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Mit "Dirty Dancing" wurde er zum Sex-Symbol, als Drag Queen Vida in "To Wong Foo" bleibt er auch für viele Schwule unvergesslich.

Von Jan Gebauer

Er war der Tanzlehrer, der Mädchen- (und Jungen-)herzen brach, er kämpfte heldenhaft im amerikanischen Bürgerkrieg und durfte als Drag Queen auch seine weibliche Seite zeigen: Nun ist Patrick Swayze im Alter von 57 Jahren in Los Angeles seinem Krebsleiden erlegen. Bereits im Mai 2009 hatten diverse Medien Swayze fälschlicherweise für tot erklärt, in Deutschland beriefen sich n-tv und "Bild" aufeinander, nur um später das peinliche Dementi zu veröffentlichen. Nun ist der Schauspieler tatsächlich gestorben, im Kreise seiner Familie, wie seine Managerin Annett Wolf bestätigte. Swayze hinterlässt seine Frau Lisa Niemi, mit der er 34 Jahre verheiratet war. Die Ehe blieb kinderlos.

Im März 2008 hatte Swayzes Arzt erstmals offiziell die Erkrankung des US-Stars bestätigt. Kurz darauf übernahm der Schauspieler noch die Hauptrolle eines FBI-Agenten in der US-Serie "The Beast". Anfang 2009, nachdem er mit Blick auf den Erfolg seiner Chemotherapie bereits von einem "Wunder" gesprochen hatte, äußerte er sich erstmals in einem Fernsehinterview offen über seine Situation und seine Ängste. Bauchspeicheldrüsenkrebs sei eine seltene Krebsart - allerdings auch besonders bösartig.

Swayzes Schauspielkarriere begann in den späten 70er Jahren - sein Filmdebüt "Skatetown, U.S.A." entstand noch auf dem Höhepunkt der Disco- und Rollschuhwelle. Zuvor hatte er eine professionelle Ballettausbildung absolviert. Nach einigen weniger spektakulären Fernsehrollen spielte er unter der Regie von Francis Ford Coppola in der Romanverfilmung "Die Outsider", die sein erster Erfolg an den Kinokassen wurde.

Auch "Die verwegenen Sieben" (1983) an der Seite von Gene Hackman und "Die rote Flut" (1984) neben Charlie Sheen waren erfolgreich und Swayze zählte zu den hoffnungsvollsten Jungschauspielern Hollywoods. Dennoch bescherte ihm ausgerechnet das für das Fernsehen produzierte Bürgerkriegsepos "Fackeln im Sturm" (1985) den internationalen Durchbruch. Hier glänzte Swayze in der Rolle des Kriegsveteranen Orry Main, der um seine Liebe kämpfen muss.

Die Rolle des sexy Tanzlehrers Johnny Castle bescherte ihm 1987 endgültig Weltruhm. An der Seite von Jennifer Grey stieg Swayze zum Teenageridol und Sex-Symbol auf. Er wurde für einen Golden Globe nominiert und erhielt ein Jahre später den "Goldenen Otto" der Jugendzeitschrift "Bravo". Außerdem durfte er für den Soundtrack den Song "She's Like the Wind" singen, der ebenfalls zum Welterfolg wurde. Obwohl er später hin und wieder erneut zum Mikrofon griff, blieb dies sein einziger Hit. "Ghost - Nachricht von Sam" (1990), neben Demi Moore und Whoopi Goldberg, war sein nächster Welterfolg, der mit einem Einspielergebnis von über 350 Millionen Euro zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten zählt. Danach folgte "Gefährliche Brandung" (1993) neben Keanu Reeves und schließlich jene Rolle, die in bei Schwulen unsterblich machte. Für seine einfühlsame und mutige Darstellung der Drag Queen Vida Boheme erhielt er einige der besten Kritiken seiner Karriere und eine weitere Golden-Globe-Nominierung.

Mehrere zweitklassige Filme ließen seine Schauspielkarriere in den Folgejahren mehr und mehr in den Hintergrund treten. In seinem letzten Kinofilm "Powder Blue" (2009) spielte er neben Forest Whitaker und Jessica Biel nur eine kleine Nebenrolle. Swayzes wohl bekanntestes Filmzitat stammt aus "Ghost" und dürfte nun einen ganz besonderen Sinn erhalten: "Es ist faszinierend, Molly, die Liebe im Innern, die nimmt man mit."



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.09.2009, 17:05h
  • Ruhe in Frieden! Du hast uns mit To Wang Foo, Ghost zwei tolle Filme und mit Fackeln im Sturm eine beeindruckende Serie hinterlassen und wirst in diesen immer weiterleben!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Tim_ChrisProfil
#3 Thom_ass1973