legal ist (z.B. die französischen Inseln Martinque, Guadeloupe oder Saint-Martin oder die niederländischen Antillen oder die US-amerikanisch/britischen Jungferninseln.)

    Jamaica sollte man besser als europäischer Tourist meiden.
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#3 kaysiProfil
  • 11.09.2009, 21:56hBangor
  • Antwort auf #2 von Timm
  • NIcht nur legal sondern auch um einiges besser etabliert als in Deutschland - Gesetzlich gesehen ist die partnerschaft praktisch der ehe gleichgestellt. Es gibt noch kleine abweichungen aber sie haben um einiges mehr rechte als lebenspartner in deutschland
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#4 herve64Profil
  • 12.09.2009, 18:28hMünchen
  • Gibt es schon Statements der jamaikanischen Regierung dazu? Das würde mich mal brennend interessieren, was die dazu sagen. Und vor allem, was sie zu ihrer eigenen Unfähigkeit, Gewaltverbrechen zu bekämpfen, zu sagen haben.

    Boykott ist eine Möglichkeit, aber damit allein dürfte es nicht getan sein. Internationale Ächtung Jamaikas wäre angebracht.
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#5 AlfAnonym
  • 13.09.2009, 00:54h
  • Da Jamaika offiziell eine antischwule Politik betreibt sollten Schwule Touristen, unabhängig von diesem Mord, die Insel nicht besuchen!
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#6 MarekAnonym
  • 13.09.2009, 15:15h
  • Jamaika ist ein durch und durch homophobes Land, sowohl bei der Regierung, Verwaltung, Justiz, Polizei, etc. als auch in der Bevölkerung und Wirtschaft.

    Diejenigen, die es sich eigentlich am wenigsten leisten können, sind stets die homophobsten...

    Da solche Menschen weder Fakten noch Argumente verstehen, sondern nur die Sprache des Geldes, sollte man dies auch nutzen. Denn wenn sie uns so hassen, wollen sie doch sicher auch nicht unser Geld...

    Also:
    totaler Boykott von jamaikanischen Produkten (also auch die entsprechende Musik auf CDs, Konzerten, etc.) und Dienstleistungen (also auch kein Urlaub dort). Und das sollten wir international abstimmen und auch Heteros auf die Zustände hinweisen. Ebenso sollten wir weiter dafür kämpfen, dass diese jamaikanischen Hass-Sänger in Europa Auftritts- und Einreiseverbot haben und auch ihre Musik hier nicht vertrieben werden darf. (Bei ausländerfeinlichen Texten wäre das schon längst geschehen, nur bei Homohasstexten nicht.)

    Wie gesagt:
    wenn sie uns so hassen, brauchen sie ja auch nicht unser Geld!! Und wir sollten das nicht auch noch unterstützen. Vielleicht sehen sie, wenn sie noch ärmer werden, langsam mal ein, wie dumm sie sind...
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#7 TshiTshi-ManAnonym
  • 13.09.2009, 18:17h
  • Antwort auf #6 von Marek
  • Diesen Aufruf gab es hier bereits schon einmal und auch einen entsprechenden Kommentar dazu von der jamaikanischen Gruppe, dass sie nämlich einen solchen Boycott ablehnen.

    www.queer.de/detail.php?article_id=10203

    www.queer.de/detail.php?article_id=10457

    Es nutzt erfahrungsgemäß überhaupt nichts, ein Volk kollektiv in Sippenhaftung zu nehmen, dadurch erreicht man in der Regel genau das Gegenteil, nämlich eine Verschlimmerung der Situation der akut betroffenen Menschen vor Ort, die zur Zeit fast in einer Art Geiselhaft leben müssen. Sie werden von den anderen für wirtschaftliche Probleme verantwortlich gemacht, denn die Sündenbockrolle ist doch genau die, die politisch gewollt schon für sie vorgesehen ist! Sie werden dadurch noch mehr in die Außenseiterrolle gedrängt und wohlmöglich als Verräter ihres eigenen Volkes gebrandmarkt, es sind dann Parias, die kein politisch karrierebewusster Mensch mehr anfassen darf, weil er sofort selbst in den Verdacht kommen wird, eigene entsprechende Tendenzen zu haben!

    Diese westliche Arroganz, sich selber durch undurchdachte Aktionen den Bauch zu pinseln und zu Pauschalboycotten aufzurufen, ist eine unverzeihliche Denkvereinfachung, wenn einem klar wird, wem so etwas eigentlich in die Hände spielt. Es gibt progressive Kräfte auf Jamaika, auch eine gebildete Mittel- und Oberschicht, stellt es euch vor, die leben dort nicht alle unter Palmen, hören bekifft Reggae, essen Kokosnüsse und verprügeln dann aus Langeweile täglich Schwule. Aber, die wirklich aufgeschlossenen liberalen Menschen haben einen viel schwereren gesellschaftlichen Stand vor Ort, auch um politisch freiheitlichere Aspekte durchzustetzen, wenn sie sich `unter vorgehaltener Pistole´ der anderen plötzlich dafür entscheiden sollen, ob sie denn nun entweder für ihr Land oder lieber für die `parasitären Sodomisten´ einstehen sollen.

