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  • 17. September 2009, noch kein Kommentar

Der Gitarrengott ist fleißig wie eh und je. Sein neues Werk "Get Lucky" verbindet Folk-, Blues- und Singer/Songwriter-Elemente.

Von Carsten Weidemann

Als das ungeschriebene Gesetz verabschiedet wurde, dass gestandene Musiker, aus deren Feder unzählige Hits und Klassiker stammen, mit den Jahren automatisch immer weniger einfällt, hat Mark Knopfler anscheinend nicht aufgepasst. Höchstwahrscheinlich war er gerade damit beschäftigt, neue Songs zu schreiben, sie aufzunehmen, Konzerte zu spielen – und dabei auch noch jede Menge Spaß zu haben. Kein Wunder, dass er nun sein neues Album "Get Lucky" nannte.

Während wir uns nämlich langsam aber sicher dem Ende der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts nähern und andere Größen der Musikwelt ihre Karriere allenfalls im Schneckentempo vorantreiben, legt Knopfler bereits sein sechstes Studioalbum in der besagten Zeitspanne vor, und wiederum handelt es sich dabei um ein echtes Juwel: "Get Lucky", das er in seinen eigenen British Grove Studios in West-London aufgenommen und gemeinsam mit Langzeitkollegen Chuck Ainlay und Guy Fletcher produziert hat, ist das Produkt einer Auseinandersetzung mit den musikalischen Einflüssen eines ganzen Lebens: In seinem unverkennbaren Ansatz als Songwriter lässt Knopfler nahtlos Folk- und Blues-Elemente einfließen und rundet sie mit persönlich-britischen Zutaten und ungemein lebendigen Texten ab.

Youtube | Die erste Single ''Border Reiver'' aus dem neuen Album ''Get Lucky''

Während Mark Knopfler produktive Phasen wie diese dankbar beim Schopfe greift, gibt sich der Grammy-Gewinner, der seit über dreißig Jahren als Gitarren-Ikone gefeiert wird, gewohnt bescheiden: "Ich mache nun mal immer weiter", sagt er. "Das ist es eigentlich auch schon, und ich glaube, dass man das mit zunehmendem Alter auch sehr viel mehr zu schätzen weiß. Als junger Typ war das alles ganz normal für mich. Ich würde nicht sagen, dass ich jedwede Art von Talent, die ich vielleicht hatte, damals schon zu schätzen wusste – das musste ich mit den Jahren erst erlernen. Inzwischen setze ich mich einfach an die Maschine und mache weiter. Aber nur so kommt man immer weiter."