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Vier Tage Programm und eine gnädige Sonne erwärmte die zahlreichen Besucher des 2. Pink Lake Festivals im österreichischen Pörtschach.

Von Christian Scheuß

Die bange Frage stand länger im Raum: Gibt es nach einem wechselhaften Sommer die Chance auf einen sonnigen und trockenen September? "Passt schon!" sagten die Optimisten und behielten Recht. Sobald sich der Frühnebel verzogen hatte, strahlte die Sonne über dem Wörthersee mit aller noch verfügbaren Kraft. Die Wettergötter standen damit eindeutig auf Seiten des 2. Internationalen Pink Lake Festivals, das vom 10. bis 13. September im österreichischen Pörtschach stattfand.

Eingeladen hatte die Wörthersee Tourismus GmbH, die sich seit ein paar Jahren intensiv darum bemüht, die Gegend rund um den größten Badesee Kärntens mit frischen Ideen für ein neues und jüngeres Publikum attraktiv zu machen. Gemeinsam mit der deutschen Agentur Communigayte startete man im vergangenen Jahr erstmals den rosafarbenen Versuchsballon und bot ein viertägiges Programm aus Party und Planschen für Schwule und Lesben. Die zweite Auflage ließ die Gesichter der Veranstalter wegen der gestiegenen Resonanz mit der Sonne um die Wette strahlen.

Die überwiegend schwulen Besucher aus Deutschland, Italien und Kärnten – manche in Begleitung von Mutti, andere mit Lover und Hund - zeigten sich ebenfalls zufrieden mit dem Programm und der entspannten Atmosphäre. Der Clash der unterschiedlichen Kulturen, die im kleinen Pörtschach zusammentrafen, verlief mit Respekt, Neugierde und jede Menge Spaß. So saßen die traditionellen Gäste der Region – reifere Damen und Herren mit grauen Haaren - nach dem Kurkonzert bei einem Pink Lake-Eisbecher auf der Sonnenterasse, während sich nebenan auf dem Pink Lake Hausboot-Steg homosexuelle Herren in bunten Badehosen bei gechilltem Prosecco und chilligen Sounds innerlich auf die abendlichen Partys vorbereiteten. Wer wollte, konnte sich zwischendurch beim Rahmenprogramm vergnügen: ein wilder Ritt mit aufblasbaren Bananenboot auf dem See, Speed-Dating zum flotten Kennenlernen oder frivole Quizgames, moderiert von den Berliner Startransen Mataina und Melli.

Auftakt von Pink Lake und zugleich auch gesellschaftlicher Höhepunkt für die Kärtner Gay Society war am Donnerstagabend die Almdudler-Trachtenparty im Park vor der Villa Wörth. Ein kurzer Schauer wurde gelassen ertragen, danach konnten sich mehrere hundert Besucher nicht nur bei einer Trachtenmodenschau inspirieren und von feschen Schuhplattlern animieren lassen, auch das eigene Outfit wurde, wenn es originell genug war, auf der Bühne vorgezeigt und prämiert. Zu gewinnen gab es – kein Scherz - eine Lederhose in pink. Die vor wenigen Wochen in Deutschland gecastete schwule Boyband "The Village Boys" hatte ihr Debut auf österreichischem Boden. Auch beim Sissi-Ball am Freitagabend folgten viele Besucher dem Aufruf, sich möglichst barock zu kleiden. Der Wiener Lifeball ließ aus der Ferne grüßen.

Am Samstagabend wurde die Party dann per Boot mitten auf den See verlegt. Diesmal wollte man niemanden am Bootssteg zurücklassen, wie es 2008 wegen des überraschend großen Interesses geschehen war. Es liefen gleich zwei Schiffe aus, die auf dem Wasser fest miteinander verzurrt wurden, so dass man über einen Steg von einem Dancefloor zum anderen wechseln konnte. In Velden grüßten pinkfarben beleuchtete Wasserspiele, und über Maria Wörth stieg zum offiziellen Abschluss des Festivals ein Feuerwerk in den Nachthimmel. An Land wurde dann bis zum frühen Morgen weiter gefeiert und geflirtet.