    Aber wenn die Jamaikaner erkennen, dass Lesben und Schwule ein wichtiger Bestandteil ihrer Gesellschaft sind, ohne den ihre Kultur ärmer werden würde, gäbe es eine Chance die momentane Situation vor Ort zu verbessern. Auch außenpolitischer Druck auf die Regierung wird eine wichtige Rolle dabei spielen, solange er die Würde und Selbstbestimmung des jamaikanischen Volkes grundsätzlich nicht in Frage stellt. Großbritannien ist durch den Mord jetzt in einer diplomatisch sehr schwierigen Situation. Kein Mensch lässt sich schließlich gerne erpressen oder politisch drohen, mit solchen Methoden erreichte Ziele sind üblicherweise Pyrrhussiege. Andererseits müssen dieser Mord und seine möglichen politischen Hintergründe aufgeklärt werden.

    Ausgerechnet die ehemalige Kolonialmacht, deren religiöse Vertreter überhaupt erst diese christlichen Moralvorstellungen eingeführt haben, wäre da ein ganz schlechter Lehrmeister für Verbesserungsvorschläge. Das ist mehr ein Fall für die USA oder südamerikanische/afrikanische Länder.
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#8 HinnerkAnonym
  • 13.09.2009, 19:22h
  • Antwort auf #7 von TshiTshi-Man
  • Normalerweise würde ich Dir zustimmen, dass man immer den Dialog suchen sollte.

    Das Problem ist nur:
    es gibt einige Staaten, die sich dem verweigern. Wo Ideologie so stark ist, dass Fakten und Argumente erst gar nicht gehört werden.

    In solchen Fällen ist Dialog dann leider sinnlos und man könnte genau so gut gegen eine Mauer sprechen. Zum Dialog gehören zwei!

    Und da sich Dinge i.d.R. nicht von selbst ändern, aber erwiesenermaßen die Sprache des Geldes von allen verstanden wird bleibt nur diese eine Lösung, wenn sich die Gegenseite ansonsten jedem Dialog verweigert.

    Und Boykotte bringen sehr wohl etwas: sogar milliardenschwere Weltkonzerne wie Shell (Stichwort Brent Spar) kann man so zum Einknicken bringen.

    Also:
    Dialog ja, aber wenn das (wie bei Jamaika) mangels Bereitschaft von Volk und Politik nicht funktioniert müssen halt wirtschaftliche Sanktionen her - und ja, die wirken durchaus...
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#9 hwAnonym
  • 17.09.2009, 10:21h
  • Von: RainbowVibes- Your Gay Caribbean World Online

    Datum: 07/27/09 21:56:48
    An: holga-walda@gmx.ch
    Betreff: On RainbowVibes- Your Gay Caribbean World Online: Jamaica Pride Month is almost HERE

    A message to all members of RainbowVibes- Your Gay Caribbean World Online
    Hey RainbowPeople,
    Jamaica Pride Month is August 2009 and Jamaica Pride Week is August 1, 2009- August 8th ,2009.
    The Theme
    "When Love Takes Over"
    The Parties
    There are about 6 parties from various promoters listed on RainbowVibes.com for August. So check them out.
    The Play
    Aston Cooke's comedy revue "Pupalick" opens on August 1, 2009 a the Pantry Playhouse in Kingston, Jamaica. It's funny as hell, so you gotta go support.
    The SUPPORTING THOSE FRIENDLY TO US” Event
    RainbowVibes.com (the largest social networking site for the Caribbean Rainbow community globally) and Ingrid's Halo Events Group (a company focused on Caribbean Rainbow Events) presents “Supporting Those Friendly to US”. Unprecendented in Jamaica and the Caribbean.
    WHAT: We the Jamaican Rainbow Community and our friends will spend time and money with Jamaica-based businesses who are Rainbow friendly, those who support and respect equality for all.
    WHY: Jamaica's Rainbow Community is a pretty influential and cash rich target group with an estimated annual disposable income of JA$500 million.Regardless of our issues, Jamaica has a huge oasis of open minded tolerant people and businesses who support equality and understand and respect the power of the pink dollar.
    WHEN: August 1-8th, 2009.
    THE PARTICIPATING BUSINESSES
    The list which now stands at 8 ranging from restaurants,a book store, tshirt company is now on RainbowVibes.com. Or email
    rainbowvibes@gmail.com for details on the secret code and the specials and discounts.
    Pass on the Love RainbowPeople. Let's Make this Pride Week Rock!
    Matthew & Ingrid
    Co-founders of RainbowVibes.com
    Visit RainbowVibes- Your Gay Caribbean World Online at:
    www.rainbowvibes.com

    ++++++++++++++++++++++
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