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  • 05. Juni 2004, noch kein Kommentar

Berlin Der Lesben und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat die Ankündigungen der rot-günen Koalition, das Lebenspartnerschaftsgesetz auszubauen, begrüßt. LSVD-Sprecher Manfred Bruns, schrieb dazu in einer Presseerklärung: "Die Richtung stimmt. Endlich kommt wieder Bewegung in die Sache. Wir freuen uns, dass unser dringender Appell an die rot-grüne Regierungskoalition, noch vor den Christopher-Street-Day-Demonstrationen im Juni zu handeln, offenbar Wirkung zeigt." Beim Adoptionsrecht dürfe jedoch "nicht auf halber Strecke stehen geblieben werden", so Bruns. Kritisch sieht der LSVD die Ankündigung von Justizministerin Brigitte Zypries (SPD), die Stiefkindadoption auf leibliche Kinder der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners beschränken zu wollen. "Damit bliebe ein Teil der gleichgeschlechtlichen Familien mit Kindern ausgegrenzt. Die betroffenen Kinder wären weiterhin rechtlich ungenügend abgesichert. Ihnen blieben Versorgungs- und Unterhaltsansprüche vorenthalten. Das kann nicht im Sinne des Kindeswohls sein", so Bruns. Zum Fehlen einer Ankündigung eines Antidiskriminierungsgesetzes (ADG) äußerte sich der Verband nicht. Der LSVD hatte im Frühjahr der Regierung mit Protesten zu den CSDs gedroht, sollte sie nicht Verbesserungen der Homo-Ehe und ein ADG durchsetzen. Ob der LSVD nun wegen des fehlenden ADGs protestieren lässt, geht aus der Mitteilung des Verbandes nicht hervor. (nb)