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Die Ukraine hat die Adoption eines HIV-positiven Kindes durch Elton John abgelehnt, weil der Sänger nicht heterosexuell verheiratet ist.

Das gab der ukrainische Familienminister Jurij Pawlenko am Montag bekannt. Homosexuelle Partnerschaften würden in seinem Land nicht anerkannt werden und berechtigten daher nicht zu einer Adoption. "Ausländische Bürger, die alleinstehend sind, haben hier kein Recht, Kinder zu adoptieren", erklärte Pawlenko kurz. Elton John ist seit 2004 mit dem Filmemacher David Furnish verpartnert.

Zudem beklagte er, dass Sir Elton zu alt sei. "Der Unterschied zwischen dem adoptierenden Elternteil und dem Kind darf 45 Jahre nicht überschreiten." Diese Regeln würden für alle gelten, auch für Stars wie Elton John, so Pawlenko.

Der 62-jährige Musiker hatte sich zuvor um die Adoption des 14 Monate alten Jungen Lew bemüht, den er in einem Kinderheim in Makejewka begegnet war (queer.de berichtete). Der Sänger war als Vertreter seiner Hilfsorganisationen Aids Foundation in der Ukraine. Er erklärte, er habe dem HIV-positiven Jungen eine bessere Zukunft sichern wollen.

Zwar könnte Präsident Wiktor Juschtschenko mit einer Ausnahmegenehmigung für den Briten die Adoption doch noch zulassen. Das gilt aber nach der Ablehnung durch das Familienministerium als sehr unwahrscheinlich.

Sir Elton hatte noch vor kurzem erklärt, dass er nie Kinder adoptieren wollte. Nachdem ihm Lew begegnet sei, habe dieser ihm jedoch "das Herz gestohlen", sagte die Poplegende noch am Samstag.

Die Ukraine zählt zu den homophobsten Ländern Europas. Zwar wurde 1991 nach dem Ende der Besatzung durch die Sowjetunion das Verbot von Homosexualität aufgehoben. Allerdings empfahl ein Parlamentsausschuss im vergangenen Jahr, gegen "Homosexualismus, Lesbiertum und andere sexuelle Perversionen vorzugehen, die nicht mit den moralischen Prinzipien der Gesellschaft in Einklang zu bringen sind" (queer.de berichtete). (dk)



14 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 14.09.2009, 21:08h
  • Da sieht man wieder mal wozu Homohass führt:
    da schadet man sogar Kindern, nur um nicht seine Idelologie zu ändern...

    Ja, Elton John ist eigentlich zu alt für eine Adoption, aber David Furnish nicht. Und wer sonst nimmt wohl diesen armen kleinen Jungen auf?

    Und mit dem finanziellen Hintergrund wären teure Therapien machbar, die der arme Kleine in der Ukraine wohl kaum bekommt!

    Aus reiner Homophobie schadet man diesem armen kleinen Kind!

    Pfui! Schande über alle Homohasser...
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#2 timmAnonym
  • 14.09.2009, 23:47h
  • Soviel unterscheiden wir uns in Deutschland im Adoptionsbereich leider auch nicht von der Ukraine.

    Eine gemeinschaftliche Adoption durch Lebenspartner ist auch in Deutschland bisher nicht erlaubt, obgleich dies sehr massiv aktuell gefordert wird und die unterschiedlichsten Politiker dies mittlerweile befürworten. In Deutschland ist nur für einen homosexuellen Mann eine Einzeladoption möglich sowie die Stiefkindadoption eines leiblichen Kindes des Lebenspartner. Damit ist aber in der Regel schwulen Paaren im Vergleich zu lesbischen Paaren in Deutschland nicht geholfen.

    Es wird Zeit in Deutschland, dass SPD, Linskpartei, Grüne und FDP endlich die Reform durchsetzen, die sie selbst bereits parteipolitisch befürworten.

    Übrigens Altersgrenzen zur Adoption gibt es in Deutschland auch.
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#3 bastapapsta
  • 15.09.2009, 03:00h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Diskussionen mit Christen geführt, die zu keinem Ergebnis gekommen sind. Die sind in der Kindheit so mit der christlichen Ideologie konditioniert worden, dass sie nicht mehr dazu in der Lage sind, mal kritisch nachzudenken.
    Argumente anderer werden verdrängt und man bleibt einfach nur stur. Aber die werden uns immer weiter abnerven. es gibt so viele scheiss christliche Privatschulen die anstatt objektiv aufzuklären Gehirnwäsche betreiben und Homophobie verbreiten. Manche fanatische christen bidern mich einfach nur an. Aber wenn du mal was dagegen sagst ( gegen diese Aufdrängung ) dann wirst du als intollerant hingestellt. Das KOTZT einen alles nur an....
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#4 young_BritAnonym
  • 15.09.2009, 09:18h
  • Antwort auf #3 von bastapapsta
  • Das ist nicht richtig und das ist unfair.

    Ich war von der dritten Klasse bis zur 10. auf eine Freien Evangelischen Schule wo einer der einstellungskriterien ist Christ zu sein und trotzdem haben wir keine Gehirnwäsche bekommen ganz im gegenteil - man hat uns genaustens über Themen wie Homosexualität aufgeklärt (was an den meisten staatlichen Schulen nicht wirklich der Fall ist und einzig in Religion war es erlaubt aus der SIcht der Christen zu sprechen. Du musst zwischen den Konfessionen unterscheiden und kanst nicht immer alles über einen Kamm scheren.