Michael Drescher von der für die Vermarktung des Events zuständigen Agentur Communigayte kennt den Grund für die große Zufriedenheit der Gäste: "Es ist kein weiterer CSD, es ist eine völlig neue Mischung aus Erholung und Feiern, die es weder in Kärnten noch in anderen Ferienregionen bislang gibt." Kein CSD, und dennoch ein Event, dass in vielerlei Hinsicht bewegt. So berichtet Michael Drescher von der überraschenden Begegnung mit einem sehr jungen Mann im vergangenen Jahr, der ihn plötzlich in den Arm nimmt. "Er bedankte sich bei mir, weil Pink Lake ihn dazu gebracht hat, sein Coming-Out zu starten." Eine schönere Ehrung kann es für einen Veranstalter nicht geben. Eines ist bereits fest versprochen: Im September 2010 wird Pink Lake neue Chancen für schicke Outfits, pinke Eisbecher mit Schlagobers und herzige Outings schaffen.

Galerie:
Pink Lake 2009
6 Bilder


32 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.09.2009, 18:23h
  • Na ja, viele Teilnehmer waren nicht gerade da! Ein weiteres Beispiel, daß diese Veranstaltung bei uns in Deutschland besser aufgehoben ist! Österreich ist einfach unfähig!
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#2 FuchsiaAnonym
  • 14.09.2009, 19:58h
  • Was ist eigentlich los dass du so gegen Oesterreich bist? Hat dich mal ein Oesterreicher abgelehnt? Daran kanns wohl nicht liegen, dann waerst du vermutlich auf viele Nationen nicht gut zu sprechen.

    Also ich empfand das Pink Lake als sehr schoene Veranstaltung, und finde das Poertschach ein toller Austragungsort fuer dieses Festival ist. Ueber mangelnde Besucher kann ich auch nicht klagen. Natuerlich ist es kein CSD Berlin und auch keine Colognepride, ebensowenig wie es die Regenbogenparade ist. Aber auch wenn nicht so viele Besucher waren als bei einem CSD einer deutschen Großstadt, die Stimmung war ausgelassen, das Event super geplant und die Bewohner der Gemeinde freundlich. Aber man kann dich davon ohnehin nicht ueberzeugen. Denn wer auch auf die Idee kommt den Life Ball nach Berlin zu verlegen ist ohnehin nicht Ernst zu nehmen.
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#3 hwAnonym
#4 gatopardo
  • 15.09.2009, 16:00h
  • Antwort auf #2 von Fuchsia
  • Erinnere mich gern ans letzte Jahr beim Festival in Pörtschach, wohin ich leider dieses Jahr nicht reisen konnte, weil andere Ziele auf dem Programm standen. Der Wörthersee ist wunderschön wie alle Alpenseen wie z.B. Starnberger See, Bodensee oder Comer See. Ein Festival an einen österreichischen Ort zu verlegen, halte ich sogar für eine Zeichensetzung, wo dort die Gleichstellung keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist und die Besonderheit mit Almdudeln,Trachten und Ösi-Charme kann man nun mal nicht nach Deutschland verlegen, wo andere Sitten herrschen. Aber das verstehen einige nun mal nicht, weil sie ihr Leben lang nicht aus Wanne-Eickel rausgekommen sind, sich aber dreiste Urteile über fremde Regionen leisten, die man besser schon im Vorfeld ablehnt.
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#5 gatopardo
  • 15.09.2009, 16:05h
  • Antwort auf #3 von hw
  • Ja mein Lieber, ich kenne Deine Vorliebe für den österreichischen Attersee im Salzkammergut, den ich auch dieses Jahr wieder einmal versäumt habe.
    Aber er steht 2010 in meinem Programm.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 gatopardo
  • 15.09.2009, 17:45h
  • Antwort auf #7 von FoXXXyness
  • Welch eine xenophobe Einstellung eines Schwulen, von einem noch dazu deutschsprachigen Nachbarland in einer derart würdelosen Art zu faseln, was nur noch den Schluss zulässt, dass es sich bei Dir um einen notorischen Ösi-Hasser handeln muss, was rational ja niemals zu erklären ist. Wie sollte es auch ??
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#9 XDAAnonym
#10 FuchsiaAnonym
  • 15.09.2009, 18:02h
  • Wenn er uns Oesis wenigstens Schluchtensche*sser nennen wuerde.
    Zu seinem Kommentar ist nur zu sagen: Don't feed the trolls^^
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