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Timothy Dolan, der katholische Erzbischof New Yorks, hat Homosexualität mit Alkoholmissbrauch und Jähzornigkeit verglichen.

Dolan will mit dieser Äußerung im Magazin "New York" die Ablehnung der Homo-Ehe bekräftigen. Derzeit gibt es im Bundesstaat Diskussionen, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen (queer.de berichtete). "Wenn man das ganze Leben über schwul war und denkt, dass Gott einen so gemacht hat, ist das in Ordnung. Aber das heißt noch lange nicht, dass man diese Gefühle ausleben soll", so der 59-Jährige, den Papst Benedikt XVI. im Februar zum Erzbischof ernannt hat. "Nehmen wir beispielsweise an, Gott hat jemanden mit Jähzornigkeit ausgestattet. Ich glaube, er wird immer noch von Gott geliebt, aber kann seine Jähzornigkeit nicht ausleben. Oder wenn jemand eine Schwäche für Martini hat, sollte er besser vorsichtig sein."

Bereits mehrfach hat sich Dolan gegen die Homo-Ehe und Schwule im Priesteramt ausgesprochen. Er erklärte, dass in der menschlichen DNS der Code für "falsch und richtig" eingebaut sei – und richtig sei es, dass nur Menschen mit der Chance auf Nachwuchs heiraten dürften: "Wenn wir mit der Definition der Ehe Schindluder treiben, werden wir uns schnell in großen Schwierigkeiten befinden", sagte er im April der "New York Post".

Konservative Protestanten und Katholiken sehen sich derzeit im "Kulturkampf" gegen "liberale Werte", zu denen neben der Abtreibung insbesondere die Homo-Ehe gehört. Die katholische Kirche sammelt sogar Sonder-Kollekten während des Gottesdienstes, um Lobbyarbeit bei einem Volksentscheid gegen die Homo-Ehe einkaufen zu können (queer.de berichtete). Trotzdem haben bislang die Staaten Connecticut, Iowa, Massachusetts und Vermont die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet. In New Hampshire sollen Homo-Paare ab dem 1. Januar 2010 heiraten dürfen.

Schwule mit Alkoholikern zu vergleichen, hat in der katholischen Kirche bereits Tradition: Dieses Jahr strengte Kardinal Janis Pujats die Gleichung an und forderte, Homosexualität gesetzlich zu verbieten (queer.de berichtete).
Auch der österreichische Bischof Elmar Fischer bescheinigte Schwulen, an den selben Problemen wie Alkoholiker zu leiden und damit psychisch krank zu sein (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

18 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 23.09.2009, 12:13h
  • "Wenn man das ganze Leben über schwul war und denkt, dass Gott einen so gemacht hat, ist das in Ordnung. Aber das heißt noch lange nicht, dass man diese Gefühle ausleben soll"

    Prima: dann gleiches Recht für alle: wenn er sein ganzes Leben lang liebende Menschen gehasst hat und denkt, dass er so gemacht wurde, habe ich kein Problem damit. Aber das heißt noch lange nicht, dass er seine Gefühle dann auch äußern sollte und andere Menschen und die Politik mit seinen persönlichen Problemen beeinflussen und manipulieren sollte.

    Nein, Spaß beiseite:
    es ist leider wieder mal wie so oft: da wird wahre Religion missbraucht, um ganz andere Interessen durchzusetzen. Und alle Leute, die einem nicht blind folgen gefährden natürlich den eigenen Machtanspruch und auch den Reichtum und sind damit Feinde. Schon seit Jahrhunderten versuchen manche Menschen im Namen der Religion andere dumm zu halten und Zweifel und Zwietracht zu sähen. Aber mit wahre, Glauben hat das nichts zu tun, denn wahrer Glaube ist Liebe und nicht Hass!!
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#2 MösologeAnonym
  • 23.09.2009, 12:27h
  • "Wenn man das ganze Leben über schwul war und denkt, dass Gott einen so gemacht hat, ist das in Ordnung. Aber das heißt noch lange nicht, dass man diese Gefühle ausleben soll."

    Das ist doch völliger Blödsinn, was der Typ da faselt. Gott, also Die Heilige Urmöse, hat die Schwulen nicht nur so gemacht, sondern will selbstverständlich auch, dass sie ihre Gefühle ausleben. Wer, außer den Schwulen, soll sich denn um die oft vernachlässigsten Männerarschmösen kümmern und sie beglücken? Das ist aber notwendig wollen wir den Weltfrieden erreichen. Denn jede beglückte Arschmöse, sowie Möse, gibt Gott ein wenig mehr Kraft, Kriege und Leid von uns fern zu halten. Doch das kapieren die Katholiken einfach nicht!
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#3 Krzyszek
  • 23.09.2009, 12:37h
  • Antwort auf #2 von Mösologe
  • "Doch das kapieren die Katholiken einfach nicht!"

    Jede Verallgemeinerung ist schon vom Ansatz her falsch!

