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Im Volkspark Freidrichshain hat eine Gruppe Jugendlicher drei Schwule mit den Worten angegriffen: "Jetzt machen wir die Schwuchteln fertig".

Am Montagmorgen gegen 1:15 haben die Jugendlichen die 19, 23 und 34 Jahre alten Männer von der Straßenbahnhaltestelle Greifswalder Straße kommend auf dem Weg zur Straße am Friedrichshain verfolgt. Ein Täter sprang zunächst in den Rücken des 19-Jährigen, ein anderer Mann wollte nach Angaben der Polizei den 34-Jährigen mit einer Faust ins Gesicht schlagen, verfehlte ihn aber.

Daraufhin versuchten andere Mitglieder der Jugendgruppe zu schlichten, woraufhin beide Täter flüchteten. Im weiteren Verlauf wurde der 23-jährige Mann durch eine 17-Jährige aus der Jugendgruppe beim Versuch, sie als Zeugin für die alarmierte Polizei festzuhalten, getreten und mit einer Bierflasche beworfen, die seinen Kopf nur knapp verfehlte. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

In letzter Zeit häuften sich die Übergriffe auf Homosexuelle in der Bundeshauptstadt. Es kam daher in diesem Jahr zu Demonstrationen gegen die Gewalt. Zuletzt haben im Juni etwa 300 Aktivisten vor einer Eisdiele demonstriert, weil deren Besitzer Schwule wegen deren sexueller Orientierung mit einer Eisenstange angegriffen hatte (queer.de berichtete).

Auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) wird daher gegenwärtig ein "Bündnis gegen Homophobie" gegründet (queer.de berichtete), dem zunächst 20 Verbände, Vereine und Firmen angehören. Darunter befindet sich etwa die Deutsche Bank, der Deutsche Fußballbund und die Berliner Polizei. Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. (dk)



37 Kommentare

#1 Liedel
  • 21.09.2009, 15:43h
  • Und schon wieder der Volkspark Friedrichshain!
    Was wohl unsere Direktkandidaten für den Wahlkreis dazu sagen? Ich wette mal wieder nichts...
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#2 Good ol friendAnonym
  • 21.09.2009, 15:44h
  • Alltag in Deutschland - nicht nur in Berlin, nicht nur im Park, sondern immer und überall, zumindest wenn es um diese Art der verbalen und psychischen Gewalt geht.

    Und wenn man den "Schwuchteln" dann tatsächlich mal im Park begegnet, wird die verbale Aggression zur physischen.

    Wen interessiert's? Die dringend notwendige Diskussion über erschreckende und skandalöse Fakten wie das viermal höhere Suizidrisiko junger Homosexueller taugt im Jahre 2009 in Deutschland offenbar allenfalls dazu, uns weiterhin als "gestört" hinzustellen.
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#3 seb1983
  • 21.09.2009, 15:58h
  • Antwort auf #2 von Good ol friend
  • Was mich so wundert: Warum immer Berlin?? Ok, in Bottrop oder Bielefeld ist die Szene zu klein, aber nehmen wir mal Köln, da sind Schwule auch sichtbar und man liest nicht dauernd solche Meldungen... Ist Berlin allgemein besonders gewaltätig unter den deutschen Städten und das passt einfach in seine allgemein hohe Kriminalitätsrate?
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#4 EinfaltspinselProfil
  • 21.09.2009, 16:16hKaiserslautern
  • Mich würde es nur interessieren, ob es sich bei den "Jugendlichen" um Christian M., Daniel S. und Markus D. handelt oder eben doch um Murat Y., Yussef A. und Ibrahim K.
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#5 LorenProfil
  • 21.09.2009, 18:18hGreifswald
  • Antwort auf #4 von Einfaltspinsel
  • Mir würde die Faust von Christian M. wohl kaum
    besser schmecken als die von Murat Y. etc.
    Homophobie gibt es in allen gesellschaftlichen
    Gruppen und sie ist überall zu ächten und poli-
    tisch zu bekämpfen - wie alle anderen Auswüchse
    von Intoleranz und Herrenmenschentum.
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#6 Liedel
  • 21.09.2009, 19:01h
  • @seb1983

    Naja, immerhin liegen wir bei der Kriminalitätsrate angeht (Häufigkeit) immer noch hinter Hannover und Frankfurt/M.

