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  • 23. September 2009, noch kein Kommentar

Sie sang für große Stars wie Fanta 4 oder Peter Fox. Nun will sie mit ihrem dritten Album "The Sweetest Hangover" den Durchbruch schaffen.

Von Carsten Weidemann

Was vor zwei Jahren mit dem Versuch begonnen hat, die eigene Geschichte und das eigene Talent miteinander auszusöhnen, ist in der Zwischenzeit zu einem sehr erfolgreichen Live-Event herangewachsen.

Miss Platnum, die einst auszog, ihre RnB- und Soulfähigkeiten mit ihrer rumänischen Herkunft zu verknüpfen, hat mit dem 2007 erschienenen Album "Chefa" nicht nur ein beachtliches und viel beachtetes Debüt vorgelegt, sondern danach auch ein paar 1.000 Menschen von ihren Fähigkeiten als Live-Musikerin überzeugt.

So begeisterte sie zunächst als Vorgruppe von Seeed, die Fantastischen 4 und Peter Fox, von deren Konzertbesucher sich so mancher ein paar Monate später dann auf einer Miss-Platnum-Show wiederfand, als diese mit ihrer eigenen neunköpfigen Band durch die deutschen Lande zog.

"Come marry me", ihre dritte Single, in der Seeed-Frontmann Pierre Baigory zum ersten mal als sein Alter Ego Peter Fox in Erscheinung trat oder auch ihre erste Auskopplung "Mercedes Benz" wurden zu ersten Achtungserfolgen. "Give me the Food" wurde zur Hymne aller Germany’s-Next-Top-Modell-Hasser, die wissen, das ein Stück Sahnetorte das Herz erwärmen kann und Genuss kein Verbrechen ist. Miss Platnum hätte durchaus zum Aushängeschild einer neuen Bewegung werden können, und so manche Talkshow zum Thema Essen hatte die Berlinerin auf der Studiogastwunschliste, doch statt in Fernsehstudios abzuhängen begab sie sich dann doch lieber wieder in die Aufnahmekabine und bastelte an ihrem neuen Album. Zusammen mit ihren Seelenverwandten DJ Illvibe und Monk, auch bekannt als Producerteam The Krauts (u.a. Peter Fox, Beatsteaks, Die Fantastischen Vier), reiste sie nach Rumänien, sozusagen um den originalen Flavour in sich aufnehmen zu können und vor allem für mehrere Wochen nach Belgrad, um dort mit einem der bekanntesten Gipsy-Blasorchester zusammen zu arbeiten.

Mit Präzision, musikalischer Leidenschaft und Hingabe erstellte das Orchester, zusammen mit den Krauts, das Grundgerüst für Miss Platnums neues Album "The Sweetest Hangover". Die CD ist der Beweis dafür, dass Musik die Kraft hat, Kulturen zu verbinden, auch über Sprachbarrieren hinweg. Denn Deutsch sprachen die Musiker um Marko Markovic nicht und serbisch konnte weder Miss Platnum noch die Krauts, und trotzdem verstanden sich die Musiker und trotzdem erreichten sie eine Ebene, um ein Album zu produzieren, von einer neuen Souveränität in Sachen Balkan-RnB, der nichts mit Ethnoschick und Weltmusik zu tun hat, sondern auf ganz selbstverständliche Art und Weise urban, tanzbar und gleichzeitig organisch und unberechenbar ist. Denn zu durchgestylt und bis ins letzte glatt gebügelt sollte das Werk schließlich auch nicht werden.