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Der Lesben- und Schwulenverband fordert die CDU auf, sich von Innen-Staatssekretär Christoph Bergner zu distanzieren, weil der 60-Jährige Schwulen psychologische Probleme attestierte.

Bergner hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Halle die höhere Selbstmordrate von Jugendlichen auf "Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung" zurückgeführt (queer.de berichtete). "Herr Bergner hat trotz öffentlicher Aufforderung seine umstrittene Äußerungen bislang nicht zurückgenommen", kritisierte Martin Pfarr, Landessprecher des LSVD Sachsen-Anhalt. "Wer die hohe Suizidgefährdung von homosexuellen Jugendlichen öffentlich als Ausdruck einer massiven Persönlichkeitsstörung bezeichnet und nicht bereit ist, darüber nachzudenken, welche Maßnahmen geeignet sind, Jugendliche in diesem Lebensabschnitt zu stärken und zu unterstützen sowie Homosexuellenfeindlichkeit und Gewalt gegen Homosexuelle zu bekämpfen, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nun im Fokus öffentlicher Kritik steht".

Der LSVD fordert vom Bundesinnenministerium nun "geeignete Maßnahmen gegen Homosexuellenfeindlichkeit und einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie". "Die CDU fordern wir auf, sich von den skandalösen Äußerungen ihres parlamentarischen Staatssekretärs und Bundestagskandidaten zu distanzieren", so Pfarr weiter.

Zuvor hatte bereits der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck die Äußerungen des Staatssekretärs scharf kritisiert. Sie seien aber typisch für die Christdemokraten, da das Innenministerium in Jahren Amtszeit "kein einziges Wort zur Bedrohung durch Homophobie und antihomosexueller Hasskriminalität verloren" habe.

Christoph Bergner wurde 1971 Mitglied der Ost-CDU und war nach der Wende von Anfang der 90er Jahren ein knappes Jahr lang Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Seit 2002 gehört er dem Bundestag an und wurde nach dem Wahlsieg der CDU 2005 Staatssekretär unter Innenminister Wolfgang Schäuble. (dk)



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#1 alexander
  • 21.09.2009, 18:27h
  • es gibt sie immer noch die "ossiasseln" und siehe da in der entsprechenden partei !
    zu diesem "freigeist" muss man ohnehin nichts mehr sagen, nur mit distanzierung ist es nicht getan, solche "bürger" haben in einem öffentlichen amt nichts zu suchen !
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#2 goddamnedliberalAnonym
  • 21.09.2009, 18:37h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • "es gibt sie immer noch die "ossiasseln" "

    Was ist denn das für ne Tierart? Ohne den Säkularisierungsschub der deutschen Einheit hätten wir wahrscheinlich immer noch den Restparagraphen 175 und kein Lebenspartnerschafts- sowie kein Antidiskriminierungsgesetz (vgl. Österreich).

    P.S. Ich bin vom ganzen Stammbaum her so 'wessig', wie man 'wessig' nur sein kann...
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#3 Liedel
  • 21.09.2009, 19:06h
  • "Ossiasseln". Hmmm. Schwule in Verbindung mit psychischen Störungen. Verbreiten solchen Unfug nicht eher die Evangelikalen- Asseln bzw. die Fundi-Katholen-Asseln, ganz gleich ob aus Ost oder West? Bloß dass die sich gleichermaßen gut in der CDU aufgehoben fühlen. Und ich fürchte, wir werden es zu spüren bekommen. Und die LSU klatscht vermutlich noch Beifall und erklärt uns, dass das ja alles gar nicht so gemeint ist und Leute wie der Herr Bergner eigentlich gaaanz lieb sind.

    Grauenhaft
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#4 alexander
  • 21.09.2009, 19:48h
  • vielen dank für die reaktion.
    "ossiasseln" war ein versuchsballon, der es aber trifft wenn man sich die biographie des herrn bergner einverleibt !
    und dieser herr wird wohl kaum zum säkularisierungsschub nach der einheit beigetragen haben, geschweige die einheit zum besseren leben von lesben und schwulen (besonnte vergangenheit, oder was ? )

    und das immer noch die alten seilschaften aktiv sind kann keiner bestreiten, genau wie im westen die wundervollen burschenschaften, die (noch) sehr unterschwellig am werk sind.

    wie war das mit dem : "gänsevielleichmaldenkofferraumöffnen" an der berliner grenze ??? wieso wurden hier bewusst nur sachsen eingesetzt ?

    ich habe kein vorurteil, im gegenteil, bin eher sauer, wenn sich solche vorurteile durch solche typen bestätigen !
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#5 FloAnonym
  • 21.09.2009, 20:06h
  • 1. Ich denke, die Union wird auf keinerlei Forderungen eingehen, da sie selbst mehrheitlich so denkt, auch wenn die meisten das aus rein taktischen Gründen nicht so offen sagen.

    2. Hätte dieser Herr dieselben Äußerungen über andere getätigt, würde er aus der Partei ausgeschlossen, aber bei Schwulen und Lesben wird sich die Union noch nicht mal distanzieren...
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#6 LorenProfil
#7 TimAnonym
  • 24.09.2009, 13:51h
  • Wie gut, dass ich ein weltoffener, toleranter Mensch bin und eine liberale Gesellschaftsform schätze und genieße!
    Zu dieser Form der Toleranz gehört es auch, zu glauben, dass Menschen wie Bergner mit ihren sehr individuellen Gedanken, eigentlich nur bedauernswert sind und mit ihrem Denken in der Vergangenheit verharren, die heute eigentlich nicht mehr existent sein sollte.
    Allerdings gestehe ich mir auch die menschliche Größe zu, diesen Herrn von der CDU (Konservative), als das zu sehen, was er meiner Ansicht nach darstellt: ein Auslaufmodell, dem man hin und wieder sagen und zeigen muss, wie es in der heutigen Gesellschaft zugeht!
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