    Auch bekannt: Löhne und Gehälter in Berlin niedriger als in anderen, vor allem westdeutschen Städten. Höhere Arbeitslosigkeit.

    Zum Vorfall: ja, erneut der Volkspark Friedrichshain. Wer den nicht kennt, hierzu vielleicht mein Thread Nr. 14 zum Artikel "Wieder Schwuler attackiert" vom 7.07.

    Kurz gefasst zum Park: explosive Mischung neureiche/schnöselige zugezogene Prenzelberger versus alteingesessene "Ureinwohner" (Verdrängung durch Mietsteigerungen), gewürzt mit alkoholisierten Jugendlichen. Falls wichtig: überwiegend ohne Migrationshintergrund...
    Und all dies in einem als allgemein "links" geltenden Bezirk...
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#7 axekAnonym
#8 axekAnonym
#9 Good ol friendAnonym
  • 21.09.2009, 19:16h
  • Antwort auf #7 von axek
  • Da werden homosexuelle Empfindungen gerade bei jungen Männern ebenso unterdrückt und junge Schwule werden von ihrer Schule gemobbt wie überall sonst auch. Irgendwoher muss die immer geringere gefühlte Freiheit männlicher Jugendlicher in Sachen Homosexualität, empirisch durch alle verfügbaren Vergleichserhebungen klar belegt, ja kommen.

    Nur interessiert das für gewöhnlich niemanden. (In Berlin zeichnet sich in dieser Hinsicht dank Rot-Rot immerhin ein gewisses Umdenken ab.)
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#10 hwAnonym
  • 21.09.2009, 19:46h
  • Antwort auf #6 von Liedel
  • Auch schön was Menschen alles entdecken, die nie
    mit Marx oder dem dialektischen Materialismus im
    Bett waren. Sie sind zu beneiden. Sie haben den ertsen geilen Sex noch vor sich:

    "..Anders als in Amerika konnten die Harvard-Strukturalisten um White in Deutschland kaum Fuß fassen, Parsons blieb jedoch durchaus nicht unerhört. Diese Situation hat in der deutschen Sozialwissenschaft ohnehin bestehende Gräben zwischen Mikro- und Makrosoziologie, Individuum und Gesellschaft nur noch vergrößert. Spätestens seit der Erstveröffentlichung seines Theoriewerks Identity and Control Anfang der 90er ist White auch bei der Schließung dieser Mikro-Makro-Lücke einer der Protagonisten. In diesem, mittlerweile in zweiter Auflage veröffentlichtem Buch, verschmilzt White Sozialstruktur und Kultur zu soziokulturellen Formationen, in denen weder Individuum noch Gesellschaft im Vordergrund des soziologischen Interesses stehen.

    >>>>Vielmehr gibt es eine Gleichzeitigkeit von sozialer Entstehung "von unten" und kultureller Rückkopplung "von oben". Ergebnis ist eine revolutionäre Art, das Soziale zu denken. >>>>

    [Good morning, America!!! Bald auch in Deutschland erlaubt und chic. Das läßt hoffen.
    diamat durch die mc donalds-küche *lol*)

    "Auf diese Weise kommen wir natürlich auch zu Personen, aber wir fangen nicht damit an." Möglicherweise sei das abschreckend, gibt White ob der radikalen Neuinterpretation des Individuums zu......."

    [ So langsam werden die Mc Carthy-Schäden überwunden, adäquates wird hier noch dauern
    -> Berufsverbote->Denkverbote-> "Forschung"]

    www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31126/1.html
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