    "Die" Katholiken gibt es nicht. Viele Katholiken kapieren das sehr wohl; einige besonders exponierte jedoch leider immer noch nicht.
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#4 MarcAnonym
  • 23.09.2009, 12:48h
  • Was sind das nur für Menschen, die Liebe verachten und Hass verbreiten?!

    Gott hat mich genauso gemacht, wie er mich haben wollte. Jeder, der daran zweifelt, zweifelt an Gottes Schöpfung und stellt sich damit über Gott...
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#5 floAnonym
  • 23.09.2009, 12:56h
  • Antwort auf #3 von Krzyszek
  • Nur, auch wenn nicht alle so denken, wie ihre Führer, so unterstützen sie sie durch ihre Mitgliedschaft ideel und auch finanziell. Könnten sie solche menschenverachtenden Äußerungen nicht mit ihrem Glauben vereinen, würden sie austreten oder sich gegen ihre Führer auflehnen, aber das machen sie leider nicht... Insofern ist eine gewisse Verallgemeinerung schon gerechtfertigt, auch wenn vielleicht nicht jeder einzelne so denkt... (im Übrigen wird die schweigende Mehrheit dies wohl teilen)
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#6 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 23.09.2009, 13:06h
  • Antwort auf #3 von Krzyszek
  • "Jede Verallgemeinerung ist schon vom Ansatz her falsch!"

    Das ist ein interessanter Gedanke. Nun, jetzt würde ich mir nur noch wünschen, dass diese vielen Katholiken ihre Herdenführer, also die die in der Katholischen "Kirche" etwas zu sagen haben, mal genau darauf aufmerksam machen, dass jegliche Verallgemeinerung, gerade wenn sie zum Beispiel von "den" Homosexuellen reden, vom Ansatz her falsch ist. Doch mir kommt einfach nichts zu Ohren.
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#7 bastapapsta
  • 23.09.2009, 13:18h
  • Wieder einmal ein Hassprediger ,der sein Ego aufbessern will, indem er vor der Masse seinen geistigen Müll auskippt.

    "so der 59-Jährige, den Papst Benedikt XVI. im Februar zum Erzbischof ernannt hat. "

    Der sogenannte Papst, welcher ständig gegen uns hetzt, ist selbst schwul und lebt dies im Vatikan ohne Einschränkungen aus. Diese Info kommt von einem Journalisten, welcher bis in die päpstlichen Gemächer kam und so auch dieses offene Geheimnis ( im Vatikan ist es noch nichtmal geheim ) mitbekommen hat. Keiner von denen hält das Zölibat ein, da es gar nicht umsetzbar und nur geistiger Müll ist. Aber dieser Müll wird immer weiter hochgehalten.
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#8 maaartinAnonym
  • 23.09.2009, 13:29h
  • klar vergleicht der homosexualität mit saufen - mit messwein und ministranten kennen sich die pfaffen schließlich aus.
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#9 LorenProfil
  • 23.09.2009, 13:49hGreifswald
  • Sehr interessant, wie der Herr Erzbischof seine
    Vergleiche so ansetzt:
    Mit gelebter Homosexualität schadet man/frau
    also sowohl sich selbst (siehe Alkoholmissbrauch)
    als auch anderen (siehe Jähzorn), so fabuliert
    Dolan bzw. versucht im Sinne der katholischen
    Sexual"lehre" seinen Schäfchen weiszumachen.
    Dass das Erleben einvernehmlicher Sexualität
    Menschen nicht etwa schadet, sondern für ihre
    Entwicklung und ihr Sein förderlich und be-
    glückend ist, ist dem Verfechter des Zölibats
    natürlich entgangen. Ebenso dass es sich dabei
    um ein Menschenrecht handelt. Demgegenüber
    resultiert gerade aus dem Unterdrücken der
    sexuellen Empfindungen Schaden für die Ent-
    wicklung der Persönlichkeit.
    Im von der katholischen Kirche ausgerufenen
    "Kulturkampf" wider die "liberalen Werte" muss
    sich die Gesellschaft nicht nur in den USA
    (vgl. Äußerungen des Kölner Kardinals in der
    Vergangenheit) entscheiden, ob sie sich mehr-
    heitlich auf die Seite der Menschenrechte oder
    auf die Seite der Religionshüter verschiedenster
    Provinienz stellt, welche ihre Glaubensauf-
    fassungen zur Richtschnur der weltlichen Ge-
    setzgebung machen wollen. Dass Letztere
    ihren Kampf gegen die Rechte Homosexueller
    auch zur Sicherung ihrer gesellschaftlichen
    Machtpositionen instrumentalisieren, sei hier
    noch abschließend angemerkt.
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#10 LoeweBoy1987Anonym
  • 23.09.2009, 14:32h
  • Ach ja!?

    Dann vergleiche ich ab sofort solche Unsinnschwetzer als zurückgeblieben und hirnverbrannt, welche im Mittelalter mit der Zeit stehengeblieben sind!
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