    Das sie so öffentlich Elton John verbieten zu adoptieren find ich interesant und hät ich nicht gedacht
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#5 bastapapsta
  • 15.09.2009, 11:53h
  • Antwort auf #4 von young_Brit
  • "auf eine Freien Evangelischen Schule wo einer der einstellungskriterie n ist Christ zu sein"

    Da ist doch schon der Haken den ihr verdrängt!
    Kinder im Schulalter sind von den Erwachsenen ( Leitpersonen ) in dieser Entwicklungsphase manipulirbar sind. Kinder sind noch nicht in der Lage, sich SELBST für eine Religion zu entscheiden, weil ihnen noch die notwendigen Hintergrundinfos über Pro und Kontra zu jeder einzelnen Religion. Ne, man kippt ihnen ja schon als Baby einfach das Weihwasser über, weil sie noch nicht wiedersprechen können. ich habe Berichte über diese Schulen gesehen, wo eindeutig homophobe Inhalte vermittelt wurden anstatt aufzuklären. Ich finde es UNFAIR Babys, die sich noch nicht wehren können einfach das Weihwasser überzukippen.Es gibt auch Leute, die wenn sie erwachsen sind sich SELBST anders entscheiden würden. Aber darüber denkst DU mit deinem christlich konditionierten, bzw. indoktrinierten Schädel nicht nach. Und Du verlierst kein Wort über den Jungen, dem geholfen werden könnte, er ist dir wohl scheiss egal, da vergisst Du eben mal wieder deine "christliche Nächstenliebe".

    "so öffentlich Elton John verbieten zu adoptieren find ich interesant und hät ich nicht gedacht"

    Du schreibst dies so kommentarlos, scheinbar findest Du das auch noch gut.

    Unfair ist nur, was per christlicher Indoktrinierung mit Kindern angestellt wird. Aber macht man mal darauf aufmerksam. schreien die meisten Christen wieder direkt los : "Das ist unfair". Aufklärung über Homosexualität an christlichen Schulen ? Da macht man den Bock zum Gärtner !

    Deutlich wurden durch die Reaktion auf berchtigte Kritik die Ereignisse auf dem letzts Jahr von der christlichen Rechten organisierten Gehirnwäschekongress "Christival", wo ein Ex-Gay Seminar abgehalten werden sollte-was zum Glück durch öffentlichen Druck verhindert wurde-und gegen Mütter die abgetrieben haben
    und Verhütung gehetzt wurde. Es fanden Gegendemos statt, wo in einer Kirche Demonsttranten geschlagen und auch beleidigt wurden. Die Presse wurde von selbsternannten "Christival Ordnern" dabei bewusst abgeschirmt und die Demonstranten als gewaltbereite böse Rüpel und die christival Veranstalter und Besucher als friedliche Schäfchen hingestellt wurde. So wird hier die Warheit manipuliert *KOTZ*
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#6 XDAAnonym
  • 15.09.2009, 12:38h
  • Antwort auf #5 von bastapapsta
  • Abgesehen davon, finde ich es aber gut, dass Stars (wie auch Madonna etc.) nicht einfach so Kinder im Ausland adoptieren können. Schließlich sind die Kinder keine Ware ... auch wenn sie es evtl. im Einzelfall besser hätten.
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#7 FloAnonym
  • 15.09.2009, 15:10h
  • Antwort auf #6 von XDA
  • Das ist ein riesiger Unterschied:
    in Madonnas Fall ist es so, dass das Kind noch Eltern hat, die einfach nicht das Geld haben, das Kind zu ernähren. Dann würde ich auch sagen: wenn es einem wirklich ums Kind geht, sollte man es eher bei den Eltern lassen und diese dann finanziell unterstützen.

    Aber bei Elton John ist die Lage eine andere:
    da geht es um ein HIV-positives Kind, das keine Eltern mehr hat. Und mal ehrlich: nicht viele Leute sind bereit ein HIV-positives Kind zu adoptieren. Da ist also die Alternative, dass das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit in Heimen aufwachsen wird. Und ob er da die medizinische Versorgung bekommt, die Elton John ihm in England ermöglichen könnte, wage ich auch zu bezweifeln.

    Natürlich dürfen Kinder nicht zur Ware werden, aber man muss schon die Umstände sehen und da würde ich in diesem Fall vermutlich anders entscheiden. Adoptionen kommen ja oft vor und sind oft sehr gut...

    Aber die Homohasser sehen es wohl lieber, wenn Kinder in Heimen und auf der Straße aufwachsen als in einer liebevollen Familie. Von den medizinischen Folgen mal ganz zu schweigen! Wenn sie dann auch noch das Kindeswohl als Vorwand angeben, obwohl sie Kindern schaden, zeigt das, wie verlogen diese hasserfüllten Menschen sind...
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#8 CHILDAnonym
#9 LorenProfil
  • 15.09.2009, 15:55hGreifswald
  • Antwort auf #7 von Flo
  • Ich kann dir hier nur voll zustimmen.
    Ich hätte mir gewünscht, dass die ukrainische
    Regierung in diesem besonderen Fall gerade
    zum Wohle des Kindes eine andere Entscheidung
    getroffen und Mitmenschlichkeit über die dort
    geltenden Gesetze triumphiert hätte.
    Mal sehen, ob Elton John bzw. seinen Anwälten
    noch Alternativen einfallen, um dem Jungen
    dennoch zu helfen. Vielleicht findet er im Rahmen
    seiner Elton John Aids Foundation Möglichkei-
    ten, die auch anderen Kindern dort zugute kommen.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.09.2009, 17:18h
  • Schade, daß das mit der Adoption nicht geklappt hat! Dennoch sollte die Ukraine gefälligst den Ball flachhalten. Immerhin ist das Land, was damals noch Teil der UdSSR war, für die größte atomare Katastrophe verantwortlich (Tschernobyl)! Wer also im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
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