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  • 15.09.2009           6       | | |

Serbien: Amnesty warnt vor Gewalt gegen Schwule

Ausschreitungen beim ersten Belgrader CSD 2001
Ausschreitungen beim ersten Belgrader CSD 2001
Im Vorfeld des zweiten CSDs in Belgrad warnt Amnesty International davor, dass Hass und Gewalt gegen Homosexuelle aus der Mitte der Gesellschaft komme.

Der am Montag von der Menschenrechtsorganisation veröffentlichte Bericht Serbia: Human Rights Defenders at Risk beschreibt, wie sich Frauen- und Homo-Rechtler gegen Schlägertrupps verteidigen müssen. Menschenrechtler in Serbien lebten ständig in Lebensgefahr.

"Die schwul-lesbische Community wird sogar in der Zivilgesellschaft an den Rand gedrängt. Polizeiliche Ermittlungen nach Übergriffen auf Homosexuelle führen selten zu Ergebnissen – sogar dann, wenn die Täter bekannt sind", erklärte Sian Jones, der Amnesty-Balkan-Experte. Er forderte die Regierung in Belgrad auf, endlich die Rechte von Minderheiten ernst zu nehmen: "Die serbischen Behörden müssen die Rechte aller Menschen auf Rede- und Versammlungsfreiheit schützen. Sie müssen öffentlich alle Angriffe auf Menschenrechtsaktivisten verurteilen und den CSD in Belgrad schützen und unterstützen", so Jones.

(Fortsetzung nach Anzeige)


Drohungen gegen CSD am Sonntag

Am kommenden Sonntag findet erst der zweite CSD in der serbischen Hauptstadt statt. Beim ersten Belgrade Pride im Jahre 2001 wurde eine kleine Anzahl an Aktivisten von nationalistischen und serbisch-orthodoxen Gewalttätern unter den Augen der überforderten Polizisten zusammengeschlagen. Der Schlachtruf der Angreifer lautete: "Tötet die Schwuchteln". In den Folgejahren sind CSDs aus Sicherheitsgründen immer wieder abgesagt worden. Auch dieses Jahr berichten die Organisatoren von "ernstzunehmenden Warnungen von rechten und religiösen Gruppen".

In Serbien ist Homosexualität seit 1994 legal. Insbesondere die serbisch-orthodoxe Kirche wirbt aber für eine Wiedereinführung des Verbotes. Allerdings hat die Regierung Anfang des Jahres ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz beschlossen, in dem auch das Merkmal sexuelle Ausrichtung enthalten ist (queer.de berichtete). Damit will Belgrad die Chancen auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union erhöhen. Serbien ist auch einer von zwölf europäischen Staaten, die von der deutschen Bundesregierung wegen der Einschränkung der Versammlungsfreiheit von Lesben und Schwulen kritisiert worden sind (queer.de berichtete). (dk)


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Tags:  serbien   csd   belgrad   gewalt 
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Reaktionen zu "Serbien: Amnesty warnt vor Gewalt gegen Schwule"


 6 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)


Die ersten:   
#1
15.09.2009
18:32:07


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User axelw

Wieso sind die in der EU?

Aus wirtschaftlichen, nicht aus Menschenrechtsgründen!

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#2
15.09.2009
19:32:11


(+2, 2 Votes)

Von Leonidas

Antwort zu Kommentar #1 von axelw:
Serbien ist (noch) nicht in der EU

Antworten | Kommentar schreiben

#3
15.09.2009
19:50:43


(+3, 3 Votes)

Von Marek

"Hass und Gewalt gegen Homosexuelle aus der Mitte der Gesellschaft komme. (...) gegen Schlägertrupps verteidigen müssen. Menschenrechtler in Serbien lebten ständig in Lebensgefahr. (...) Polizeiliche Ermittlungen nach Übergriffen auf Homosexuelle führen selten zu Ergebnissen – sogar dann, wenn die Täter bekannt sind"

"Damit will Belgrad die Chancen auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union erhöhen."

Dürfte ja wohl klar sein, dass dieser Staat nicht in die EU gehört!! Obwohl, wenn ich mir angucke, wenn die EU so alles aufgenommen hat oder noch aufnehmen will...

"In Serbien ist Homosexualität seit 1994 legal. Insbesondere die serbisch-orthodoxe Kirche wirbt aber für eine Wiedereinführung des Verbotes."

- ohne Worte -

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#4
16.09.2009
15:00:09


(0

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar

das geschrei der serben, speziell der nationalisten, ist ungeheuer wenn es um die politischen und menschlichen "sauereien und massaker" auf dem balkan geht !

ALLES NUR GEZIELTE VORURTEILE !

nur, der 1. weltkrieg wurde durch ihr "engagement" ausgelöst und der letzte balkankrieg auch !

man kann tito nur bewundern, wie er es schaffte in dieser region 50 jahre frieden zu halten !
es ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet diese bevölkerungsgruppe (7,5 mio. angehörige ) derartig
aggressiv mit sich selbst und seinen nachbarn umgeht ?
eine erklärung ist wie immer die religion, aber reicht das als erklärung aus ? es wäre entsetzlich !

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#5
16.09.2009
16:42:00


(+1, 1 Vote)

Von Leonidas

Antwort zu Kommentar #4 von alexander:
Naja, ehrlich gesagt sind die Nachbarstaaten kein Deut besser und mindestends genauso durchgeknallt. Nur Serbien daher zu verurteilen und verteufeln wäre unfair. Der Balkan (türk. "Honig und Blut") war schon immer von Konflikten gezeichnet und man muss Bedenken das der Bürgerkrieg in den 90er den Menschen dort zu den Soziopathen gemacht hat die sie heute sind. Ich will jetzt nich solche Gewalttaten entschuldigen, sondern eher die Ursachen in Betracht ziehen. Das hat tatsächlich wohl nichts mit Religion zu tun, sondern eher damit das die sich dort gegenseitig um alles in der Welt hassen. Traurig, aber si isses

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#6
19.09.2009
22:01:59


(+2, 2 Votes)

Von picard

Jede 'Gesellschaft'''''''''''''' braucht offenbar Sündenböcke. Früher waren es die Juden und heute andere Minderheiten. Hier kann sich der Dreckige Spiessbürger-und dazu gehört auch die Kirche & Tuti Quanti, seine Minderwertigkeits -Komplexe abreagieren. Ob Christentum ,Islam oder andere dubiose Religionen-, das ist alles der gleiche miese und fiese unhumane Schwindel. Gerade die 'Religiösen' Mützenträger , die so viel Dreck am Stecken haben, sollten lieber mal in ihrem Pädophilen-Saustall zum rechten sehen...Heuchler. Früher leckten sie den Nazis die Stiefel, dann den Kommunisten und heute den Bonzen. Chuzpe¨!

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